Interim Manager als „Brückenbauer“: Dem Mangel an Fachkräften entgegenwirken

Der dramatische Mangel an Ärzten, Pflegekräften und Pädagogen wird mehr und mehr in den Medien thematisiert. So schreibt das Deutsche Ärzteblatt im März, dass der Ärztezuwachs für die Versorgung nicht ausreicht. „Mehr als 126.000 Stellen fehlen in der Pflege“, berichtet der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe im April. Und n-tv veröffentlicht bereits im Januar diesen Jahres, dass hunderttausende Erzieher fehlen. Doch was bedeutet diese Entwicklung besonders für die Verantwortlichen in den Unternehmen? 
„Zum einen stellt es die Führungskräfte vor zusätzliche Herausforderungen, denn sie müssen Personal gewinnen und an ihr Unternehmen binden sowie explizit an der Personalentwicklung und Weiterbildung arbeiten“, folgert Interim Manager Edmund Fröhlich von der Fröhlich Management GmbH aus Stuttgart. „Zum anderen wird der Mangel auch auf der Leitungsebene selbst spürbar. Lücken müssen oft kurzfristig gefüllt werden, also ein großes Betätigungsfeld für das Interim Management“, so Fröhlich weiter. Fraglich ist für ihn jedoch, ob dies der Königsweg oder eine Notlösung ist. „Zumindest ist es ein gangbarer Weg, eine Brücke, um Vakanzen gut zu überstehen und gleichzeitig noch Impulse von außen zu bekommen“, meint der erfahrene Interim Manager.

Eine 4+ für die Schulpolitik

Der Mangel an Fachkräften macht auch vor den Schulen nicht halt. Dies erfuhren Edmund Fröhlich und Marcus Röder von Röder Training auf dem Deutschen Schulleiterkongress 2019 in Düsseldorf als sie zum Thema „Vom Schulverwalter zum Schulgestalter“ referierten.  Im Vorfeld dieses Kongresses hatte der Verband Bildung und Erziehung (VBE) das Meinungsforschungsinstitut Forsa mit einer repräsentativen Umfrage beauftragt. Die Ergebnisse sind ernüchternd: „Jede zweite Schulleitung kämpft mittlerweile mit Lehrermangel“, berichtete Die WELT im März 2019. Insgesamt bewerten die 1.200 befragten Schulleitungen die Schulpolitik ihres Bundeslandes mit der Schulnote 4 +. Nicht gerade schmeichelhaft. „Ob die Sozial- und Gesundheitspolitik besser abschneiden würde, kann bezweifelt werden“, so Edmund Fröhlich.

Nah am Gesundheitswesen

Er muss es wissen, da er immer nah am gesundheitspolitischen Geschehen war und ist. Denn bereits vor 10 Jahren, im April 2009, hatte Edmund Fröhlich als Externer für die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) eine Geschäftsstelle aufgebaut, die er seitdem leitet. Zuerst in Frankfurt, danach ist sie in die Hauptstadt nach Berlin umgezogen. Über dieses Jubiläum berichtete die Zeitschrift für Allgemeinmedizin in ihrer Ausgabe vom 15. April 2019 und interviewte Edmund Fröhlich, der auch dort über die Einflüsse und die Entwicklung der DEGAM-Geschäftsstelle informierte. 

„Inwieweit Interim Management dem Fachkräftemangel im Gesundheits- und Schulwesen entgegenwirken kann, wird die Praxis zeigen“, so Edmund Fröhlich.

Über die Fröhlich Management GmbH

Die Fröhlich Management GmbH berät Organisationen und Unternehmen aus der Gesundheits- und Sozialwirtschaft sowie dem Bildungsbereich.

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