Sie zeigten absolute Nervenstärke: Luisa Kewitz ist Deutsche Meisterin im Grafikdesign und Hendrik den Ouden Deutscher Meister der Drucktechnik

Zwölf Fachkräfte aus ganz Deutschland zeigten bei den Deutschen Meisterschaften in den Medienberufen höchste Fachkenntnis.

Die Besten in den Disziplinen Drucktechnik und Grafikdesign trainieren nun für internationale Berufswettbewerbe – die WorldSkills.

Sie haben sich von nichts und niemandem aus der Ruhe bringen lassen: Bei den Deutschen Meisterschaften in den Disziplinen Drucktechnik und Grafikdesign zeigten zwölf junge Fachkräfte über drei Wettbewerbstage, dass sie in ihren Berufen zu Deutschlands Spitze gehören. Luisa Kewitz, die ihre Ausbildung bei der bfw tailormade communication GmbH in Neustadt an der Weinstraße absolvierte, sicherte sich am Ende die Goldmedaille in der Wettbewerbsdisziplin Grafikdesign. Hendrik den Ouden, der bei der Heidelberger Druckmaschinen AG in Wiesloch tätig ist, wurde Erster in der Disziplin Drucktechnik. Beide waren bei der Siegerehrung sichtlich überrascht und hatten mit diesem Erfolg nicht gerechnet.

Bei den Deutschen Meisterschaften, die vom 19. bis 22. Oktober 2020 im Print Media Center der Heidelberger Druckmaschinen AG in Wiesloch-Walldorf ausgetragen wurden, zeigten jeweils sechs Mediengestalter/innen und sechs Medientechnolog/innen Druck in anspruchsvollen Wettbewerbsaufgaben ihr fachliches Können. „Wir küren heute die besten Nachwuchskräfte Deutschlands“, betonte Marcus A. Wassenberg, Vorstand der Heidelberger Druckmaschinen AG, bei der Siegerehrung der Deutschen Meisterschaften. „Talentmanagement und Nachwuchsförderung lohnen sich. Das treibt uns auch bei Heidelberg an. Darum unterstützen wir diesen und weitere Wettbewerbe wie ‚Jugend Forscht‘ oder die ‚Wissensfabrik‘. Und darum bauen wir unsere Ausbildungszahlen aus – gegen den aktuellen Trend in der Wirtschaft“, so Wassenberg. „Wir investieren in die Kompetenzen unserer Talente. Denn sie sind entscheidend für die Transformationsgeschwindigkeit und den nachhaltigen Erfolg unserer Branche. Sie sind die Gegenwart und die Zukunft. Sie zeigen: Leistung, Neugierde und Wissensdurst zahlen sich aus.“

Hubert Romer, Geschäftsführer von WorldSkills Germany zeigte sich bei der Siegerehrung beeindruckt von den hervorragenden Leistungen der Fachkräfte: „Wir leben in Zeiten, die nicht unbedingt einfach sind, um Höchstleistung zu zeigen. Doch alle Fachkräfte hier haben dem getrotzt und bei dieser Deutschen Meisterschaft absolute Nervenstärke gezeigt. Sie haben bewiesen, dass sie zu den Besten in Deutschland und weltweit gehören“.

In der Tat hatte der Wettbewerb, der selbstverständlich unter den geltenden Hygienemaßnahmen durchgeführt wurde, es wirklich in sich. In der Disziplin Grafikdesign galt es für eine Druckerei, die mit historischen Druckmaschinen kleinste Kunstdruckauflagen produziert, ein komplett neues Corporate Design zu entwickeln. Dazu gehörten unter anderem: ein neues Logo, neue Firmenfarben und Schriften, Visitenkarten und eine Poster-Kampagne. „Eigentlich ist das eine Aufgabe, an der ein ganzes Mediengestalterteam mehrere Tage arbeitet“, sagte Markus Wiese, WorldSkills-Bundestrainer in der Disziplin Grafikdesign und Inhaber der Agentur Mediengestaltung Wiese, „aber die Teilnehmer/innen haben das gut gemeistert“. Dorothee Schlecht (interface. die medienwerkstatt, Neckargemünd) holte sich in der Disziplin die Silbermedaille, Eliane Schauff (Adolph-Kolping-Berufskolleg Münster) gewann Bronze.

Die Teilnehmenden in der Disziplin Drucktechnik mussten einen vierfarbigen Auftrag an einer Speedmaster SX 52-Offsetdruckmaschine produzieren und mehrere Sonderfarben mischen. Die Aufgaben mussten dabei so schnell und effizient wie möglich bearbeitet werden. Auch Bernhard Nahm, verantwortlicher Organisator seitens Heidelberg und Leiter berufliche Ausbildung der Medienberufe bei Heidelberg, bestätigt: „Wir haben durchgehend gute bis sehr gute Leistungen bei den Teilnehmer/innen beobachtet. Man hat bei allen gemerkt, dass sie den Beruf des Medientechnologen bzw. der Medientechnologin Druck mit Leidenschaft ausüben. Diese Beobachtung machen wir bei allen Teilnehmenden, die sich einem solchen Wettbewerb stellen.“

Sezer Emre Bay, der seine Ausbildung bei der Kösel GmbH & Co. KG absolvierte und jetzt für die belgische Firma Van Genechten Packaging in Kempten tätig ist, gewann die Silbermedaille in der Disziplin Drucktechnik. Maximilian Glockshuber (Offsetdruck Dersch, Wörth) sicherte sich Bronze.

Aus den Besten der Disziplinen werden nun jeweils Nationalteams gebildet, die für die kommenden Weltmeisterschaften der Berufe trainieren. Im Laufe dieses Prozesses entscheidet sich dann, wer von ihnen Deutschland bei den WorldSkills vertreten darf.

Unterstützt wurden die Deutschen Meisterschaften in den Medienberufen von starken Partnern. Dazu zählen der Bundesverband Druck und Medien e. V., die Heidelberger Druckmaschinen AG, das SRH Berufsbildungswerk Neckargemünd, der Zentral-Fachausschuss Berufsbildung Druck und Medien sowie Mediengestaltung Wiese.

Fotos können Sie hier kostenfrei runterladen (Fotohinweis: WorldSkills Germany):

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Über den WorldSkills Germany e.V.

WorldSkills Germany fördert und unterstützt nationale und internationale Wettbewerbe nicht-akademischer Berufe und ist damit Botschafter für den Standort Deutschland. Die Wettbewerbe sind Impulsgeber für die Berufsbildung, wirtschaftliche Kontakte und Plattform zur Präsentation neuer Entwicklungen. Sie zeigen jungen Menschen frühzeitig Chancen auf und motivieren zu Bestleistungen in der Ausbildung. Der 2006 gegründete Verein WorldSkills Germany vereint Engagement und Ideen von derzeit über 80 Mitgliedern, Partnern, Unternehmen und Verbänden. Er ist die nationale Mitgliedsorganisation von WorldSkills International und WorldSkills Europe. Deutschland ist seit 1953 Mitglied bei WorldSkills International. Vorstandsvorsitzende des WorldSkills Germany e. V. ist Andrea Zeus; Hubert Romer ist Geschäftsführer und Official Delegate. Als Partner von WorldSkills Germany setzt sich das Unternehmen CWS nicht nur für die Exzellenz in der Berufsbildung ein, sondern fördert auch die Ausbildung nicht akademischer Berufsbilder.

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