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	<title>Firma Institut für Seltene Erden und Metalle, Autor bei News-Research</title>
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		<title>Europas Rohstoff-Dilemma: Zwischen China, Trump und Russlands Seltenen Erden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Firma Institut für Seltene Erden und Metalle]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2026 15:06:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Vergangenes Jahr brachte Ursula von der Leyen zum G7-Treffen in Kanada einen kleinen Magneten mit. Einen Permanentmagneten mit Seltenen Erden, um genau zu sein. Das Besondere daran, laut der EU-Kommissionspräsidentin: [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.news-research.net/2026/06/europas-rohstoff-dilemma-zwischen-china-trump-und-russlands-seltenen-erden/" data-wpel-link="internal">Europas Rohstoff-Dilemma: Zwischen China, Trump und Russlands Seltenen Erden</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.news-research.net" data-wpel-link="internal">News-Research</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text">Vergangenes Jahr brachte Ursula von der Leyen zum G7-Treffen in Kanada einen kleinen Magneten mit. Einen Permanentmagneten mit Seltenen Erden, um genau zu sein. Das Besondere daran, laut der EU-Kommissionspräsidentin: „Er wurde in Estland von einem kanadischen Unternehmen aus australischen Rohstoffen hergestellt.“ verriet von der Leyen ihren aufmerksamen Zuhörern. </p>
<p>Bei dem kanadischen Unternehmen handelt es sich bekanntlich um Neo Performance Materials, das aus der Konkursmasse von Molycorp entstanden ist, dem früheren Betreiber der US-Mine für <a href="https://ise-ag.com/de/wissen" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Seltene Erden</a> in Mountain Pass. Neo betreibt in Estland neben seiner neuen Magnetfabrik für Seltenerd-Permanentmagneten schon seit Molycorp-Zeiten eine der wenigen Raffinerien und Separationsanlagen für Seltene Erden außerhalb Chinas. Für die EU eine strategische Anlage, die ihr dabei helfen kann, sich bei Seltenen Erden von China zu emanzipieren. </p>
<p>Was von der Leyen nicht mitteilte: Estlands mit Abstand größter Lieferant für Seltenerd-Verbindungen ist seit vielen Jahren ausgerechnet Russland. 2024 importierte das baltische Land laut EU-Handelsdatenbank über 3700 Tonnen vom verhassten Nachbarn. 2025 stieg diese Menge auf fast 4000 Tonnen. Aus Australien waren es 2025 übrigens nur drei Kilogramm und in den Jahren zuvor gar nichts. Wenn diese Rohstoffe auch nicht zwingend in Neo’s Magnetherstellung landeten, so sind diese Handelsbeziehungen dennoch einer näherer Betrachtung würdig. </p>
<p><b>Estland als Drehscheibe für russische Seltene Erden</b></p>
<p>Denn Estland exportierte letztes Jahr 2265 Tonnen an Seltenerd-Mischoxiden in die USA, 1000 Tonnen nach Japan und 330 Tonnen in die Schweiz. In Deutschland landeten 400 Tonnen von Seltenerd-Mischoxiden aus Estland, deren russischer Ursprung angesichts der Handelsstatistiken sehr wahrscheinlich ist. Ist ausgerechnet Estland, das nach außen hin eine der härtesten Haltungen gegenüber Russland einnimmt, etwa eine Handelsdrehscheibe für russische Seltene Erden? </p>
<p>Historisch ist Estland auch heute noch von industriellen Sowjetstrukturen geprägt. Unter Stalin wurde die Ölschieferindustrie in Sillamäe für die Urananreicherung umfunktioniert. Die Stadt Sillamäe verschwand damals daher von den Landkarten und wurde zu einer der geheimen geschlossenen Städte der UdSSR. Die einheimischen Esten wurden aus ihrer Heimatstadt verschleppt, vertrieben oder ermordet. Die Lücke ließ Stalin unter anderem mit russischen Gulag-Insassen füllen. Bis heute beträgt der Anteil der ethnischen Russen in der Stadt 85 Prozent. Das Verhältnis dürfte für die gesamte Region Ida-Viru ähnlich sein. </p>
<p>Ab den 1970er wurden in Sillamäe auch Seltene Erden und andere Spezialmetalle wie <a href="https://ise-ag.com/de/tantal" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Tantal</a> und <a href="https://ise-ag.com/de/niob" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Niob</a> hergestellt. In Russland selbst ist von der Wertschöpfungskette für Seltene Erden heute nicht viel übrig geblieben. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion gingen wichtige Anlagen verloren. Diese stehen heute in Kasachstan und eben in Estland. </p>
<p><b>Eine Mine und eine Raffinerie</b></p>
<p>Aktuell ist Russland nur eine Randerscheinung bei Seltenen Erden. Nur in der Oblast Murmansk auf der Kola-Halbinsel werden sie in Form von Lopariterzen von LLC Lovozerksy GOK abgebaut. 2025 belief sich die Produktionsmenge auf fast 6.000 Tonnen Loparitkonzentantrat, das im 2500 Kilometer entfernten Solikamsker Magnesiumwerk (SMZ) in der Region Perm zu rund 2000 Tonnen Mischoxid weiterverarbeitet wird. Der Löwenanteil dürfte nach Estland verkauft werden.</p>
<p>Estland unterhält in Narva einen der noch wenigen offenen Grenzübergänge der EU zu Russland. In Narva steht auch Neos neue Magnetfabrik, in der von der Leyens Mitbringsel für das G7-Treffen 2025 gefertigt wurde. Von Narva sind es nur wenige Kilometer bis nach Sillamäe, der Standort der Raffinerie Silmet, die ebenfalls zu Neo gehört. Silmet bezieht den Rohstoff seit über 30 Jahren hauptsächlich aus Russland </p>
<p>Das kanadische Unternehmen gab zwar bekannt, die Importe aus Russland durch andere Quellen zu substituieren, etwa aus den USA. 2021 unterzeichnete Neo mit Energy Fuels eine Vereinbarung über die Lieferung von Seltenerdoxiden, die das Unternehmen in seiner Uranaufbereitungsanlage  White Mesa Hill in Utah herstellt. Aus EU-Handelsdaten geht jedoch hervor, dass 2024 und 2025 so gut wie keine <a href="https://ise-ag.com/de/" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Seltenen Erden</a> aus den USA nach Estland geliefert wurden. Dies erklärt, warum die Estlands Importe aus Russland zu- statt abgenommen haben.</p>
<p><a href="https://ise-metal-quotes.com/l=de" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external"><b>Chart: Dysprosium Metal 99.5% min FOB China, Quelle ISE-AG.COM</b></a></p>
<p><b>Enteignungen, Rosatom und große Pläne</b><b> </b></p>
<p>Sollten die EU oder die USA Seltene Erden auf die Sanktionsliste setzen, würde dies einen herben Rückschlag für die Bestrebungen des Westens eine von China unabhängige Lieferkette für Seltenen Erden aufzubauen. Doch es besteht auch die Gefahr das umgekehrt die russische Seite den Hahn zudreht. Russland hat Estland — so wie alle EU-Mitgliedsländer — auf seine Liste unfreundlicher Staaten gesetzt und könnte somit jederzeit Ausfuhren unterbinden. Erst im März hat Moskaus Regierung die Gesetze bezüglich seiner Rohstoffe verschärft, was für ausländischen Investoren weitere Hürden bedeutet. </p>
<p>Seiner aktuell kleinen Rolle bei der Herstellung Seltener Erden stehen riesige Vorkommen gegenüber. Das flächenmäßige größte Land der Welt verfügt laut dem US-Geologieamt über die viertgrößten Reserven an Seltenen Erden der Welt &#8211; nach China, Brasilien und Australien. Der Anteil am Weltmarkt beträgt aktuell weniger als ein Prozent. Das vermag auch die von Lovozersky GOK bis 2030 geplante Verdoppelung des Abbaus im Murmansker Karnasurt-Bergwerk nicht zu ändern. </p>
<p>Das Solikamsker Magnesiumswerk (SMZ) ist Russlands einzige Raffinerie für Seltene Erden. Noch. Denn Russlands Präsident Wladimir Putin hat Ende 2025 eine Roadmap für die Entwicklung Seltener Erden angeordnet und mit deren Ausarbeitung Ministerpräsident Michail Mischustin beauftragt. Zuvor sorgte der Kreml dafür, das Bergbauunternehmen Lovozersky GOK sowie die Solikamsker Raffinerie unter staatliche Kontrolle zu bringen. 2023 beschlagnahmten russische Gerichte Anteile an den Unternehmen, die unter anderem der in Wien lebende russische Milliardär Pjotr Kondraschew inne hatte. Die Anlagen seien von strategischer Bedeutung für Russlands Verteidigung und nationale Sicherheit, so die Richter. </p>
<p>Das Bergwerk sowie die Raffinerie wurden im Anschluss dem Staatskonzern Rosatom zugeführt. Der neue Generaldirektor der Raffinerie in Solikamsk, Ruslan Rafkatowitsch Dimuhamedow, träumt von einer Erhöhung der Produktion. Eine neue Separationsanlage für höherwertige Seltenerdprodukte ist bereits geplant. „Für Russland sind Seltene Erden heute ein Lackmustest für die Entwicklung unserer Industrie“, sagte Dimuhamedow in einem Interview.  Doch dafür braucht es Geld. Geld, das Russland nicht hat. </p>
<p><a href="http://Chart%20Dysprosium Metal 99.5% min FOB China, Quelle ISE-AG.COM" class="bbcode_url" data-wpel-link="external" rel="nofollow"><b>Chart: Neodym Metal 99% min FOB China, Quelle ISE-AG.COM</b></a></p>
<p><b>Tomtor: Der Schatz in Sibirien</b></p>
<p>Vor dem Konflikt in der Ukraine plante Russland laut Reuters Investitionen in der Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar, um bis 2030 nach China zum zweitgrößten Produzenten für Seltene Erden aufzusteigen und sich einen Weltmarktanteil von bis zu zwölf Prozent zu sichern. Herzstück dieses Plans ist die ostsibirische Lagerstätte Tomtor, die überdurchschnittlich hohe Metallgehalte aufweist. Die Erzreserven wurden Ende 2019 auf über elf Millionen Tonnen mit einem Gehalt von knapp 15 Prozent Seltenerdoxid und sechs Prozent Nioboxid geschätzt. Demnach gehört Tomtor zu den weltweit reichhaltigsten bekannten Seltenerdlagerstätten.</p>
<p>Putin pochte schon 2014 auf die Erschließung. Doch der Konzessionshalter, ThreeArc Mining, der über die IST-Unternehmensgruppe vom Geschäftsmann Alexander Nesis kontrolliert wurde, hat es  in zehn Jahren nicht geschafft, den Abbau zu starten. Putin beschwerte sich darüber und forderte eine Beschleunigung der Angelegenheit. „Dies ist eine strategisch wichtige Ressource, die der Staat jetzt braucht“, sagte der Staatschef bei einem Treffen im Kreml Ende 2024. Vor einem Jahr übernahm schließlich der staatliche Ölkonzern Rosneft das Ruder.</p>
<p>Doch die Mammutaufgabe bleibt. Die Lagerstätte liegt weit abgelegen in einer der kältesten Regionen der Welt, wo die tiefsten Temperaturen schon mal auf bis zu Minus 60 Grad Celsius fallen können. Aufgrund fehlender Straßen ist das Gebiet nur per Helikopter erreichbar. ThreeArc Mining plante ursprünglich das Erz über mehrere tausend Kilometer zur geplanten hydrometallurgischen Rosatom-Verarbeitungsanlage in Krasnokamensk im Südosten Sibiriens, nahe der Grenze zu China, zu bringen. Das Erz kann nur im Winter über vereiste Flüsse abtransportiert werden. Der außergewöhnlich hohe Gehalt der Lagerstätte rechtfertige aber laut der Geologie-Beratungsfirma SRK den logistischen und technischen Aufwand. </p>
<p>Eine weitere Herausforderung ist die komplexe Geologie des Tomtor-Erzes. Aufgrund seiner feinkörnigen Struktur könne es nicht mit herkömmlichen Methoden angereichert werden, heißt es in einem Bericht von S&amp;P Global. Die Technologien dafür gibt es in Russland aktuell nicht. Der neue Betreiber Rosneft könnte das Erz nach Solikamsk schicken, vorausgesetzt Rosatoms SMZ errichtet dort eine separate Aufbereitungsanlage speziell für das Tomtor-Erz, so ein Analyst zu S&amp;P Global. Wahrscheinlicher ist, dass das Erz nach China geschickt wird. Der namentlich nicht genannte Analyst rechnet bereits 2027 mit dem Pilotabbau. </p>
<p><b>Technologien: China läßt Russland abblitzen</b></p>
<p>Russland braucht Seltene Erden in erster Linie für seine petrochemische Industrie, die zentral für Russlands Einnahmen ist. Auch Russlands Rüstungsindustrie sorgt für eine wachsende Nachfrage. Doch diese deckt Russland zu 98 Prozent aus China. Um an Technologien zu kommen, wandte sich der Kreml an Peking. Beide Länder haben sich immerhin „grenzenlose Freundschaft“ geschworen. Doch beim Thema Seltene Erden ist die Beziehung dann nicht gar so innig, denn die Verhandlungen haben Stand November 2025 laut Vizepremierminister Denis Manturow keine Fortschritte erzielt. </p>
<p>Auch beim Sankt Petersburger Wirtschaftsforum Anfang dieses Monats hat Manturow nichts Substanzielles vorweisen können. Einziger Lichtblick ist die Veröffentlichung einer gemeinsamen Studie russischer und chinesischer Akademiker, die zum Schluss kommen, dass das vielversprechendste Modell einer sino-russischen Partnerschaft ein Konsortiumsmodell ist, ähnlich den Gemeinschaftsprojekten Yamal LNG und Power of Siberia. „Dieses Format ermöglicht es Russland, Investitionen und Technologien zu gewinnen, während China sich den Zugang zu neuen Rohstoffquellen sichern und seine Präsenz in der Arktis stärken kann“, schreiben Kou Jingna von der Taiyuan University of Technology sowie Alexej Cherepowitsin und Irina Dorozhkina von der Staatlichen Bergbau-Universität Sankt Petersburg. </p>
<p>China schützt streng seine Technologien zur Gewinnung und Verarbeitung von Seltenen Erden und stellt sie unter restriktive Exportauflagen. Diese gelten scheinbar auch für enge Freunde. Gleichzeitig sucht Beijing Zugang zur Arktis. 2018 stellte China seine „Polare Seidenstraße“ vor, in deren Rahmen sich das Land als „arktisnaher Staat“ bezeichnete. Seitdem baut China den Zugang und seine Präsenz in der Region stetig aus. Russland ist bei diesen Bestrebungen ein wichtiger Partner und könnte diese Karte im Austausch für Zugang zu Technologie-Knowhow spielen. </p>
<p>Indessen wächst der Druck und die Unsicherheit im Westen, denn am 10. November treten zusätzliche Vorschriften für Seltene Erden als Dual-Use-Güter in Kraft, die, sollte Peking sie tatsächlich umsetzen, verheerende Auswirkungen auf die globale Wirtschaft haben könnten. Vor allem die USA setzen daher alle Mittel in Bewegung, um sich von Chinas Seltenen Erden unabhängig zu machen. Das weiß Putin für sich zu nutzen. Bei den Verhandlungen über ein mögliches Friedensabkommen für die Ukraine setzten Putins Gesandte eine „Partnerschaft bei Seltenen Erden“ als Verhandlungsinstrument ein. </p>
<p>Anfang 2025, während die USA mit der Ukraine über einen Rohstoff-Deal verhandelten, in denen auch von Seltenen Erden die Rede war, bot Putin den USA öffentlich eine gemeinsame Erschließung von Vorkommen seltener Erden an. „Wir verfügen zweifellos – das möchte ich betonen – über deutlich mehr Ressourcen dieser Art als die Ukraine“, sagte Russlands Präsident in einem Interview für das Staatsfernsehen. Trump sagte daraufhin in Washington, es gebe Bestrebungen, wirtschaftliche Vereinbarungen mit Russland zu treffen. &quot;Sie haben eine Menge von Dingen, die wir gerne hätten und wir werden sehen&quot;, erklärte der US-Präsident. </p>
<p>Doch auch hier ist es bislang nur bei großen Worten geblieben. Russland wendet sich nun an alternative Partner, etwa Indien. Sarada Bhushan Mohanty, Leiter von India Rare Earth Limited, erklärte laut Interfax Ende Mai beim Raremet-2026-Kongress in Moskau Interesse an der Tomtor-Lagerstätte. Indien strebe eine jährliche Produktion von 6.000 Tonnen Magneten an, wofür entsprechende Rohstoffe benötigt werden, so Deependra Singh, Vorsitzender der Rare Earth Association of India, der auf die historisch guten Beziehungen zwischen Indien und Russland verweist. </p>
<p><b>Die „Sibirisierung“ Russlands</b></p>
<p>Laut Konstantin Ivanovskikh von Rosatoms Giredmet Institut hätten indische Investoren auch Interesse am geplanten <b>Angara-Jenissej-Cluster</b> in Sibirien, mit dessen Umsetzung Putin seinen engen Vertrauten und Ex-Verteidigungsminister Sergej Shoigu betraut hat. Der Cluster soll in der Region Krasnojarsk, im Gebiet Irkutsk, in Chakassien und Shoigus Heimatregion Tuwa entstehen, mit dem Ziel Sibiriens Rohstoffe für eine nachhaltige und innovative Entwicklung des Landes zu nutzen. Der Kreml und russische Medien sprechen von einer „Sibirisierung“ Russlands, die eine Abwendung vom Westen und eine Hinwendung zu Fernost widerspiegelt. Damit einher geht die Erschließung dieses infrastrukturell und industriell wenig entwickelten Landesteils.</p>
<p>Bei dem 9-Milliarden-US-Dollar schweren Projekt, geht es um die Schaffung eines Ökosystems für die Gewinnung und Verarbeitung von seltenen Metallen und Seltenen Erden, die Entwicklung von Hochleistungswerkstoffen, Mikroelektronik, Energielösungen und KI-Systemen. Das ehrgeizige Projekt wird jedoch nicht ohne ausländisches Kapital gelingen. Laut dem Politologen Kirill Shamiev vom Think Tank European Council on Foreign Relations scheint Russland davon auszugehen, dass die Abhängigkeit Europas von China, die schwachen Wachstumsaussichten und Trumps konfrontative Haltung gegenüber der EU die europäischen Regierungen letztendlich dazu veranlassen werden, auf dieses Angebot einzugehen.</p>
<p>Einige Europäer, warnt Shamiev, könnten tatsächlich versucht sein, Wirtschaftsabkommen mit Moskau als „europäische Lösung“ für den Krieg in der Ukraine oder als Bollwerk gegen amerikanischen Druck und chinesische Abhängigkeit zu verkaufen. Die Europäer bräuchten daher eine solide Strategie, um so einem Angebot zu widerstehen, so Shamiev.</p>
<p><b>Institut für seltene Erden und Metalle</b></p>
<p>Arndt Uhlendorff – Juni 2026</p>
<p><a href="https://ise-ag.com/de/component/tags/tag/ise-ag" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">ISE AG</a>,  <a href="https://ise-ag.com/de/component/tags/tag/institut-fuer-seltene-erden-und-metalle-ag" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Institut für seltene Erden und Metalle AG</a></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.news-research.net/2026/06/europas-rohstoff-dilemma-zwischen-china-trump-und-russlands-seltenen-erden/" data-wpel-link="internal">Europas Rohstoff-Dilemma: Zwischen China, Trump und Russlands Seltenen Erden</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.news-research.net" data-wpel-link="internal">News-Research</a>.</p>
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			</item>
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		<title>In der Aufholjagd bei Seltenen Erden packt Trump die Bazooka aus</title>
		<link>https://www.news-research.net/2026/05/in-der-aufholjagd-bei-seltenen-erden-packt-trump-die-bazooka-aus/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Institut für Seltene Erden und Metalle]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 May 2026 08:48:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>James Litinsky glaubt, die Nachfrage nach schweren Seltenen Erden in Magneten wird nachlassen und ihre Preise sinken. In der Industrie sorgen seine Aussagen[1] für Aufruhr, denn Litinsky ist Boss von [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.news-research.net/2026/05/in-der-aufholjagd-bei-seltenen-erden-packt-trump-die-bazooka-aus/" data-wpel-link="internal">In der Aufholjagd bei Seltenen Erden packt Trump die Bazooka aus</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.news-research.net" data-wpel-link="internal">News-Research</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text">James Litinsky glaubt, die Nachfrage nach schweren Seltenen Erden in Magneten wird nachlassen und ihre Preise sinken. In der Industrie sorgen seine Aussagen<a href="http://applewebdata//8b874502-fd70-49c2-af21-5227fa15bc16#_ftn1&quot; name=&quot;_ftnref1" class="bbcode_url" data-wpel-link="external" rel="nofollow"><sup>[1]</sup></a> für Aufruhr, denn Litinsky ist Boss von MP Materials, Betreiber des größten Bergwerks für Seltenen Erden außerhalb Chinas. Das Bergbauunternehmen verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und will es nicht beim Rohstoffabbau belassen. Raffinerie- und Separationsanlagen für alle Metalle der Seltenen Erden gehören ebenso  zur Geschäftsstrategie wie eine eigene Magnetfabrik. Dank MP Materials sind die USA zum zweitgrößten Hersteller von <a href="https://ise-ag.com/de/wissen/seltene-erden-und-metalle" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Seltenen Erden</a> aufgestiegen. Von den etwa 51.000 Tonnen Seltenerdkonzentrat, die 2025 in den USA produziert wurden, lieferte MP Materials alleine knapp 50700 Tonnen. Litinskys Aussagen schmälern jedenfalls nicht die Bedeutung kritischer Mineralien für das globale Machtgefüge, das von der Rivalität zwischen den USA und China, den zwei größten Volkswirtschaft der Welt, geprägt wird.</p>
<p>Der Abstand zu Chinas Dominanz über Seltene Erden wird zwar kleiner, er ist aber immer noch ziemlich groß: 2025 hat China laut US-Angaben 270.000 Tonnen produziert und hält einen Weltmarktanteil von geschätzt 70 Prozent. Hauptprodukt in Mountain Pass, das von MP Materials betriebene Bergwerk in Kalifornien, sind Konzentrate der leichten Seltenen Erden Neodym und Praseodym. Sie sind Schlüsselelemente in den extrem starken Dauermagneten für Elektroautos und Windturbinen. Für Verwunderung sorgten Litinskys Äußerungen auch deshalb, weil MP Materials angekündigt hat, ab Mitte 2026 die beiden schweren Seltenen Erden <a href="https://ise-ag.com/de/dysprosium" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Dysprosium</a> und <a href="https://ise-ag.com/de/terbium" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Terbium</a> herzustellen. Sie werden üblicherweise in kleinen Mengen Neodym-Magneten beigefügt, um deren Hitzeresistenz zu erhöhen.</p>
<p><b>Seltene Erden gegen Taiwan-Konzessionen</b></p>
<p>Das Erz in Mountain Pass gibt aber nicht viel her an schweren Seltenen Erden. Zwar gibt MP Materials an, über 200 Tonnen an schwerem Seltenerdoxiden (SEG+) produziert und eingelagert zu haben. Um genug Material für seine geplante Magnetfabrik in Texas zur Verfügung zu haben, muss Litinsky aber auch Material aus anderen Lagerstätten besorgen. Doch hier ist der Haken: Während China die leichten Seltenen Erden dominiert und westliche Länder wie die USA dabei sind diese Dominanz langsam aufzubrechen, ist der Markt für schwere Seltene Erden nahezu vollständig unter Pekings Kontrolle. Dazu kommt, dass die Zahl westlicher Mitbewerber, die um die wenigen nicht-chinesischen Quellen buhlen, nicht kleiner wird.</p>
<p>Bis die USA und verbündete Staaten wie Australien und Brasilien relevante Mengen an schweren Seltenen Erden selbst herstellen können, dürften noch viele Jahre vergehen. Solange sitzt Peking am längeren Hebel. Das weiß auch Trump, der Donnerstag und Freitag auf Staatsbesuch bei Xi Jinping in Peking sein wird. Kritische Rohstoffe werden dabei eine zentrale Rolle spielen und dies nicht zum Vorteil des US-Präsidenten. Asien-Analyst David Sacks hält es gar für möglich, dass Xi im Austausch für Rohstofflieferungen Trump Konzessionen bei Taiwan abringen könnte.</p>
<p>Mit Trumps angriffslustiger Außenpolitik kommt die Abhängigkeit von Chinas Rohstoffen noch deutlich zum Vorschein. Der Irankrieg hat die Waffenarsenale ausgedünnt. Allein in den ersten vier Tagen des Angriffs haben die USA gemeinsam mit Israel über 5000 Stück an Munition verpulvert, darunter extrem teure Abwehrraketen gegen Irans Billigdrohnen. Den Wert des verfeuerten Materials in den ersten 100 Stunden des Kriegs schätzt der US-Think Tank Foreign Policy Research Institute (FPRI) auf zehn bis 16 Milliarden US-Dollar.</p>
<p>Auch der EU-Rüstungssektor verzeichnet einen gestiegenen Bedarf an einer ganzen Reihe von Rohstoffen. Grund ist hier der Krieg in der Ukraine sowie die generelle Aufrüstung, um gegen einen eventuellen Angriff Russlands gewappnet zu sein. Denn die EU kann nicht mehr auf die USA als Schutzmacht und Nato-Verbündeten vertrauen.</p>
<p><b>Nachschub von Patriot-Raketen keine Geldfrage</b></p>
<p>Berichte über leere Munitionslager der US-Armee mögen zwar übertrieben sein, doch bis die US-Rüstungsindustrie Nachschub bei bestimmten, strategisch zentralen Waffen liefern kann, kann es teilweise bis zu zwei Jahre dauern. Das gilt für teure Hightech-Abwehrsysteme wie Patriot und THAAD ebenso wie für offensive Lang- und Mittelstreckenraketen. Geld ist dabei nicht das Problem, wie es in einer FPRI-Analyse heißt.</p>
<p>In jedem Sprengkopf, Lenkwaffensystem, in Drohnen und Radaren stecken kleine Mengen von Neodym, Terbium, Dysprosium, Samarium oder Gallium. Sie machen zwar nur einen Bruchteil der Kosten aus: In einer 4,5-Millionen-Dollar Patriot-Abfangrakete machen diese gerade einmal 5.000 bis 15.000 Dollar aus, rechnet das FPRI vor. Die größte Hürde ist der Zugang zu diesen Spezialmetallen und den Schlüssel hält Peking in der Hand und weiß diesen geschickt als Pfand einzusetzen.</p>
<p>Gallium ist ein weiterer Stoff, der fast vollständig unter Chinas Kontrolle liegt: Der Weltmarktanteil an dem für Halbleiter wichtigen Material beträgt 98 Prozent. Als die USA noch unter Trumps Vorgänger Joe Biden Chinas Chip-Industrie aushebeln wollten, reagierte Peking zunächst mit Ausfuhrbeschränkungen und später sogar mit einem Exportverbot von Gallium. Dazu kamen Germanium und superharte Metalle wie Antimon. Allerdings hat das Exportverbot bei Gallium die USA nicht hart getroffen. Es gelang der Industrie auf Lieferanten aus Japan, Deutschland und Kanada auszuweichen, was so zu einer drastischen Verringerung der Direktimporte aus China führte.</p>
<p>Doch China legte weiter drauf und führte Ausfuhrbeschränkungen auf die schweren Seltenen Erden <a href="https://ise-ag.com/de/holmium" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Holmium</a>, <a href="https://ise-ag.com/de/erbium" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Erbium</a>, <a href="https://ise-ag.com/de/thulium" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Thulium</a>, Europium und Ytterbium sowie für Technologien rund um Abbau, Verarbeitung und Recycling von SeltenenErden ein. Immerhin konnten sich Trump und Xi vor einem Jahr zu einem Burgfrieden durchringen, der jedoch diesen November auslaufen wird. Ausfuhranträge der gelisteten Rohstoffe für militärische Anwendungen genehmigt China jedenfalls nicht.</p>
<p><b>43 Milliarden Dollar für die Rohstoffsicherung</b></p>
<p>Für Amerikas reduziertes Waffenarsenal ist das eine Problem. Der Aufbau zuverlässiger Lieferketten für Seltene Erden und andere Spezialmetalle steht daher ganz oben auf Trumps Agenda und ist in erster Linie auf militärische Bedürfnisse ausgerichtet. Die Mittel für Initiativen im Rohstoffbereich summieren sich seit Beginn von Trumps zweiter Amtszeit auf etwa 14 Milliarden US-Dollar. Doch schon unter Joe Biden nahm das Thema Rohstoffsicherung an Bedeutung beträchtlich zu. Seit 2021 pumpten die USA schätzungsweise 43 Milliarden US-Dollar in Rohstoff-relevante Bereiche.</p>
<p>Allein das im Februar angekündigte Lagerhaltungsprogramm „Project Vault“ ist zwölf Milliarden Dollar schwer. Zehn Milliarden Dollar stellt die US-Exportkreditagentur Eximbank in Form von Direktdarlehen bereit, der Rest soll aus dem Privatsektor kommen. Es ist die bisher größte Finanzierung in der Geschichte der Bank. Project Vault soll die heimische Industrie vor Versorgungsengpässen abschirmen, die Produktion und Verarbeitung kritischer Rohstoffe in den USA ausweiten und den Rohstoffsektor grundlegend stärken.</p>
<p>Angesichts ihrer Bedeutung für die unterschiedlichsten Rüstungsgüter genießen die 15 Seltenerdelemente unter den 60 als kritisch gelisteten Mineralien für die Regierung allerhöchste Priorität. Das spiegelt sich auch bei Project Vault wider: Priorität der Vorratslagerung haben ausgewählte Seltene Erden.</p>
<p>Gallium ist ein Schlüsselelement für Halbleiter und Rüstungsgüter. In den USA wurde dieser Rohstoff seit vier Jahrzehnten nicht mehr hergestellt. Es kann als Nebenprodukt der Aluminium- und Zinkproduktion gewonnen werden. Das Problem mit Gallium liegt in dem kleinen Marktvolumen im Vergleich zu anderen Metallen, was die Wirtschaftlichkeit der Galliumgewinnung zu einer großen Herausforderung macht. Die gigantische Aluminiumproduktion in China erlaubt dort eine wirtschaftliche Galliumgewinnung. Das US-Energieministerium hat im September mit TRACE-Ga ein eigenes Förderprogramm für die Gewinnung von Gallium in der Höhe von sechs Millionen Dollar aufgelegt.</p>
<p>Ebenfalls aus dem Energieministerium kommen 140 Millionen Dollar an Fördermitteln für die Errichtung einer Demonstrationsanlage für die Herstellung von Seltenen Erden. Das Ziel ist, die Machbarkeit der Anlage zur Gewinnung und Trennung von Seltenerdelementen sowie einer Raffinerie nachzuweisen. Die Förderung ist Teil eines Finanzierungspakets für den Rohstoffsektor in der Höhe von einer Milliarde Dollar.</p>
<p><b>US-Regierung setzt auf Markteingriff in der Seltenerdindustrie</b></p>
<p>Eine der außergewöhnlichsten Maßnahmen der Trump-Regierung in Sachen Rohstoffpolitik, ist der Einstieg des Pentagons in MP Materials. Das Pentagon hat vergangenen Oktober 400 Millionen US-Dollar für 15 Prozent der Anteile locker gemacht. Zum Deal gehört eine Abnahmeverpflichtung für die nächsten zehn Jahre und eine nicht unumstrittene Mindestpreisgarantie von 110 US-Dollar pro Kilogram Neodym-Praseodym(NdPr)-Oxid. Das heißt, das Pentagon verpflichtet sich, für die Preisdifferenz aufzukommen, sollten die Preis unter die 110-Dollar-Marke fallen.</p>
<p>Preisgarantien sollen den Aufbau der Industrie vor Marktverzerrungen durch China schützen, die in einer nicht allzu fernen Vergangenheit schon einmal eine ganze Generation an Seltenerd-Unternehmungen versenkt haben. Die Industrie verlangt daher schon seit längerem Schutzmechanismen dieser Art. Doch es gibt auch Kritiker solcher Maßnahmen.</p>
<p>Die Schwierigkeit besteht darin, den Produzenten Seltener Erden Investitionssicherheit zu bieten, ohne neue Marktverzerrungen oder Handelshemmnisse zu schaffen. Hinzu kommt, dass nicht alle Seltenerd-Unternehmen auf Mindestpreisgarantien zählen können. Washington ist davon abgerückt diese grundsätzlich zu geben, was mit dem klammen US-Haushalt zu erklären ist.</p>
<p>Als das Pentagon seinen Einstieg in MP Materials im Juli 2025 bekannt gab, war der garantierte Mindestpreis fast doppelt so hoch wie das Marktniveau. Aktuell liegt der Marktpreis bei 112 US-Dollar. Historisch ist der Preis für NdPr-Oxid zwischen 2013 und 2020 nur einmal über die 80-Dollar-Marke geklettert. Seitdem ist die Tendenz zwar steigend, allerdings ist der Preis in der Regel deutlich unter der 110 Dollarmarke geblieben. Ausreißer gab es zu Beginn von Russlands Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 sowie am Anfang des Irankriegs.</p>
<p><b>Dauermagneten ohne schwere Seltene Erden</b></p>
<p>MP Materials erhält vom Pentagon auch einen Kredit in der Höhe von 150 Millionen Euro für den Ausbau seiner Separationsanlage für schwere Seltene Erden. Hier sollen zunächst Dysprosium und Terbium hergestellt werden. Eben die beiden Elemente, über die MP Materials’ CEO vergangene Woche sagte, dass sie für Magneten bald obsolet sein könnten.Litinsky betonte in dem Zusammenhang, dass sie in der Lage seien, „Magnete mit den erforderlichen Spezifikationen und einem sehr geringen oder gar keinen Schwermetallanteil herzustellen.“</p>
<p><a href="https://ise-metal-quotes.com/l=de" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Die Preise</a> für Dysprosium-Metall bewegen sich in der Tat seit einigen Jahren tendenziell nach unten. Aktuell liegen sie bei 260 US-Dollar. Terbium-Metall liegt aktuell bei deutlich über 1000 US-Dollar. Der Preis ist seit 2020 um etwa ein Drittel gestiegen. Einige Beobachter bezweifeln, dass eine komplette Substitution von Dysprosium und Terbium in leistungsstarken Dauermagneten möglich ist. Sie sehen in Litinskys Aussagen einen Hinweis auf Probleme diese Elemente herzustellen. Auf der anderen Seite konnten Magnethersteller den Bedarf an Dysprosium und Terbium in Magneten in den vergangenen Jahren tatsächlich stetig mindern.</p>
<p>Dass leistungsstarke Elektromotoren von E-Autos auch ganz ohne Seltene Erden auskommen, macht BMW vor. Der deutsche Autobhersteller hat aus der Seltenerdkrise 2010 seine Schlüsse gezogen und bewusst auf eine alternative Technologie gesetzt, um sich gegen künftige geopolitische Risiken zu wappnen. Trotz des Verzichts verbraucht BMW jährlich dennoch mehrere hundert Kilogramm an Seltenen Erden, denn die stecken in den vielen kleinen elektrischen Motoren, die alles mögliche vom Scheibenwischer bis zu den Fensterhebern bewegen.</p>
<p><b>Vollintegriertheit ist im Trend: Von der Mine zur Magnetfabrik</b></p>
<p>MP Materials hat den Anspruch, nicht nur abzubauen, sondern will die gesamte Wertschöpfungskette abdecken: von der Mine über die Verarbeitungs- und Separationsanlage bis zur Magnetfabrik. Letztere soll in Texas entstehen. Für die Errichtung bekommt MP Materials eine weitere Geldspritze aus Washington. Auch der Privatsektor beteiligt sich an der Finanzierung: Goldman Sachs und JPMorgan Chase wollen eine Milliarde Dollar beisteuern.</p>
<p>Mit Saudi-Arabien haben die USA einen alten Verbündeten im Nahen Osten, der angesichts von Peak-Oil seine Fühler auch in den Metallsektor ausstreckt. Im November gab MP Materials bekannt, gemeinsam mit dem Pentagon undMaaden, dem staatlichen Bergbauunternehmen der Saudis, eine Raffinerie für Seltene Erden im Nahen Osten zu errichten. Das Material soll aus Lagerstätten in Saudi-Arabien und anderen Ländern kommen. Doch die müssen erst noch gefunden und erschlossen werden.</p>
<p>Im März verpflichtete das Weiße Haus außerdem den australischen Seltenerdkonzern Lynas Rare Earths für 96 Millionen Dollar zur Lieferung von leichten und schweren Seltenerdoxiden über die nächsten vier Jahre. Auch hier gehört eine Mindestpreisgarantie von 110 US-Dollar für NdPr-Oxid zur Abmachung. Lynas Rare Earths ist mit seiner Anlage in Malaysien der größte Verarbeiter von Seltenen Erden außerhalb Chinas. Vor kurzem gelang es Lynas erfolgreich Dysprosium und Terbium herzustellen.</p>
<p><b>USA greifen nach brasilianischen Seltenen Erden</b></p>
<p>Im Januar diesen Jahres folgte dann der nächste Streich: im Rahmen eines 1,6 Milliarden Dollar schweren Investitionspakets aus Fremd- und Eigenkapital kündigte das US-Handelsministerium seinen Einstieg in USA Rare Earthan. Das 2019 gegründete Startup plant in Texas ab 2028 Seltene Erden abzubauen. In Oklahoma will die Firma noch dieses Jahr ein Magnetfabrik in Betrieb nehmen.</p>
<p>Dieser Deal sorgte jedoch für heftige Kritik, vor allem von den Demokraten. Die Verflechtungen von US-Handelsminister Howard Lutnick mit dem Finanzunternehmen Cantor Fitzgerald und USA Rare Earth werfen ein schiefes Licht auf dieses Geschäft. Zweifel gibt es auch an der Wirtschaftlichkeit der Lagerstätte von Round Top Mountain. Das Unternehmen räumte selbst ein, dass der Gehalt im Vergleich zu anderen Abbaustätten für Seltene Erden gering ist. Für Verunsicherung sorgt zudem, dass eine vorläufige Machbarkeitsstudie erst Ende des Jahres abgeschlossen sein wird. Für Investoren üblicherweise eine wichtiges Entscheidungsinstrument, um in ein Bergbauunternehmen zu investieren.</p>
<p>Im April gab USA Rare Earth bekannt die Serra-Verde-Gruppe aus Brasilien für 2,8 Milliarden US-Dollar zu übernehmen. Der US-Arm für Entwicklungsfinanzierung hat dem Unternehmen bereits im Februar eine Finanzierung in der Höhe von 565 Millionen US-Dollar zugesagt. Serra Verde ist im Besitz der Pela-Ema-Mine im Bundesstaat Goiás, in der seit Anfang 2024 Seltene Erden aus Ionen-Adsorptionstonen gewonnen werden. Ionen-Adsorptionstone gelten als wichtigste Quelle für schwere Seltenen Erden. Es handelt sich um die erste Lagerstätte dieser Art außerhalb Asiens.</p>
<p>Brasilien hat nach China die zweitgrößten bekannten Reserven für Seltene Erden, die mit 21 Millionen Tonnen beziffert werden. Das Potenzial ist groß, allerdings wird in dem südamerikanischen Land noch kaum abgebaut. Dank Brasiliens Rohstoffvorkommen hat Trump die exorbitanten Zölle auf brasilianische Produkte wieder aufgehoben. Diese waren als Bestrafung für die Verfolgung von Ex-Präsident Jair Bolsonaro durch die brasilianischen Justiz gedacht. Beim Besuch in Washington vor einigen Tagen, schien die Stimmung zwischen Trump und Brasiliens gewerkschaftsfreundlichen Staatspräsidenten Luiz Inácio Lula da Silva gut zu sein.</p>
<p><b>USA und Frankreich planen gemeinsame Magnetfabrik</b></p>
<p>Auch Europa bleibt nicht außen vor: USA Rare Earth kündigte Anfang April an, sich am französischen Startup Caresterzu beteiligen. Die Firma baut in Südfrankreich eine Verarbeitungs- und Recyclinganlage für Seltene Erden. Die Vereinbarung mit USA Rare Earth sieht die Errichtung einer gemeinsamen Magnetfabrik in Frankreich vor. In Frankreich ist noch gutes Know-how über die Verarbeitung und Trennung von Seltenen Erden vorhanden. Das Land war in den 1980er Jahren einer der Weltmarktführer in dem Sektor.</p>
<p>Es scheint doch nicht alles so schlecht in der EU zu sein, wie aus dem Weißen Haus oft zu hören ist. Während Trump Nägel mit Köpfen macht, ist auch die EU nicht untätig geblieben. So hat der Wirtschaftsblock ebenfalls im April seine 16. Rohstoffpartnerschaft geschlossen — mit den USA. Die Beziehungen sind also noch intakt. Zu einer Verbesserung der Versorgung mit kritischen und strategischen Rohstoffen haben die Rohstoffpartnerschaften bislang aber kaum beigetragen.</p>
<p>Zumindest auf dem Papier hat die EU eine systematische und langfristig Strategie. Und auch hier wird Geld in die Hand genommen, um der Industrie Rohstoffe zu sichern. Allerdings gestaltet sich die Sache um einiges schwieriger, angesichts der EU-Struktur. Neben EU-weiten Fonds und Programmen wie der RESourceEU-Initiative, dem Battery Booster Paket und den strategischen EU-Projekte legen einzelne Mitgliedsstaaten auch eigene Programme auf.</p>
<p>In Deutschland ist dies der mit einer Milliarde Euro ausgestattete Rohstofffonds und in Frankreich gibt es mit InfraVia seit 2023 einen staatlichen Fonds für kritische Metalle, der mit 500 Millionen Euro ausgestattet ist. Alles in allem bringt die EU zwischen vier und fünf Milliarden Euro für die Sicherung von kritischen Rohstoffen auf. Deutlich weniger als die USA. Der Alte Kontinent setzt vor allem auf eine langfristige Strategie, in der etwa Kreislaufwirtschaft eine prominente Rolle bei der Sicherung von Rohstoffen spielen soll.</p>
<p>Ob Trumps Hau-drauf-Politik schneller zum Ziel kommt als die auf Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und Rechtsstaatlichkeit ausgerichtete EU-Strategie, die mit vielen bürokratischen Hürden gepflastert ist, wird die Zeit zeigen. Zumindest rein optisch scheinen die USA besser positioniert zu.</p>
<p>Angesichts markteingreifender Maßnahmen wie Mindestpreisgarantien, ausgerechnet in einem stark vom Kapitalismus geprägten Land, stellt sich die Frage, ob das Problem nicht auch systemischer Natur ist. Kapital fließt schließlich am liebsten dorthin, wo schneller Gewinn wartet. Industrialisierung &#8211; und dazu gehört auch die mühsame Arbeit der Erschließung von Rohstoffen am Anfang der Lieferkette &#8211; bedeutet große Investitionen über lange Zeiträume.</p>
<p>Institut für seltene Erden und Metalle</p>
<p>Arndt Uhlendorff – Mai 2026</p>
<p><a href="http://applewebdata//8b874502-fd70-49c2-af21-5227fa15bc16#_ftnref1&quot; name=&quot;_ftn1" class="bbcode_url" data-wpel-link="external" rel="nofollow"><sup>[1]</sup></a> <a href="https://www.youtube.com/watch?v=sx187REb000" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">https://www.youtube.com/&#8230;</a></div>
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<div>Über die Institut f&uuml;r Seltene Erden und Metalle AG</div>
<p>Seit 2011 steht das Institut f&uuml;r Seltene Erden und Strategische Metalle f&uuml;r Kompetenz, Transparenz und Innovation im internationalen Metallmarkt. Als unabh&auml;ngiges Analyse- und Bewertungsinstitut ermitteln wir verl&auml;ssliche Marktpreise f&uuml;r seltene Erden, Basismetalle, Minormetalle, exotische Metalle und stabile Isotope.</p>
<p>Auf Grundlage unserer umfangreichen Datenbank erstellen wir professionelle Bewertungen und Bank-Audits und unterst&uuml;tzen unsere Kunden mit fundierten Analysen auf h&ouml;chstem technischen Niveau. Dar&uuml;ber hinaus organisieren wir den sicheren Transport, die Lagerung und Versicherung hochreiner Metalle.</p>
<p>Mit unserer seit 2018 betriebenen Handelsplattform schaffen wir einen direkten Zugang zu einem exklusiven Marktsegment und begleiten Unternehmen wie Investoren bei der erfolgreichen Monetarisierung ihrer werthaltigen Metallbest&auml;nde.</p>
<p>https://ise-ag.swiss/index.php/de/</p>
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<p>Institut f&uuml;r Seltene Erden und Metalle AG<br />
Furrengasse 21<br />
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		<title>Swiss Standards in Dubai ISE AG eröffnet neues Lager in der Dubai Airport Freezone</title>
		<link>https://www.news-research.net/2026/05/swiss-standards-in-dubai-ise-ag-erffnet-neues-lager-in-der-dubai-airport-freezone/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Institut für Seltene Erden und Metalle]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 May 2026 14:03:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Logistik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Institut für Seltene Erden und Metalle AG (ISE AG) hat im Februar 2026 ein neues Lager in der Dubai Airport Freezone (DAFZ) eröffnet. Der Standort wird durch den Logistikpartner Union [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.news-research.net/2026/05/swiss-standards-in-dubai-ise-ag-erffnet-neues-lager-in-der-dubai-airport-freezone/" data-wpel-link="internal">Swiss Standards in Dubai ISE AG eröffnet neues Lager in der Dubai Airport Freezone</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.news-research.net" data-wpel-link="internal">News-Research</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text">Die Institut für Seltene Erden und Metalle AG (ISE AG) hat im Februar 2026 ein neues Lager in der Dubai Airport Freezone (DAFZ) eröffnet. Der Standort wird durch den Logistikpartner Union Logistic betrieben und dient als strategischer Hub für Kunden im Mittleren Osten.</p>
<p>Mit dem neuen Lager reagiert die ISE AG auf die wachsende Nachfrage zahlreicher Kunden aus der Region, die ihre hochwertigen und wertvollen Metalle geografisch näher an ihren eigenen Standorten lagern möchten, gleichzeitig jedoch nicht auf die hohen Schweizer Qualitäts- und Sicherheitsstandards verzichten wollen.</p>
<p>Die Dubai Airport Freezone zählt zu den bedeutendsten internationalen Logistik- und Handelszentren der Vereinigten Arabischen Emirate und bietet ideale Voraussetzungen für sichere und effiziente Lagerprozesse sowie schnelle internationale Anbindungen.</p>
<p><i>Lagerhalle des ISE AG Logistikpartners in der DAFZ</i></p>
<p>Die ISE AG bietet am Standort Dubai insbesondere folgende Dienstleistungen an:</p>
<p>[*]sichere Lagerung hochwertiger Metalle,<br />
[*]Inspektionen und Zustandsbewertungen,<br />
[*]Sample Taking und Probenahmen,<br />
[*]Analysen und Materialbewertungen,<br />
[*]Audits,<br />
[*]sowie unabhängige Zertifizierungs- und Dokumentationsdienstleistungen.</p>
<p>Durch den ausgestellten Lagerschein der schweizerischen ISE AG kann Ware künftig sicher in den Vereinigten Arabischen Emiraten gelagert werden und gleichzeitig den unabhängigen Qualitäts- und Zertifizierungsstandards der ISE AG entsprechen.</p>
<p>„Viele unserer Kunden im Mittleren Osten wünschen sich eine Lagerlösung in ihrer Region, möchten aber dennoch die hohen Schweizer Standards bei Sicherheit, Lagerung, Handling und Dokumentation beibehalten. Mit dem neuen Standort in Dubai verbinden wir genau diese Anforderungen“, erklärt die Geschäftsleitung der ISE AG.</p>
<p>Die Dienstleistungen Refillings und Refurbishing werden weiterhin ausschließlich am Standort Embrach in der Schweiz durchgeführt.</p>
<p>Mit der Erweiterung nach Dubai baut die ISE AG ihre internationale Infrastruktur konsequent aus und stärkt ihre Position als unabhängiger Anbieter hochwertiger Lager-, Inspektions- und Zertifizierungsdienstleistungen für strategische Materialien und wertvolle Metalle.</p>
<p>Über die Institut für Seltene Erden und Metalle AG (ISE AG)</p>
<p>Die Institut für Seltene Erden und Metalle AG (ISE AG) mit Sitz in Luzern, Schweiz, ist ein unabhängiges Unternehmen für Lagerung, Inspektion, Probenahme, Analyse, Bewertung und Zertifizierung von strategischen Materialien und wertvollen Metallen. Die ISE AG unterstützt Kunden weltweit mit unabhängigen und neutralen Dienstleistungen entlang der gesamten Lager- und Lieferkette.</p></div>
<div class="pb-boilerplate">
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<p>Seit 2011 steht das Institut f&uuml;r Seltene Erden und Strategische Metalle f&uuml;r Kompetenz, Transparenz und Innovation im internationalen Metallmarkt. Als unabh&auml;ngiges Analyse- und Bewertungsinstitut ermitteln wir verl&auml;ssliche Marktpreise f&uuml;r seltene Erden, Basismetalle, Minormetalle, exotische Metalle und stabile Isotope.<br />
Auf Grundlage unserer umfangreichen Datenbank erstellen wir professionelle Bewertungen und Bank-Audits und unterst&uuml;tzen unsere Kunden mit fundierten Analysen auf h&ouml;chstem technischen Niveau. Dar&uuml;ber hinaus organisieren wir den sicheren Transport, die Lagerung und Versicherung hochreiner Metalle.<br />
Mit unserer seit 2018 betriebenen Handelsplattform schaffen wir einen direkten Zugang zu einem exklusiven Marktsegment und begleiten Unternehmen wie Investoren bei der erfolgreichen Monetarisierung ihrer werthaltigen Metallbest&auml;nde.<br />
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.news-research.net/2026/05/swiss-standards-in-dubai-ise-ag-erffnet-neues-lager-in-der-dubai-airport-freezone/" data-wpel-link="internal">Swiss Standards in Dubai ISE AG eröffnet neues Lager in der Dubai Airport Freezone</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.news-research.net" data-wpel-link="internal">News-Research</a>.</p>
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		<title>Seltene Erden:  Myanmar ist Chinas Achillesferse und Trump hat sie im Visier</title>
		<link>https://www.news-research.net/2026/04/seltene-erden-myanmar-ist-chinas-achillesferse-und-trump-hat-sie-im-visier/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Institut für Seltene Erden und Metalle]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Apr 2026 13:46:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mitte März verhaftete Indiens Anti-Terrorpolizei den US-Bürger Matthew VanDyke sowie sechs Ukrainer. Die indischen Behörden werfen den Männern vor, illegal über Indien nach Myanmar eingereist zu sein und an der [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.news-research.net/2026/04/seltene-erden-myanmar-ist-chinas-achillesferse-und-trump-hat-sie-im-visier/" data-wpel-link="internal">Seltene Erden:  Myanmar ist Chinas Achillesferse und Trump hat sie im Visier</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.news-research.net" data-wpel-link="internal">News-Research</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text">Mitte März verhaftete Indiens Anti-Terrorpolizei den US-Bürger Matthew VanDyke sowie sechs Ukrainer. Die indischen Behörden werfen den Männern vor, illegal über Indien nach Myanmar eingereist zu sein und an der Einfuhr großer Mengen von Drohnen aus Europa beteiligt gewesen zu sein. Der entscheidende Hinweis kam aus Russland.</p>
<p>Es ist nicht das erste Mal, dass in Indien mutmaßliche Söldner wegen illegaler Aktivitäten in Zusammenhang mit Myanmar festgesetzt wurden. Bereits 2024 erwischte die Polizei im Bundesstaat Mizoram, das an Myanmar grenzt, einen hochrangigen ehemaligen Offizier der britischen Armee, der eine größere Menge an scharfer Munition im Gepäck dabei hatte. Mizorams Regierungschef Pu Lalduhoma erklärte daraufhin öffentlich, dass zahlreiche westliche Söldner den nordöstlichen Bundesstaat als Transitroute in das vom Bürgerkrieg gebeutelte Nachbarland nutzen. Darunter sind auffallend viele Ukrainer.</p>
<p>Die Welt blickt gebannt auf den Konflikt im Iran; in dessen Schatten spitzt sich jedoch ein weiteres geopolitisches Pulverfass zu: Myanmar. Dort gibt es zwar keine relevanten Erdölvorkommen, dennoch hat das Land Donald Trumps Interesse geweckt. Der US-Präsident dürfte nämlich an einem anderen Rohstoff in der ehemaligen britischen Kolonie interessiert sein: den <a href="https://ise-ag.com/de/wissen/seltene-erden-und-metalle" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Seltenen Erden</a>.</p>
<p><b>Myanmar </b><b>größte Quelle für Dysprosium und Terbium</b></p>
<p>China ist weltweit führend bei den Verhüttungs- und Trennungsprozessen von Seltenen Erden, weswegen die Welt bei diesen strategischen Rohstoffen und ihren nachgelagerten Produkten nahezu gänzlich von China abhängig ist. Doch auch Myanmar spielt eine herausragende Rolle, denn bei der Versorgung mit Rohmaterial hängt China von diesem Land ab. Das gilt ganz besonders für Dysprosium und Terbium, beides schwere Seltene Erden und wichtige Elemente für hitzeresistente Permanentmagneten. Dysprosium und Terbium sind im Gegensatz zu den leichten Seltenen Erden wie Cer oder Lanthan tatsächlich sehr selten.</p>
<p>Der globale Markt für <a href="https://ise-ag.com/de/terbium" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Terbium</a> und <a href="https://ise-ag.com/de/dysprosium" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Dysprosium</a> ist zwar sehr klein — er wird auf mehrere hundert Tonnen geschätzt. Aber diese Elemente sind essenziell in Schlüsseltechnologien: in Permanentmagneten sorgen sie dafür, daß diese ihre Magnetkraft auch bei hohen Temperaturen behalten. Terbium wird außerdem in Halbleitern, Sonarsystemen von U-Booten und hochentwickelten Waffensystemen verwendet. In Leuchtstoffen für TV-Bildschirme, Computermonitore und Smartphones sorgt es für eine lebendige grüne Farbe.</p>
<p>2023 baute China 255.000 Tonnen an Seltenerdoxid-Äquivalenten (rare-earth oxide/REO) ab. Das entsprichtfast drei Vierteln der weltweit abgebauten Menge. Diese gemischten Seltenerdoxide beinhalten jedoch vor allem Cer und Lanthan — zwei Elemente, die es im Überschuss und zu niedrigen Preisen gibt. Ein Kilogramm Lanthan ist daher schon für 80 Cent zu haben. Die schweren Seltenerd-Elemente sind in deutlich kleineren Anteilen vorhanden und entsprechend höher ist ihr <a href="https://ise-metal-quotes.com/l=de" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Preis</a>. Für ein Kilo Terbiumoxid 99,99% EXW EU musste in den vergangenen zwölf Monaten zwischen 2840,00 und 4330,00 Euro und für Dysprosium 99,5% EXW EU zwischen 650,00 und 1010,00 Euro hingelegt werden.</p>
<p><b>China lagert Umweltprobleme aus</b></p>
<p>Ein Indikator für die geförderte Menge der wertvolleren schweren Seltenen Erden ist der Abbau von Ionen-Adsorptionstonen (Ion-Adsorption-Clays). Sie enthalten deutlich höhere Anteile als  Bastnäsit, Monazit und Xenotim, den am häufigsten abgebauten Seltenerdmineralen. China unterscheidet daher den Abbau von leichten Seltenerdmineralen und von Ionadsorptionstonen. Deren Abbaumenge betrug 2023 laut Angaben von Chinas Industrieministerium 19.150 Tonnen.</p>
<p>Lange Zeit konnte China seinen Bedarf aus eigenen Vorkommen im Süden decken. Bei diesen Lagerstätten wird kein klassischer Bergbau betrieben, sondern das Material wird mittels In-situ-Leaching gewonnen. Das heißt, auf Anhöhen wird zunächst die gesamte Fläche entwaldet, um dann Löcher in den Hang zu bohren. In die Bohrungslöcher wird eine Laugungsflüssigkeit, meist Ammoniumsulfat, eingeleitet, um die Metalle herauszulösen. Unten am Hang wird die durchgesickerte türkisblaue Lösung für die Ausfällung in runden Becken aufgefangen. Anschließend wird daraus in Schmelzöfen ein Mischoxid gewonnen.</p>
<p>Zwar ist diese Methode weniger invasiv als eine gewöhnliche Bergbaugrube, sie birgt aber erheblich Umweltgefahren, etwa durch die Kontamination von Böden und Gewässern mit den Schwermetallen Arsen, Blei und Cadmium. Nachdem die chinesischen Lagerstätten einerseits erschöpft waren und die Regierung wegen der immer deutlicheren negativen Auswirkungen strengere Umweltauflagen eingeführt hat, verlagerte sich der Abbau ab 2010 zunehmend nach Myanmar. Dort sind nicht nur die Umweltauflagen schwach, sondern auch die Arbeitskräfte billig.</p>
<p>Nach Angaben von Chinas Zolldaten stammt aktuell über die Hälfte der chinesischen Importe Seltener Erden aus dem Nachbarland. Aus Myanmar importiert China ausschließlich Ion-Adsorptionstone, also schwere Seltene Erden. 2023 betrug die Importmenge 41.700 Tonnen, das heißt mehr als doppelt so viel wie der heimische Abbau im gleichen Jahr. Laut einer Auswertung des Institute for Strategy and Policy-Myanmar, einer thailändischen Denkfabrik, machten die Importe aus Myanmar zwischen 2017 und 2024 sogar zwei Drittel aus.</p>
<p><b>Trump erwägt Deal mit Widerstandskämpfern</b></p>
<p>Diese strategische Verwundbarkeit ist in Washington nicht unbemerkt geblieben. Ende Juli 2025, so berichtet Reuters, prüfte die US-Regierung in Gesprächen Zugang zu Myanmars Seltenen Erden zu erhalten und China von dieser wichtigen Quelle ganz oder teilweise abzuschneiden. Stehen die Aktivitäten von Söldner wie dem US-Amerikaner VanDyke und seinen ukrainischen Kollegen, die in Indien verhaftet wurden, damit etwa im Zusammenhang?</p>
<p>Seit dem Militärputsch 2021 tobt in Myanmar ein Bürgerkrieg. Die von China und Russland unterstützte Junta stürzte die gewählte Regierung der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi und beendete ein Jahrzehnt der zaghaften Öffnung und Demokratisierung. Seitdem liegt das Land im Demokratieindex weltweit an vorletzter Stelle, noch hinter Nordkorea.</p>
<p>Die Junta kontrolliert inzwischen nur noch die Region Rangun, Ayeyarwaddy und die Hauptstadt Naypyidaw. Die restlichen Landesteile sind von kriegerischen Auseinandersetzungen betroffen, in denen weit über 20 verschiedene Gruppen mit oder gegen die Militärjunta, teilweise aber auch gegeneinander kämpfen. Die Militärjunta ist international weitgehend isoliert. Russland gilt als wichtigster Verbündeter und Waffenlieferant, was die verstärkte Präsenz ukrainischer Staatsbürger erklären könnte.</p>
<p>Auch China ist ein wichtiger Partner der Militärjunta. Myanmar spielt außerdem für Chinas Infrastrukturprojekt der neuen Seidenstraße ein strategisch wichtige Rolle. Ein Schlüsselelement darin ist der China-Myanmar Wirtschaftskorridor, über den China auf dem kürzesten Weg zum Indischen Ozean gelangt. Von Bedeutung ist auch die China-Myanmar-Pipeline, über die China unter Umgehung der Malakka-Seestraße Öl und Gas importiert. Peking nimmt in dem Bürgerkriegskonflikt daher eine pragmatische Haltung ein, um einerseits die Pipeline nicht zu gefährden, andererseits den Zugang zu Myanmars Seltenen Erden nicht zu verlieren.</p>
<p>Zwischen 2021 und 2024 wurden Seltene Erden im Wert von rund 3,6 Milliarden US-Dollar nach China ausgeführt. Der Höhepunkt lag 2023 mit Exporten im Wert von etwa 1,4 Milliarden US-Dollar. Manche Beobachter vermuten hinter diesem Anstieg, dass China die kostbaren Metalle hortet. Zu diesem Zeitpunkt kontrollierten noch weitgehend die Militärjunta oder ihr treue Milizen die Bergbauaktivitäten, die sich im Kachin-Staat und in Teilen des Shan-Staates im Norden des Landes entlang der Grenze zu China konzentrieren.</p>
<p><b>Schwere Seltene Erden f</b><b>ö</b><b>rdern blutigen Konflikt </b></p>
<p>Im Oktober vergangenen Jahres änderte sich dort das Machtgefüge. Der bewaffnete Arm der Kachin Independent Organization eroberte das gesamte Abbaugebiet. Die Gruppe kontrolliert seitdem einen bedeutenden Teil der weltweiten Produktion an schweren Seltenen Erden. Kurzfristig führte dies zu einer Verknappung von Terbium und Dysprosium, was die Preise fast verdoppeln ließ. China sah sich gezwungen, die Geschäfte mit den Widerstandsmilizen fortzuführen. Ob staatliche Militärjunta oder ethnische Gruppen — der Abbau Seltener Erden fördert dort Menschenrechtsverletzungen und die Einnahmen sind eine bedeutende Finanzierungsquelle für die Konfliktparteien. Das heizt den Bürgerkrieg weiter an, der die gesamte Region destabilisiert, wie etwa den Nordosten Indiens, Laos oder den Norden Thailands.</p>
<p>Die Rolle der schweren Seltenen Erden in Myanmars Konflikt erinnert an Zentralafrika. Dort finanziert der Abbau von Tantal, Zinn, Wolfram und Gold im Grenzgebiet zwischen der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo), Ruanda, Burundi und Uganda die bewaffneten Konflikte. Doch während die als 3T zusammengefassten Rohstoffe zu den Konfliktmineralen zählen und ihr direkter Import in die USA und die EU untersagt ist, gilt dies für Terbium und Dysprosium nicht. Derzeit ist zwar China der alleinige Abnehmer der Seltenerderze aus Myanmar, doch wenn die USA einen Deal mit bewaffneten Gruppen über den Zugang zu Seltenen Erden machen sollten, wäre das ein langer Hebel, um die Abbaubedingungen zu verbessern.</p>
<p>Auch aufgrund der weiten Verbreitung von Permanentmagneten, die Terbium und Dysprosium enthalten, drängt sich die Frage auf, die Metalle zu Konfliktmineralien zu erklären. Sie sind in so gut wie allen Geräten mit einem Elektromotor zu finden: von Waschmaschinen über elektronisches Kinderspielzeug bis hin zu Robotern, Kampfjets und Windkraftanlagen.</p>
<p>Die illegalen Abbauaktivitäten haben sich seit dem Putsch 2021 rasant ausgebreitet. Mit Hilfe von Satellitenbildern hat das Stimson Center, ein US-Think Tank, mindestens 549 irreguläre Abbaustätten für Seltene Erden identifiziert. Menschenrechtsorganisationen schlagen Alarm. Laut Global Witness gibt es Berichte über Kinderarbeit im Bergbau. Die massive Verschmutzung durch den illegalen Abbau schwappt außerdem auch auf Myanmars Nachbarländer über. Die Flüsse Sai und Kok strömen nach Thailand, wo Gemeinden, die von Fischfang und Landbau leben, bereits stark betroffen sind. Ihre Lebensgrundlage ist durch Schwermetalle, die auf den Abbau Seltener Erden und anderer Metalle wie Gold im Nachbarland zurückzuführen sind, gefährdet. Illegale Abbauaktivitäten greifen auch nach Laos über. Auch hier sind es vor allem chinesische Unternehmen, die es auf Seltene Erden und Gold abgesehen haben.</p>
<p><b>Erste Verarbeitungskapazitäten außerhalb Chinas</b></p>
<p>Der Abbau und die Weiterverarbeitung von Seltenen Erden ist in China staatlich über strenge Förderquoten geregelt. Zuletzt hat Peking die Förderquoten spürbar erhöht, was die Rohstoffpreise gesenkt hat und für nachgelagerte Industrien von Vorteil ist, während die Seltenerdproduzenten Verluste einstecken müssen.</p>
<p>Die Seltenen Erden aus Myanmar werden in China von der China Rare Earth Group  (CREG) weiterverarbeitet. Es ist Chinas einzige Schmelzhütte für schwere Seltenen Erden, nachdem die anderen beiden Verhüttungsanlagen Xiamen Tungsten Group und Guangdong Rare Earth Industry Gorup von CREG übernommen wurden. Außerhalb Chinas gibt es keine nennenswerten Verarbeitungs- und Trennungskapazitäten für schwere Seltene Erden.</p>
<p>Erste Schritte in diese Richtung macht das australische Unternehmen Lynas Rare Earths. Mitte  2025 soll dessen Anlage in Malaysien erfolgreich Dysprosium- und Terbiumoxide hergestellt haben.  Im März diesen Jahres gelang der Firma die Produktion von Samariumoxid. Samarium ist ein Schlüsselrohstoff für militärische Anwendungen. Lynas ist somit das erste Unternehmen außerhalb Chinas, das schwere Seltene Erden herstellt. Das Unternehmen machte jedoch keine Angaben zu den Mengen.</p>
<p>In den nächsten zwei Jahren will Lynas die Produktpalette um Gadolinium, das als Kontrastmittel für die MRT-Bildgebung verwendet wird, Yttrium für Farbbildschirme, Laser und Hochtemperaturlegierungen sowie Lutetium für Krebstherapien, und Hochleistungsmaterialien erweitern. Die Produktion wird durch die Erweiterung seiner malaysischen Anlage gewährleistet, die  eine jährliche Verarbeitungskapazität von bis zu 5.000 Tonnen an Rohmaterial betragen soll. Das Rohmaterial stammt von Lynas australischem Bergwerk Mount Weld. Geplant ist auch die Erschließung neuer Quellen wie Ionen-Adsorptionstonen in Malaysien.</p>
<p>Auch das kanadische Unternehmen Neo Performance Materials ist im Rennen um die schweren Seltenen Erden dabei. Am Freitag gab die Firma bekannt, an seinem estnischen Standort Silmet die erste Charge der schweren Seltenerdelemente Dysprosium und Terbium hergestellt zu haben. Neo hat einen Vertrag mit dem US-amerikanischen Unternehmen Energy Fuels Resources über die Lieferung von Rohmaterial in Form von gemischtem Seltenerdcarbonat unterzeichnet. Die erste Lieferung erfolgte im Juli 2021.</p>
<p><b>Radioaktive Rückstände belasten Amerikas Ureinwohner</b></p>
<p>Energy Fuels betreibt in Utah die einzige derzeit aktive Urananreichungsanlage der Vereinigten Staaten. Seit einigen Jahren verarbeitet das Unternehmen auch Seltene Erden aus Monazit, das im US-Bundesstaat Georgia vom Chemiekonzern Chemours abgebaut wird. Monazit ist aber auch sehr reichhaltig an radioaktivem Thorium, das bei der Verarbeitung anfällt. Diese Rückstände sind schwach radioaktiv und sehr langlebig; die Lagerung mit Umwelt- und Gesundheitsrisiken verbunden und kostspielig.</p>
<p>An der Abhängigkeit von China bei schweren Seltenen Erden wird sich in naher Zukunft nicht viel ändern. Selbst wenn Trump einen sehr unwahrscheinlichen Deal mit Myanmars Milizen machen sollte. Bis ausreichende Verarbeitungskapazitäten in Malaysien, den USA und Europa aufgebaut sind, werden noch einige Jahre vergehen und die Standorte außerhalb Chinas ihre Wirtschaftlichkeit beweisen müssen. Und dann bleibt auch noch das Problem mit den radioaktiven Rückständen, an denen allen voran Amerikas Ureinwohner in Utah zu leiden haben, deren Reservat an Energy Fuels’ Raffinerie White Mesa Mill grenzt.</p>
<p><a href="https://ise-ag.com/de" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">ISE AG</a> &#8211; April 2026</p>
<p>Arndt Uhlendorff</p></div>
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		<item>
		<title>The EU and Electromobility: : An unfinished drama</title>
		<link>https://www.news-research.net/2026/02/the-eu-and-electromobility-an-unfinished-drama/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Institut für Seltene Erden und Metalle]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Feb 2026 11:07:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[automotive industry]]></category>
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		<category><![CDATA[sustainability]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Europe’s indecisiveness on electromobility does not give its automotive industry any competitive advantage. What truly matters is access to raw materials—on which the energy transition equally depends. Control over these [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.news-research.net/2026/02/the-eu-and-electromobility-an-unfinished-drama/" data-wpel-link="internal">The EU and Electromobility: : An unfinished drama</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.news-research.net" data-wpel-link="internal">News-Research</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text">Europe’s indecisiveness on electromobility does not give its automotive industry any competitive advantage. What truly matters is access to raw materials—on which the energy transition equally depends. Control over these resources still lies far away: in China.</p>
<p>The global pioneer in electromobility is, of all countries, one that relies heavily on oil and gas revenues: Norway. But this is not the only peculiarity in automotive policy. In 2023, the EU effectively decided to phase out internal combustion engine vehicles by 2035—only to partially reverse course 19 months later under pressure from the automotive industry, together with Germany, Italy, and several Eastern European member states.</p>
<p>This is striking because maintaining parallel combustion and electric platforms increases costs for manufacturers. That hardly constitutes a competitive advantage over Chinese competitors. Moreover, the political U-turn undermines the predictable regulatory framework that industry and investors require for planning certainty. This is especially true for the automotive industry, which operates on long development cycles of up to 15 years.</p>
<p>But a more fundamental question arises: Is a one-hundred-percent transition to electromobility even possible? Theoretically yes, according to artificial intelligence. In practice, however, the answer currently appears rather negative—especially when considering the supply of necessary raw materials and clean electricity.</p>
<p><b>Toothless EU Raw Materials Policy</b></p>
<p>At the beginning of February, the European Court of Auditors published a report examining the EU’s raw materials policy. In 2023, the EU adopted the <a href="https://ise-ag.swiss/index.php/en/knowledge/critical-strategic-metals" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Critical Raw Materials</a> Act outlining numerous measures intended to reduce its overwhelming dependence on China and a few other countries for materials such as <a href="https://ise-ag.swiss/index.php/en/lithium-en" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">lithium</a>, <a href="https://ise-ag.swiss/index.php/en/cobalt-en" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">cobalt</a>, <a href="https://ise-ag.swiss/index.php/en/nickel-en" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">nickel</a>, and <a href="https://ise-ag.swiss/index.php/en/knowledge/rare-earths" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">rare earth elements</a>. “Toothless and lacking a coherent plan” was the damning verdict of the auditors regarding Europe’s raw materials strategy.</p>
<p>The World Bank forecasts that the green transition will increase raw material demand fivefold by 2050. Based on 2020 levels, the European Commission estimates that demand for lithium will increase eighteenfold by 2030, while demand for cobalt will increase fivefold. Yet three-quarters of the EU’s raw material needs are imported.</p>
<p><b>Heavy Losses Due to Shortages of Rare Earths</b></p>
<p>Nevertheless, governments have failed to materially back up their ambitious climate targets. If China chooses to do so, it can simply throttle European industry—as demonstrated by export restrictions on<a href="https://ise-ag.swiss/index.php/en/knowledge/rare-earths" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external"> rare earths </a>(permanent magnets), <a href="https://ise-ag.swiss/index.php/en/gallium-en" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">gallium</a> and <a href="https://ise-ag.swiss/index.php/en/germanium-en" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">germanium </a>(used in computer chips) over the past two years.</p>
<p>Thomas Krümmer, a rare earth expert and author of the “Rare Earths Observer,” estimates that the direct and indirect economic losses resulting from China’s rare earth restrictions amount to at least ten percent of global economic output. This has been known since 2010, when China first tightened the screws and triggered the first rare earth crisis—an event that led to the founding of the Institute for Rare Earths and Metals.</p>
<p><b>Up to 240 Terawatt Hours More Electricity Required</b></p>
<p>What about the supply of clean electricity? In 2024, 260 million cars were on EU roads. Only three percent—about eight million vehicles—were purely electric. They consume around 16 terawatt hours (TWh) of electricity per year. Total electricity consumption in the EU-27 amounted to 2,732 TWh, of which about 1,000 TWh (40 percent) came from renewable energy sources.</p>
<p>A study by Fraunhofer ISI and the auditing firm PwC forecasts that by 2040, the share of electric vehicles will rise to 30 percent, requiring approximately 240 TWh of additional electricity. To generate this additional power from clean sources, about 120 to 160 gigawatts (GW) of new wind and solar capacity would need to be installed.</p>
<p>However, transport is not the only sector being electrified. Energy-intensive industries, residential heating systems (heat pumps), and data centers are also significantly increasing electricity demand. Overall consumption could rise by 30 to 50 percent—equivalent to an additional 800 to 1,350 TWh. To cover this entirely with renewables, between 470 and 790 GW of new renewable generation capacity would have to be installed over the next 15 years.</p>
<p><b>The Bottleneck: Grid Expansion</b></p>
<p>In 2025, according to initial estimates, 85 GW of new wind and solar capacity were added in the EU. If expansion continues at this pace, the EU could realistically achieve its targets.</p>
<p>But solar panels and wind turbines are not the only prerequisites for the green transition. Expanding grid infrastructure, storage capacity, and implementing intelligent control systems are essential to ensure that green electricity reaches where it is required and to guarantee supply security. The expansion of cross-border interconnections also plays a crucial role. The large-scale blackout in Spain—a frontrunner in renewable electricity generation—illustrates the severe consequences of delayed domestic and cross-border grid expansion.</p>
<p><b>More Raw Material Demand for Power Infrastructure</b></p>
<p>The investments required for electricity grids in the EU amount to €1.1 trillion by 2040, equivalent to €74 billion per year. Translated into material terms, this means vast quantities of steel and thousands of kilometers of copper cables. The massive expansion of wind turbines and solar panels requires large quantities of critical raw materials such as rare earths, silicon<a href="https://ise-ag.swiss/index.php/en/indium-en" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">, indium</a>, and <a href="https://ise-ag.swiss/index.php/en/selenium" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">selenium</a>, while battery storage depends on <a href="https://ise-ag.swiss/index.php/en/lithium-en" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">lithium</a>, graphite, <a href="https://ise-ag.swiss/index.php/en/cobalt-en" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">cobalt</a>, and<a href="https://ise-ag.swiss/index.php/en/nickel-en" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external"> nickel</a>.</p>
<p>The argument thus comes full circle, returning to the EU’s dependency on raw materials and the auditors’ damning conclusion: “No solid strategy.” It therefore remains unclear how the EU intends to accomplish not only the transport transition but also the broader energy transition without securing the necessary raw materials. Perhaps the wavering course on the combustion engine phase-out reflects a quiet suspicion within political circles that the EU may no longer be able to catch up in the global race for critical minerals.</p>
<p>February 2026 – Arndt Uhlendorff<br />
for the Institute for Rare Earths and Metals AG</div>
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<div>Über die Institut f&uuml;r Seltene Erden und Metalle AG</div>
<p>Seit 2011 steht das Institut f&uuml;r Seltene Erden und Strategische Metalle f&uuml;r Kompetenz, Transparenz und Innovation im internationalen Metallmarkt. Als unabh&auml;ngiges Analyse- und Bewertungsinstitut ermitteln wir verl&auml;ssliche Marktpreise f&uuml;r seltene Erden, Basismetalle, Minormetalle, exotische Metalle und stabile Isotope.</p>
<p>Auf Grundlage unserer umfangreichen Datenbank erstellen wir professionelle Bewertungen und Bank-Audits und unterst&uuml;tzen unsere Kunden mit fundierten Analysen auf h&ouml;chstem technischen Niveau. Dar&uuml;ber hinaus organisieren wir den sicheren Transport, die Lagerung und Versicherung hochreiner Metalle.</p>
<p>Mit unserer seit 2018 betriebenen Handelsplattform schaffen wir einen direkten Zugang zu einem exklusiven Marktsegment und begleiten Unternehmen wie Investoren bei der erfolgreichen Monetarisierung ihrer werthaltigen Metallbest&auml;nde.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.news-research.net/2026/02/the-eu-and-electromobility-an-unfinished-drama/" data-wpel-link="internal">The EU and Electromobility: : An unfinished drama</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.news-research.net" data-wpel-link="internal">News-Research</a>.</p>
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		<title>Die EU und Elektromobilität: Ein nicht zu Ende gedachtes Drama</title>
		<link>https://www.news-research.net/2026/02/die-eu-und-elektromobilitt-ein-nicht-zu-ende-gedachtes-drama/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Institut für Seltene Erden und Metalle]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Feb 2026 14:44:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fahrzeugbau / Automotive]]></category>
		<category><![CDATA[Autoindustrie]]></category>
		<category><![CDATA[E-Mobilität]]></category>
		<category><![CDATA[Elektromobilitätsstrategie]]></category>
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		<category><![CDATA[rohstoffe]]></category>
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		<category><![CDATA[Strombedarf]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Europas Unentschlossenheit bei der Elektromobilität bringt der Autoindustrie keinen Wettbewerbsvorteil. Entscheidend ist der Zugang zu Rohstoffen, an denen auch die Energiewende hängt. Die Kontrolle über sie liegt nach wie vor [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.news-research.net/2026/02/die-eu-und-elektromobilitt-ein-nicht-zu-ende-gedachtes-drama/" data-wpel-link="internal">Die EU und Elektromobilität: Ein nicht zu Ende gedachtes Drama</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.news-research.net" data-wpel-link="internal">News-Research</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text">Europas Unentschlossenheit bei der Elektromobilität bringt der Autoindustrie keinen Wettbewerbsvorteil. Entscheidend ist der Zugang zu Rohstoffen, an denen auch die Energiewende hängt. Die Kontrolle über sie liegt nach wie vor in weiter Ferne: in China.</p>
<p>Globaler Vorreiter bei der Elektromobilität ist ausgerechnet ein Land, das vom Öl- und Gasgeschäft lebt: Norwegen. Doch das ist nicht die einzige Kuriosität in Sachen Autopolitik. 2023 beschloss die EU de facto das Aus für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor ab 2035, um nach nur 19 Monaten einen Salto rückwärts zu springen. Auf Druck der Autoindustriegemeinsam mit Deutschland, Italien und den osteuropäischen Mitgliedsländern.</p>
<p>Das ist insofern kurios, weil das Festhalten am Verbrennungsmotor bei Herstellern zu höheren Kosten führt, wenn Verbrenner- und Elektro-Plattformen parallel betrieben werden müssen.Nach einem Wettbewerbsvorteil gegenüber chinesischen Mitbewerbern klingt das nicht. Die politische Kehrtwende ist außerdem das Gegenteil einer für Industrie und Investoren so wichtigen klaren Politik, die für Planungssicherheit sorgt. Für die Autoindustrie, die in langen Zyklen von bis zu 15 Jahren plant, gilt das ganz besonders.</p>
<p>Es stellt sich aber noch eine ganz andere, grundsätzliche Frage: ist ein hundertprozentiger Umstieg auf Elektromobilität überhaupt möglich? Theoretisch ja, laut Künstlicher Intelligenz. Doch in der Praxis fällt die Antwort derzeit eher negativ aus, betrachtet man die Versorgung mit den dafür notwendigen Rohstoffen und mit sauberem Strom.</p>
<p><b>Zahnlose Rohstoffpolitik der EU</b></p>
<p>Anfang Februar veröffentlichte der Europäische Rechnungshof einen Bericht, in dem er die EU-Rohstoffpolitik unter die Lupe nahm. 2023 verabschiedete die EU ein Gesetz über kritische Rohstoffe, in dem allerlei Massnahmen festgelegt sind, mit dem Ziel, die übergroße Abhängigkeit von China und wenigen anderen Ländern bei Rohstoffen wie <a href="https://ise-ag.swiss/index.php/de/lithium" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Lithium</a>, Kobalt, Nickel oder <a href="https://ise-ag.swiss/index.php/de/wissen/seltene-erden-und-metalle" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Seltenen Erden</a> zu überwinden. Zahn- und planlos lautete das vernichtende Urteil der Rechnungshofprüfer über Europas Rohstoffstrategie.</p>
<p>Die Weltbank prognostiziert, dass sich durch die grüne Wende der Bedarf an Rohstoffen bis 2050 verfünffachen wird. Ausgehend von 2020 rechnet die EU-Kommission, dass der Bedarf etwa an Lithium bis 2030 um das 18-Fache und der von Kobalt um das Fünffache ansteigen wird. Drei Viertel des Rohstoffbedarfs wird von den EU-Ländern jedoch importiert.</p>
<p><b>Hohe Verluste wegen Mangel an Seltenen Erden  </b></p>
<p>Trotzdem haben es die Regierungen versäumt, ihre vollmundigen Ankündigungen bei den Klimazielen auch materiell abzusichern. Wenn China will, dann würgt es einfach die europäische Industrie ab. Und es will, wie die Exportbeschränkungen auf Seltene Erden (Permanentmagneten), Gallium und Germanium (Computerchips) in den vergangenen zwei Jahren gezeigt haben.</p>
<p>Thomas Krümmer, Experte für Seltene Erden und Autor des „Rare Earths Observer“ schätzt die direkten und indirekten wirtschaftlichen Einbußen durch Chinas Restriktionen bei <a href="https://ise-ag.swiss/index.php/de/wissen/seltene-erden-und-metalle" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Seltenen Erden</a> auf mindestens zehn Prozent der globalen Wirtschaftskraft. All das ist eigentlich schon seit 2010 bekannt, als China zum ersten Mal die Daumenschrauben anzog und die erste Seltenerdkrise auslöste — was übrigens zur Gründung des Instituts für Seltene Erden geführt hat.</p>
<p><b>Bis zu 240 Terrawattstunden mehr Strom nötig</b></p>
<p>Und wie sieht es bei der Versorgung mit sauberen Strom aus? 2024 waren 260 Millionen Autos auf den Straßen in der EU unterwegs. Davon sind nur drei Prozent rein elektrisch betrieben, was acht Millionen entspricht. Sie verbrauchen rund 16 Terawattstunden (TWh) Strom im Jahr. Der gesamte Stromverbrauch der EU-27 lag bei 2732 TWh. Etwa 1000 TWh oder 40 Prozent des Stroms kamen dabei aus erneuerbaren Energiequellen.</p>
<p>Eine Studie des Fraunhofer ISI und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC sagen bis 2040 einen Anstieg des Anteils von E-Autos auf 30 Prozent voraus, was einem zusätzlichen Strombedarf von ungefähr 240 TWh entsprechen würde. Um diesen zusätzlichen Strom mit sauberen Energien zu erzeugen, müssen etwa 120 bis 160 Gigawatt (GW) an neuer Wind- und Solarkapazität installiert werden.</p>
<p>Allerdings wird nicht nur der Verkehr elektrifiziert, sondern auch energieintensive Industrien, Heizsysteme für Wohnraum (Wärmepumpen) und nicht zuletzt sorgen Datenzentren für eine massive Erhöhung des Strombedarfs, der sich also insgesamt um 30 bis 50 Prozent erhöhen könnte. Das wären dann bereits 800 bis 1350 TWh mehr als heute. Um diesen zusätzlichen Strombedarf mit Erneuerbaren zu decken, müssten in den kommenden 15 Jahren 470 bis 790 GW an erneuerbaren Stromkapazitäten installiert werden.</p>
<p><b>Nadelöhr Netzausbau</b></p>
<p>2025 wurden in der EU laut ersten Schätzungen 85 GW an neuen Wind- und Solarkapazität zugebaut. Setzt sich der Ausbau in diesem Rhythmus fort, könnte die EU ihre Ziele realistisch erreichen.</p>
<p>Aber Solarpaneele und Windräder sind nicht die einzige Bedingung für die grüne Energiewende. Der Ausbau der Netzinfrastruktur, von Speicherkapazitäten und die Implementierung intelligenter Steuerungssysteme sind weitere wichtige Pfeiler, damit der erzeugte grüne Strom dort ankommt, wo er gebraucht wird und um Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Auch der Ausbau grenzüberschreitender Kapazitäten spielt eine wichtige Rolle. Der massive Blackout in Spanien, Vorreiterland bei der erneuerbaren Stromerzeugung, veranschaulicht aber auch, welche schwerwiegenden Folgen ein schleppender Ausbau der heimischen und grenzüberschreitenden Netzinfrastruktur haben kann.</p>
<p><b>Mehr Rohstoffbedarf für Strominfrastruktur</b></p>
<p>Die benötigten Investitionen in die Stromnetze in der EU belaufen sich bis 2040 auf 1,1 Billionen Euro, was jährlich 74 Milliarden Euro entspricht. Das wiederum bedeutet ins Stoffliche übersetzt viele Tonnen Stahl und tausende Kilometer an Kupferkabeln. Für den massiven Ausbau mit Windrädern und Solarpanelen sind massive Mengen an kritischen Rohstoffen wie Seltene Erden, Silizium, Indium oder Selen nötig und für Batteriespeicher Lithium, Graphit, Kobalt und Nickel.</p>
<p>Hier schließt sich wieder der Kreis und wir landen beim Thema Rohstoffabhängigkeit der EU und  dem vernichtenden Rechnungshofurteil: „Keine solide Strategie“. Es bleibt also offen, wie die EU neben der Verkehrswende auch die Energiewende schaffen will, wenn sie die dafür benötigten Rohstoffe nicht sichern kann. Vielleicht steht hinter dem Schlingerkurs beim Verbrenner-Aus, die leise Vermutung der Politik, dass die EU den Abstand im Wettlauf um kritische Mineralien wohl nicht mehr aufholen wird können.</p>
<p><i>Februar 2026 – Arndt Uhlendorff für </i></p>
<p><a href="https://ise-ag.swiss/index.php/de/" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external"><i>Institut für seltene Erden und Metalle AG</i></a></div>
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<p>Seit 2011 steht das Institut f&uuml;r Seltene Erden und Strategische Metalle f&uuml;r Kompetenz, Transparenz und Innovation im internationalen Metallmarkt. Als unabh&auml;ngiges Analyse- und Bewertungsinstitut ermitteln wir verl&auml;ssliche Marktpreise f&uuml;r seltene Erden, Basismetalle, Minormetalle, exotische Metalle und stabile Isotope.</p>
<p>Auf Grundlage unserer umfangreichen Datenbank erstellen wir professionelle Bewertungen und Bank-Audits und unterst&uuml;tzen unsere Kunden mit fundierten Analysen auf h&ouml;chstem technischen Niveau. Dar&uuml;ber hinaus organisieren wir den sicheren Transport, die Lagerung und Versicherung hochreiner Metalle.</p>
<p>Mit unserer seit 2018 betriebenen Handelsplattform schaffen wir einen direkten Zugang zu einem exklusiven Marktsegment und begleiten Unternehmen wie Investoren bei der erfolgreichen Monetarisierung ihrer werthaltigen Metallbest&auml;nde.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>ISE AG eröffnet neues Hochsicherheitslager für Metall- und Edelmetall-Logistik in Embrach</title>
		<link>https://www.news-research.net/2025/11/ise-ag-erffnet-neues-hochsicherheitslager-fr-metall-und-edelmetall-logistik-in-embrach/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Institut für Seltene Erden und Metalle]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Nov 2025 10:07:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Logistik]]></category>
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		<category><![CDATA[Embrach]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die ISE AG, Spezialistin für Metall- und Edelmetall-Logistik, Analytik und Bewertung, hat in Embrach bei Zürich ein weiteres offenes Freilager an einem neuen, modernen Standort bezogen. Der neue Lagerkomplex liegt nur rund 100 Meter von [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.news-research.net/2025/11/ise-ag-erffnet-neues-hochsicherheitslager-fr-metall-und-edelmetall-logistik-in-embrach/" data-wpel-link="internal">ISE AG eröffnet neues Hochsicherheitslager für Metall- und Edelmetall-Logistik in Embrach</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.news-research.net" data-wpel-link="internal">News-Research</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text">Die <b>ISE AG</b>, Spezialistin für Metall- und Edelmetall-Logistik, Analytik und Bewertung, hat in <b>Embrach bei Zürich</b> ein weiteres <b>offenes Freilager</b> an einem neuen, modernen Standort bezogen. Der neue Lagerkomplex liegt nur rund 100 Meter von den bisherigen Standorten entfernt und setzt neue Maßstäbe in <b>Sicherheit, Effizienz und Funktionalität</b>.</p>
<p>Während ab Anfang 2026 nur noch sehr wenige Lagerflächen in Embrach für feine metallische Pulver zugelassen sind, wurde das neue <b>ISE-Lager speziell für die Lagerung solcher feinen metallischen Pulver konzipiert</b>. Damit reagiert die ISE AG auf den steigenden Bedarf nach spezialisierten Lagerlösungen in diesem sensiblen Bereich.</p>
<p>Das neue Lager bietet <b>flexible Lagerlösungen</b> für Metalle und Edelmetalle in <b>offenen wie geschlossenen Bereichen</b>. Die geschlossenen Zolllager sind <b>GRASP-zertifiziert</b> und unterliegen der direkten Überwachung durch die <b>Schweizer Zollbehörden</b>, während die offenen Zolllager von der <b>ISE AG in Kooperation mit der Trans Sped AG</b> verwaltet werden.<br />
Ausgestattet mit modernster <b>Alarm- und Videoüberwachung</b> sowie in unmittelbarer Nähe zu <b>Zoll- und Polizeigebäuden (nur 50 Meter entfernt)</b>, erfüllt das Lager höchste Sicherheitsanforderungen.</p>
<p>„Mit dem neuen Lagerstandort in Embrach bieten wir unseren Kunden nicht nur ein Plus an Sicherheit, sondern auch eine optimale Logistiklösung für den globalen Versand“, erklärt <b>Arndt Uhlendorff</b>, CEO und Verwaltungsrat der ISE AG. „Die verkehrsgünstige Lage – nur acht Kilometer vom Flughafen Zürich-Kloten entfernt – ermöglicht schnelle Transporte und effiziente Abläufe.“</p>
<p>Neben der Lagerung erweitert die ISE AG mit dem neuen Standort auch ihr <b>Serviceangebot</b>: Dazu gehören weltweite <b>Transport- und Zollabwicklung</b>, <b>Inspektionen</b> sowie die <b>Aufbereitung metallischer Pulver</b>. Die <b>Safekeeping Receipts</b> werden direkt durch die ISE AG ausgestellt und gewährleisten eine <b>lückenlose, sichere Dokumentation</b> der gelagerten Waren.</p>
<p><b>Neue Liefer- und Abholadresse ab sofort:</b><br />
ISE AG / TRANS SPED AG<br />
Lochackerstrasse 4/6<br />
8424 Embrach, Schweiz</p>
<p><a href="https://ise-ag.swiss/images/Downloads/ISE%20Flyer_Warehouse_Embrach%20-DE.pdf" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">ISE Freezone storage Information (dem Link folgen)</a></p>
<p>Mit dem neuen Hochsicherheitslager unterstreicht die ISE AG ihre Position als <b>verlässlicher Partner für die langfristige Werterhaltung und sichere Lagerung von Metallen und Edelmetallen</b>.</p>
<p>Für weitere Informationen steht das Team der ISE AG unter <b>info@ise-ag.com</b> oder telefonisch unter <b>+41 41 5 11 11 20</b> zur Verfügung.</p>
<p>ISE AG – Luzern 18 Nov 2025</p></div>
<div class="pb-boilerplate">
<div>Über die Institut f&uuml;r Seltene Erden und Metalle AG</div>
<p>Seit 2011 steht das Institut f&uuml;r Seltene Erden und Strategische Metalle f&uuml;r Kompetenz, Transparenz und Innovation im internationalen Metallmarkt. Als unabh&auml;ngiges Analyse- und Bewertungsinstitut ermitteln wir verl&auml;ssliche Marktpreise f&uuml;r seltene Erden, Basismetalle, Minormetalle, exotische Metalle und stabile Isotope.</p>
<p>Auf Grundlage unserer umfangreichen Datenbank erstellen wir professionelle Bewertungen und Bank-Audits und unterst&uuml;tzen unsere Kunden mit fundierten Analysen auf h&ouml;chstem technischen Niveau. Dar&uuml;ber hinaus organisieren wir den sicheren Transport, die Lagerung und Versicherung hochreiner Metalle.</p>
<p>Mit unserer seit 2018 betriebenen Handelsplattform schaffen wir einen direkten Zugang zu einem exklusiven Marktsegment und begleiten Unternehmen wie Investoren bei der erfolgreichen Monetarisierung ihrer werthaltigen Metallbest&auml;nde.</p>
<p>https://ise-ag.swiss/index.php/de/</p>
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<div>Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:</div>
<p>Institut f&uuml;r Seltene Erden und Metalle AG<br />
Furrengasse 21<br />
CH6004 Luzern<br />
Telefon: +41 41 5 11 11 20<br />
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<div>Ansprechpartner:</div>
<div class="pb-contact-item">Arndt Uhlendorff<br />
CEO<br />
Telefon: +41 41 511 11 20<br />
E-Mail: &#097;&#046;&#117;&#104;&#108;&#101;&#110;&#100;&#111;&#114;&#102;&#102;&#064;&#105;&#115;&#101;&#045;&#097;&#103;&#046;&#099;&#111;&#109;
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<div>Weiterführende Links</div>
<ul>
<li>
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                    </li>
<li>
                        <a href="https://www.pressebox.de/newsroom/institut-fuer-seltene-erden-und-metalle-e-v" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">Alle Stories der Institut f&uuml;r Seltene Erden und Metalle AG</a>
                    </li>
</ul></div>
<div class="pb-disclaimer">Für die oben stehende Story ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.
            </div>
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			</item>
		<item>
		<title>Metallpreise als Indikator für politische Veränderungen weltweit</title>
		<link>https://www.news-research.net/2025/11/metallpreise-als-indikator-fr-politische-vernderungen-weltweit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Institut für Seltene Erden und Metalle]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Nov 2025 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Energie- / Umwelttechnik]]></category>
		<category><![CDATA[batteriemetalle]]></category>
		<category><![CDATA[edelmetalle]]></category>
		<category><![CDATA[Geopolitische Spannungen]]></category>
		<category><![CDATA[gold]]></category>
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		<category><![CDATA[Nachhaltigkeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Rohstoffpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[schwankungen]]></category>
		<category><![CDATA[seltene erden]]></category>
		<category><![CDATA[Technologieanalyse]]></category>
		<category><![CDATA[Weltmarkt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Arndt Uhlendorff, CEO der Institute for Rare Earths and Metals AG, erklärt, warum es so wichtig ist, die Schwankungen der Metallpreise zu verfolgen und zu analysieren. Durch die Beobachtung von [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.news-research.net/2025/11/metallpreise-als-indikator-fr-politische-vernderungen-weltweit/" data-wpel-link="internal">Metallpreise als Indikator für politische Veränderungen weltweit</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.news-research.net" data-wpel-link="internal">News-Research</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text"><b>Arndt Uhlendorff, CEO der Institute for Rare Earths and Metals AG, erklärt, warum es so wichtig ist, die Schwankungen der Metallpreise zu verfolgen und zu analysieren.</b></p>
<p><b>Durch die Beobachtung von Schwankungen der Metallpreise und das Verständnis von Mustern, die sich über Jahrzehnte und Jahrhunderte hinweg etabliert haben, können wir Einblicke in globale Ereignisse gewinnen, zukünftige Entwicklungen abschätzen und fundierte Entscheidungen treffen – ob man kaufen, verkaufen oder den richtigen Preis bestimmen sollte.</b></p>
<p>Metallpreise sind in Zeiten erwarteter oder anhaltender militärischer Konflikte äußerst volatil. Diese Schwankungen resultieren aus einer Kombination wirtschaftlicher, geopolitischer und psychologischer Faktoren.</p>
<p>Gold spielt in Phasen wirtschaftlicher Instabilität oder geopolitischer Spannungen eine entscheidende Rolle. Staaten erhöhen oft ihre Goldreserven, da es als „sicherer Hafen“ gilt. Gold ist nicht an Finanzsysteme wie SWIFT gebunden, was Ländern ermöglicht, internationale Sanktionen zu umgehen. In Kriegszeiten oder während großer Konflikte kann Gold zum Bezahlen importierter Waffen, Lebensmittel und anderer lebenswichtiger Güter verwendet werden.</p>
<p>Während der Weltkriege erweiterten viele Länder ihre Goldreserven, da sie erkannten, dass ihre Währungen an Wert verlieren könnten. So stützten sich etwa Deutschland und die Vereinigten Staaten während des Ersten und Zweiten Weltkriegs stark auf Gold, um Rohstoffe zu erwerben.</p>
<p>In den letzten Jahren haben Länder wie Russland, China und Indien ihre Goldreserven deutlich ausgebaut. Dieser Schritt steht im Zusammenhang mit der Diversifizierung ihrer Reserven und der Vorbereitung auf mögliche wirtschaftliche Turbulenzen.</p>
<p>Während globaler Krisen – etwa der COVID-19-Pandemie oder zunehmender geopolitischer Spannungen – erreichten die Goldpreise Rekordhöhen und bestätigten damit erneut den Status des Edelmetalls als „sicherer Hafen“. Die Beobachtung der Goldpreise kann daher ein wichtiger Indikator zur Vorhersage geopolitischer Verschiebungen sowie der Preisentwicklung anderer Metalle und Metallprodukte sein.</p>
<p>Beispielsweise führten die nach dem Ausbruch des Krieges zwischen Russland und der Ukraine im Jahr 2022 verhängten Sanktionen gegen Russland zu einem starken Anstieg der Palladium- und Nickelpreise, da Russland zu den größten Produzenten dieser Metalle gehört.</p>
<p><b>Der Anstieg der Golddradpreise als Beispiel für eine Reaktion auf die Einführung und aktive Entwicklung von Technologien der künstlichen Intelligenz (KI)</b></p>
<p>Der <b>starke Anstieg des Golddrahtpreises im Jahr 2023</b> zeigt deutlich, wie <b>technologische Innovationen</b> – insbesondere die Entwicklung von <b>Künstlicher Intelligenz (KI)</b> – die <b>Nachfrage nach bestimmten Metallprodukten</b>, die in <b>Mikroelektronik und Halbleitern</b> verwendet werden, antreiben können.</p>
<p>Die Preise für <b>Golddraht</b> blieben bis 2023 mit etwa <b>300 € pro 10 cm</b> relativ stabil. Doch die <b>großflächige Produktion von Chips und Hochleistungsrechnersystemen</b>, in denen Gold beispielsweise in <b>Leitern und Mikroschaltkreisen</b> zum Einsatz kommt, führte zu einem <b>deutlichen Preisanstieg</b>, der sich schließlich bei rund <b>400 € pro 10 cm</b> einpendelte.</p>
<p><b>Der Einfluss der KI-Entwicklung auf die Golddrahtpreise</b></p>
<p>Ein weiteres Beispiel für politische Maßnahmen, die den <b>Weltmarkt stark beeinflussen</b>, ist der <b>massive Preisanstieg von Gallium, Germanium und Antimon</b> im Sommer des vergangenen Jahres. Dieser fiel zeitlich mit <b>Chinas Ankündigung von Exportbeschränkungen</b> für <b>seltene Metalle</b> wie Gallium und Germanium zusammen – Rohstoffe, die für die <b>US-amerikanische Mikroelektronikproduktion</b> unverzichtbar sind.<br />
Diese Maßnahmen waren eine <b>Reaktion auf US-Sanktionen</b>, die darauf abzielten, <b>Chinas Mikroelektronikindustrie auszubremsen</b>.</p>
<p>Das <b>US-Verbot</b>, Spitzentechnologien und Chips der nächsten Generation nach China zu exportieren, <b>warf Chinas Entwicklung im Bereich der Künstlichen Intelligenz</b>, einschließlich <b>militärischer KI-Anwendungen</b>, <b>um mehrere Jahre zurück</b>.<br />
Da <b>China über mehr als 80 % der weltweiten Germaniumproduktion</b> verfügt und die <b>US-Regierung kaum Galliumreserven</b> besitzt, hatten diese Schritte <b>weitreichende wirtschaftliche Folgen</b>.</p>
<p>Nach der <b>Verschärfung der Exportbeschränkungen</b> stellte China den <b>Export von Gallium und Germanium in die USA nahezu vollständig ein</b>, was zu einem <b>drastischen Preisanstieg</b> führte:</p>
<ul class="bbcode_list">
<li><b>Galliumpreise</b> stiegen um <b>80 %</b>,</li>
<li><b>Germaniumpreise</b> verdoppelten sich.</li>
</ul>
<p>Nach Schätzungen des <b>U.S. Geological Survey</b> könnte ein <b>vollständiges Exportverbot</b> dieser Materialien die <b>US-Wirtschaft bis zu 3,4 Milliarden US-Dollar</b> kosten. Während <b>Washington</b> versucht, seine <b>Lieferketten zu diversifizieren</b>, ist eine <b>schnelle Lösung nicht in Sicht</b>.</p>
<p><b>Die Auswirkungen chinesischer Exportbeschränkungen auf Antimon</b></p>
<p>Neben Gallium und Germanium <b>verbot China im Jahr 2024 auch den Export antimonhaltiger Produkte</b> in die USA.<br />
<b>China</b> deckt etwa <b>die Hälfte der weltweiten Antimonproduktion</b> ab – ein Metall, das in der <b>Rüstungsindustrie</b>, insbesondere bei der <b>Herstellung von Munition und Nuklearwaffen</b>, eine zentrale Rolle spielt.</p>
<p>Früher galt die <b>Förderung von Antimon</b> als <b>unrentabel</b>, doch bis <b>November 2024</b> erreichte der <b>Rotterdamer Antimonpreis</b> rund <b>39.000 US-Dollar pro Tonne</b> – mehr als <b>das Dreifache des Preises zu Jahresbeginn</b>.<br />
Daraufhin kündigte das <b>kanadische Unternehmen Spearmint Resources</b> an, den <b>Antimonabbau in New Brunswick</b>wieder aufzunehmen. Dies signalisiert ein <b>weltweites Interesse an der Erkundung und Entwicklung neuer Antimonvorkommen</b>, da das Metall zunehmend strategische Bedeutung gewinnt.</p>
<p><b>Die Rolle seltener Erden und kleinerer Metalle in der globalen grünen Wirtschaft</b></p>
<p>Der weltweite <b>Übergang zu einer „grünen“ Wirtschaft</b> ist einer der <b>Haupttreiber für den Preisanstieg</b> vieler <b>seltener Erden und sogenannter Minor Metals</b>.<br />
Da Länder ihre <b>CO?-Emissionen senken</b> und auf <b>erneuerbare Energien</b> umstellen wollen, steigt der Bedarf an Metallen, die für die Herstellung von <b>Solarzellen, Windturbinen</b> und <b>Batterien</b> notwendig sind, rapide an.</p>
<p>Auch der <b>rasche Ausbau der Elektromobilität</b> erfordert große Mengen an <b>Lithium, Kobalt, Nickel</b> und anderen <b>Seltenerdelementen</b> für <b>Batterien und Elektromotoren</b>.<br />
Die <b>begrenzte Verfügbarkeit</b> dieser Rohstoffe – meist konzentriert in nur wenigen Ländern wie <b>China</b> – sowie die <b>hohen Kosten einer umweltgerechten Förderung</b> treiben die Preise zusätzlich nach oben.<br />
Darüber hinaus hat die <b>strategische Bedeutung dieser Metalle für Zukunftstechnologien</b> zu <b>spekulativen Marktentwicklungen</b> geführt.<br />
Das Ergebnis: Die <b>Preise für seltene und spezielle Metalle</b>, die für die <b>grüne Transformation</b> zentral sind, sind weltweit stark gestiegen.</p>
<p><b>Nischenmärkte und Preisbildung seltener Rohstoffe</b></p>
<p>Neben den an Börsen gehandelten Metallen gibt es <b>extrem seltene Mineralien</b>, deren <b>Preisbildung schwierig</b> ist. Das liegt an <b>seltenen Transaktionen</b>, <b>einzigartigen Eigenschaften</b> und dem <b>Fehlen eines standardisierten Marktes</b>.</p>
<p>Ein herausragendes Beispiel ist <b>Osmium</b>, insbesondere das <b>Isotop Osmium-187</b> – eines der <b>seltensten und außergewöhnlichsten Materialien</b> auf dem globalen Metallmarkt.<br />
<b>Kasachstan</b> gilt als <b>Hauptexporteur von Osmium-187</b>, was dessen <b>extreme Knappheit</b> erklärt.</p>
<p>Da Osmium-187 aufgrund seiner <b>Seltenheit und speziellen Gewinnungsanforderungen</b> <b>nicht an Börsen gehandelt</b>wird, orientiert sich der <b>Marktpreis</b> an</p>
<ul class="bbcode_list">
<li><b>Laborbewertungen</b> (Qualität, Reinheit, Einzigartigkeit) und</li>
<li><b>Daten vergangener Transaktionen</b>.</li>
</ul>
<p>Diese <b>individuelle Preisstruktur</b> unterstreicht die <b>strategische Bedeutung von Osmium-187</b> für <b>Hochtechnologie- und wissenschaftliche Anwendungen</b>, in denen das Element <b>unersetzlich</b> bleibt.</p>
<p><b>Die Metallpreisdatenbank des ISE</b></p>
<p>Seit über zehn Jahren unterhält das <b>Institute for Rare Earth Elements and Metals AG (ISE)</b> eine <b>eigene Metallpreisdatenbank</b>, die <b>mehr als 19.500 Einträge</b> umfasst.<br />
Diese Datenbank basiert auf <b>vielfältigen Quellen</b>, darunter auch <b>Insiderinformationen</b> zu <b>nicht börsengehandelten Metallen</b>.</p>
<p>Zu den Nutzern des Überwachungssystems zählen <b>Privatkunden</b>, <b>große Hersteller elektrischer Ausrüstungen</b>, <b>internationale Wirtschaftsprüfungsgesellschaften</b>, <b>staatliche Institutionen</b> sowie <b>weltweit führende Forschungseinrichtungen</b>.<br />
Der Zugriff auf das System erfolgt über die <b>Website der ISE AG</b> im Rahmen eines <b>Jahresabonnements</b>, das eine <b>24-stündige Testphase</b> beinhaltet.<br />
Die <b>Daten werden täglich aktualisiert</b> und können im <b>CSV-Format exportiert</b> werden.</p>
<p>Die <b>Überwachung der Metallpreise</b> hilft, <b>Schlüsseltrends des technologischen Fortschritts</b> zu erkennen und deren <b>Auswirkungen auf die Weltwirtschaft</b> zu verstehen. Sie ermöglicht es, <b>wirtschaftliche Veränderungen frühzeitig abzuschätzen</b> – ein <b>unverzichtbares Instrument</b> für Unternehmen, politische Entscheidungsträger und Forscher gleichermaßen.</p>
<p><b>Über das Institute for Rare Earth Elements and Metals AG (ISE AG)</b></p>
<p>Die <b>ISE AG</b>, gegründet <b>2008</b>, ist ein <b>führendes Unternehmen</b> auf dem Gebiet der <b>hochpräzisen metallurgischen Analysen</b> und der <b>Lagerung von Metallen</b>.<br />
Der <b>Hauptsitz</b> befindet sich in <b>der Schweiz</b>, daneben unterhält das Unternehmen <b>Büros in sechs Ländern</b> und beschäftigt weltweit <b>rund 80 Mitarbeiter</b>.</p>
<p>Der Fokus der ISE AG liegt auf der <b>Analyse von Edelmetallen</b>, <b>Seltenerdmetallen</b> und <b>hochreinen Industrieprodukten</b>.<br />
Das Unternehmen betreibt <b>moderne Hochsicherheitslager</b> mit einer Gesamtfläche von über <b>8.000 m²</b> in der Schweiz, die durch <b>strenge Prüf- und Dokumentationsverfahren</b> die <b>Materialintegrität</b> gewährleisten.</p>
<p>In den firmeneigenen <b>Laboratorien</b> kommen <b>modernste Analysetechnologien</b> wie</p>
<ul class="bbcode_list">
<li><b>GD-MS (Glow Discharge Mass Spectrometry)</b>,</li>
<li><b>ICP-MS (Inductively Coupled Plasma Mass Spectrometry)</b> und</li>
<li><b>XRF (Röntgenfluoreszenzanalyse)</b><br />
zum Einsatz. Diese Analysen erfolgen gemäß <b>ISO-Normen</b>.</li>
</ul>
<p>Darüber hinaus bietet die ISE AG <b>Bewertungs- und Auditdienste für Metalle</b> an, die sich an den <b>IFRS-13-Standards</b>orientieren.<br />
Kunden erhalten <b>Online-Zugang zu Echtzeitpreisen</b> von über <b>19.500 Metallen und deren Produkten</b>, was eine <b>fundierte Entscheidungsfindung</b> in einem <b>dynamischen Marktumfeld</b> ermöglicht.</p>
<p>Die ISE AG engagiert sich zudem <b>aktiv in der Forschung</b>, insbesondere im Bereich des <b>Metallrecyclings</b>, und arbeitet dabei mit <b>internationalen Universitäten</b> zusammen, um <b>nachhaltige Verfahren zur Rückgewinnung kritischer Seltenerdmetalle und Minor Metals</b> zu entwickeln.</p>
<p>Mit der <b>Verbindung aus modernster Technologie</b>, <b>höchster Qualitätsstandards</b> und einem klaren <b>Bekenntnis zu nachhaltigem Ressourcenumgang</b> gilt die <b>ISE AG</b> als <b>verlässlicher Partner der metallurgischen Industrie</b>.</p>
<p>Metallpreise als Indikator für politische Veränderungen weltweit &#8211; <a href="https://ise-ag.swiss/index.php/de/aktuelles?view=article&amp;id=190:metallpreise-als-indikator-fuer-politische-veraenderungen-weltweit&amp;catid=9" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">[zum Artikel]</a><br />
<a href="https://ise-ag.swiss/index.php/de/" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">ISE AG</a> &#8211; Oktober 2025</div>
<div class="pb-boilerplate">
<div>Über die Institut f&uuml;r Seltene Erden und Metalle AG</div>
<p>Seit 2011 steht das Institut f&uuml;r Seltene Erden und Strategische Metalle f&uuml;r Kompetenz, Transparenz und Innovation im internationalen Metallmarkt. Als unabh&auml;ngiges Analyse- und Bewertungsinstitut ermitteln wir verl&auml;ssliche Marktpreise f&uuml;r seltene Erden, Basismetalle, Minormetalle, exotische Metalle und stabile Isotope.</p>
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<p>Mit unserer seit 2018 betriebenen Handelsplattform schaffen wir einen direkten Zugang zu einem exklusiven Marktsegment und begleiten Unternehmen wie Investoren bei der erfolgreichen Monetarisierung ihrer werthaltigen Metallbest&auml;nde.</p>
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</div>
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<ul>
<li>
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                    </li>
<li>
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                    </li>
</ul></div>
<div class="pb-disclaimer">Für die oben stehende Story ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.
            </div>
<p>        <img loading="lazy" decoding="async" src="https://www.pressebox.de/presscorner/cpix/tp---22/1272640.gif" alt="counterpixel" width="1" height="1" /></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.news-research.net/2025/11/metallpreise-als-indikator-fr-politische-vernderungen-weltweit/" data-wpel-link="internal">Metallpreise als Indikator für politische Veränderungen weltweit</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.news-research.net" data-wpel-link="internal">News-Research</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Einnahmen aus Abfall: Wie der Markt für das Recycling von Elektrofahrzeugbatterien bis 2040 95 Milliarden Dollar generieren wird</title>
		<link>https://www.news-research.net/2025/11/einnahmen-aus-abfall-wie-der-markt-fr-das-recycling-von-elektrofahrzeugbatterien-bis-2040-95-milliarden-dollar-generieren-wird/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Institut für Seltene Erden und Metalle]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Nov 2025 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Energie- / Umwelttechnik]]></category>
		<category><![CDATA[Batterieverwertung]]></category>
		<category><![CDATA[Elektrofahrzeugbatterien]]></category>
		<category><![CDATA[energiewende]]></category>
		<category><![CDATA[Hydrometallurgie]]></category>
		<category><![CDATA[Investitionsanreize]]></category>
		<category><![CDATA[Kobalt]]></category>
		<category><![CDATA[kreislaufwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Lithium-Ionen-Batterien]]></category>
		<category><![CDATA[Marktanalyse]]></category>
		<category><![CDATA[Metallgewinnung]]></category>
		<category><![CDATA[nachhaltigkeitsstrategie]]></category>
		<category><![CDATA[Nickel]]></category>
		<category><![CDATA[Recycling]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffversorgung]]></category>
		<category><![CDATA[Sekundärressource]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.news-research.net/2025/11/einnahmen-aus-abfall-wie-der-markt-fr-das-recycling-von-elektrofahrzeugbatterien-bis-2040-95-milliarden-dollar-generieren-wird/</guid>

					<description><![CDATA[<p>  Saubere Energietechnologien schaffen Nachfrage nach wichtigen Mineralien Der Anteil sauberer Energietechnologien an der Gesamtnachfrage nach den meisten Mineralien war bis Mitte der 2010er Jahre vernachlässigbar, aber heute hat sich die [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.news-research.net/2025/11/einnahmen-aus-abfall-wie-der-markt-fr-das-recycling-von-elektrofahrzeugbatterien-bis-2040-95-milliarden-dollar-generieren-wird/" data-wpel-link="internal">Einnahmen aus Abfall: Wie der Markt für das Recycling von Elektrofahrzeugbatterien bis 2040 95 Milliarden Dollar generieren wird</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.news-research.net" data-wpel-link="internal">News-Research</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text"> </p>
<p><b>Saubere Energietechnologien schaffen Nachfrage nach wichtigen Mineralien</b></p>
<p>Der Anteil sauberer Energietechnologien an der Gesamtnachfrage nach den meisten Mineralien war bis Mitte der 2010er Jahre vernachlässigbar, aber heute hat sich die Situation geändert. Die Energiewende ist bereits zur Haupttriebkraft für das Wachstum der Gesamtnachfrage nach bestimmten Mineralien geworden. Laut dem vom Internationalen Energieagentur (IEA) entwickelten Nachhaltigkeitssystem wird der Anteil sauberer Technologien an der Gesamtnachfrage nach Kupfer und Seltenerdelementen bis 2040 über 40 %, bei Nickel und Kobalt 60–70 % und bei Lithium fast 90 % betragen. (<a href="https://www.iea.org/reports/the-role-of-critical-minerals-in-clean-energy-transitions/mineral-requirements-for-clean-energy-transitions?utm_source=chatgpt.com" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">1</a>)</p>
<p>Seit 2015 sind Elektroautos und Akkus die größten Verbraucher von Lithium – sie haben die Unterhaltungselektronik überholt und machen zusammen 30 % der aktuellen Gesamtnachfrage aus. Heute macht der Akkusektor bereits mindestens 85 % der weltweiten Lithiumnachfrage aus. (<a href="https://www.batterytechonline.com/ev-batteries/iea-s-2024-ev-outlook-key-trends-in-the-ev-battery-market" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">2</a>)</p>
<p><b>Entsorgung und Recycling von Autobatterien als neue ökologische Herausforderung</b></p>
<p>Entsorgung und Recycling von Autobatterien als neue ökologische Herausforderung Derzeit sind weltweit fast 60 Millionen Elektroautos in Betrieb, und diese Zahl wächst sehr schnell. Im Jahr 2022 lag dieser Wert noch bei nur 26 Millionen. Der weltweit größte Markt für Elektroautos, der mehr als 70 % dieser Art von Fahrzeugen produziert, befindet sich in China. Der starke Anstieg ihrer Massenverfügbarkeit für Verbraucher begann in den Jahren 2014–2015. Die meisten Elektroautos sind mit Lithium-Ionen-Batterien ausgestattet, deren effektive Lebensdauer 8 bis 12 Jahre beträgt. Die ersten Chargen dieser Batterien, die während des Booms hergestellt wurden, fallen heute massenhaft aus, was die Frage nach ihrer umweltfreundlichen Verwertung akut macht.Es wird erwartet, dass im Laufe des nächsten Jahrzehnts mehr als 100 Millionen Batterien für Elektroautos aus dem Verkehr gezogen werden.<br />
Der Übergang von fossilen Brennstoffen zu Elektroautos erfordert eine Umstellung der Produktions- und Lieferketten für Rohstoffe auf effizientere und umweltfreundlichere Verfahren. Der Schlüssel zur Realisierung dieser Möglichkeit ist das Recycling von Batterien. (<a href="https://www.mckinsey.com/industries/automotive-and-assembly/our-insights/battery-recycling-takes-the-drivers-seat" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">4</a>)</p>
<p>Altbatterien sind nicht nur Abfall, sondern auch eine Sekundärressource. Sie enthalten Lithium, Nickel, Kobalt, Mangan und Graphit – Materialien, die bei der Herstellung neuer Batterien wiederverwendet werden können. Durch das Recycling kann seine Abhängigkeit von Rohstoffimporten verringern, insbesondere von Lithium, dessen weltweite Vorkommen sich größtenteils in China, Chile und Australien be?nden.</p>
<p><b>Staatliche Politik der Regionen im Bereich Recycling</b></p>
<p>Die Regierungen der Länder, die bei der Herstellung und Nutzung von Elektroautos führend sind, verfolgen eine aktive Politik im Bereich der Batterieentsorgung. In der Europäischen Union gilt die 2023 in Kraft getretene Batterieverordnung sowohl für Elektroautobatterien als auch für herkömmliche Haushaltsbatterien (<a href="https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/PDF/?uri=CONSIL:PE_2_2023_INIT" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">5</a>).</p>
<p>Diese Verordnung legt Zielvorgaben für den Mindestanteil an recycelten Materialien bis 2031 und 2036 fest. Besonders wichtig ist, dass dieses Dokument gleichzeitig ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer nachhaltigen Entwicklung und einer Verringerung der Abhängigkeit von primären Rohstoffen ist. Demnach müssen beispielsweise die Mindestanteile an recyceltem Lithium in Lithium-Ionen-Batterien im Jahr 2036bei 12 % und die von Nickel bei 15 % liegen.In den USA wird die Politik zur Regelung der Recyclingquoten für Akkus indirekt durch das Inflationsgesetz und die dazugehörigen Empfehlungen des Finanzministeriums und der Steuerbehörde umgesetzt. Das Inflationsgesetz schafft Anreize für den Kauf von Elektroautos mit einer Steuervergünstigung von bis zu 7500 Dollar. Damit Fahrzeuge jedoch für einen solchen vollständigen Steuerabzug für umweltfreundliche Autos infrage kommen, müssen die in Lithium-Ionen-Batterien von Elektroautos verwendeten Mineralien und Komponenten neuen Anforderungen entsprechen, die auf die Stärkung der internen Lieferkette abzielen. So steht beispielsweise ein Teil der Vergünstigung (3.750 USD) im Jahr 2026 zur Verfügung, wenn 80 % der Kosten für kritische Mineralien (Lithium, Nickel, Kobalt usw.) in den USA oder einem Partnerland gewonnen, verarbeitet oder recycelt wurden. (<a href="https://home.treasury.gov/news/press-releases/jy1379" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">6</a>)</p>
<p>In China, dem führenden Hersteller von Elektroautos, sind 162.000 Unternehmen registriert, die sich mit der Wiederverwertung von Batterien befassen. Die Regulierung der Entsorgung von Altbatterien aus Kraftfahrzeugen ist eine strategische Aufgabe und wird durch Spezifikationen und Pläne staatlicher Stellen umgesetzt. (<a href="https://news.metal.com/newscontent/103191063/concerning-over-em160emem000em-related-enterprises-china-to-strengthen-power-battery-recycling-and-utilization" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">7</a>)</p>
<p>Die letzte Fassung des „Aktionsplans zur Verbesserung des Systems zur Verarbeitung und Entsorgung von Batterien für Elektrofahrzeuge” des Staatsrats aus dem Jahr 2025 umfasst den Einsatz digitaler Technologien zur Überwachung des Bewegungsverlaufs von Batterien während ihres gesamten Lebenszyklus, wodurch die Rückverfolgbarkeit in den Phasen der Herstellung, des Verkaufs, der Demontage und der Entsorgung gewährleistet wird. Die „Spezifikationen für die umfassende Entsorgung von Altbatterien für Elektrofahrzeuge” des Industrieministeriums verlangen, dass der Anteil der kaskadierten Entsorgung (-Wiederverwendungsmöglichkeiten) von Altbatterien mindestens 60 % des tatsächlichen Recyclingvolumens von Altbatterien betragen muss.Die neuen Spezifikationen verlangen auch eine effiziente Rückgewinnung wichtiger wertvoller Metalle aus den Altbatterien. Insbesondere muss die Ausbeute an Elektrodenpulver nach dem Zerkleinern und Trennen mindestens 98 % betragen, wobei der Gehalt an Aluminium- und Kupferverunreinigungen unter 1,5 % liegen muss. Die Lithiumausbeute beim Schmelzen muss mindestens 90 % betragen, die Ausbeute von Nickel, Kobalt und Mangan mindestens 98 %.(<a href="https://news.metal.com/newscontent/103191063/concerning-over-em160emem000em-related-enterprises-china-to-strengthen-power-battery-recycling-and-utilization" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">7</a>)</p>
<p>Für Verarbeitungsunternehmen erfordern solche Spezifikationen, aktive Forschung und Entwicklung sowie den Einsatz von Technologien zur Verarbeitung von Kathoden- und Anodenmaterialien. Dank dieser Anforderungen haben beispielsweise chinesische Wissenschaftler ein ultraschnelles Verfahren zur Gewinnung von Metallen aus Lithium-Ionen-Batterien mithilfe von Glycin entwickelt: Den Wissenschaftlern gelang es, 99,99% Lithium, 96,86 % Nickel, 92,35 % Kobalt und 90,59 % Mangan in nur 15 Minuten zu extrahieren. (<a href="https://cleantechnica.com/2025/03/17/new-battery-recycling-process-from-china-recovers-99-99-of-lithium/" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">8</a>)</p>
<p><b>Erzeugung von Schwarzmasse und deren Reinigung</b></p>
<p>Die Wiederverwertung von Batterien umfasst zwei Hauptphasen. Die erste Phase ist die Vorbehandlung, mit der die Wiederverwertung beginnt. Batterieabfälle werden in der Regel zerkleinert und sortiert, wodurch ein Material entsteht, das als „schwarze Masse” bekannt ist.Der nächste Schritt ist die Reinigung, bei der die schwarze Masse zu wertvollen Chemikalien auf Lithium-, Nickel- und Kobaltbasis für die Verwendung in Batteriekathoden verarbeitet wird. Die Reinigung der schwarzen Masse erfolgt durch Pyro- und Hyrometallurgie oder durch direktes Recycling. Die Hydrometallurgie bietet die besten Ausbeuten, ist jedoch aufgrund des hohen Bedarfs an Reagenzien und Wasser teurer. Die Pyrometallurgie ist technologisch einfacher, erfordert jedoch einen hohen Energieaufwand, während das direkte Recycling, bei dem aktive Kathodenmaterialien zurückgewonnen werden, sich derzeit noch in der Pilotphase befindet, aber in Zukunft die optimale Lösung sein könnte.Sowohl bei der Vorbehandlung als auch bei der Reinigung während der Batterieverwertung nimmt China weltweit eine dominierende Stellung ein. Derzeit werden von den weltweit jährlich anfallenden rund 4,5 Millionen Tonnen Batterieabfällen etwa 80 % in China verwertet, während auf Europa nicht mehr als 10 % entfallen. (<a href="https://elements.visualcapitalist.com/visualizing-chinas-battery-recycling-dominance/#:~:text=According%20to%20exclusive%20data%20from,refining%20stages%20of%20battery%20recycling" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">9</a>)</p>
<p> Die zweite Stufe der Verarbeitung ist von entscheidender Bedeutung, da sie die recycelten Materialien in hochreine Chemikalien umwandelt, die für Batterien geeignet sind. Es wird prognostiziert, dass sich die Kapazitäten für die Verarbeitung von Schwarzmasse in China bis 2025 fast verdreifachen und 89 % der weltweiten Kapazitäten ausmachen werden. (<a href="https://www.visualcapitalist.com/top-20-countries-by-battery-storage-capacity/" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">10</a>)</p>
<p>Angesichts der Tatsache, dass die erwarteten Einnahmen aus der gesamten Wertschöpfungskette der Batterieverwertung, von der Sammlung bis zur Metallgewinnung, bis 2040 weltweit auf über 95 Milliarden US-Dollar pro Jahr steigen werden, wird diese Tätigkeit nicht nur zu einer Möglichkeit, Ressourcen zu sparen und die Abhängigkeit von externen Handelsketten zu verringern, sondern auch zu einem großen Geschäft (<a href="https://www.mckinsey.com/industries/automotive-and-assembly/our-insights/battery-recycling-takes-the-drivers-seat" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">4</a>). Bereits heute generiert eine Tonnebatteriematerial etwa 600 US-Dollar. McKinsey schätzt, dass das Wertschöpfungspotenzial in Zukunft auf ein Niveausteigen wird, das mit dem der Primärmetallindustrie vergleichbar ist, das je nach Preisentwicklung etwa 30 % beträgt. (<a href="https://www.mckinsey.com/industries/automotive-and-assembly/our-insights/battery-recycling-takes-the-drivers-seat" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">4</a>)</p>
<p><b>Recyclinganlagen in Europa</b></p>
<p>Der zweitgrößte Markt für die Batterieverwertung ist Europa. Ende 2023 betrug die maximale Gesamtkapazität für die Primärverwertung von Batterieabfällen in der Europäischen Union etwa 200.000 Tonnen pro Jahr, was etwa achtmal weniger ist als in China. Die EU verfügt überwiegend über eine Vielzahl kleiner und großer Unternehmen für die Primärverwertung, die leicht zu organisieren sind und keine großen Investitionen für den Bau erfordern. Allerdings liegt Europa in Bezug auf die Tiefe der Verwertung deutlich hinter China zurück, da es über wesentlich weniger Metallreinigungsanlagen und Reinigungstechnologien verfügt. Derzeit exportiert die EU Schwarz schlacke zur Verarbeitung nach Asien, wodurch eine Unterauslastung der Reinigungsanlagen entsteht, was zusammen mit den hohen Investitionen, die für den Bau von Anlagen erforderlich sind, und dem Fehlen großer inländischer Abnehmer die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Recyclingmarktes beeinträchtigt. Die Hersteller geben an, dass 60 % bis 80 % der in der EU anfallenden Schwarzmasse zur Weiterverarbeitung in andere Länder exportiert wird, derzeit insbesondere nach Südkorea, in Zukunft jedoch möglicherweise zunehmend nach Indonesien oder China. Der Export von Schwarzmasse aus Europa wurde auch durch den Rückgang der Metallpreise im Vergleich zu den Jahren 2022-2023begünstigt – dies führte zu einem Rückgang des Marktwerts von Sekundärrohstoffen, während asiatische Akteure mit enormen Kapazitäten die Nachfrage und den Preis für Schwarzmasse erhöhten. So kaufen beispielsweise koreanische Verarbeiter trotz Verlusten Rohstoffe, um ihre Kapazitäten auszulasten, während in der EU die Fabriken stillstehen. Somit begünstigt die aktuelle Situation auf den europäischen Märkten den Export von Schwarzmasse außerhalb Europas. (<a href="https://www.ifri.org/sites/default/files/2024-12/ifri_gherasim_et_michel_black_mass_december24.pdf" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">11</a>)</p>
<p>Nach Angaben des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung wird etwa ein Viertel des europäischen Marktes für die Verarbeitung von Lithium-Ionen-Batterien in der EU von asiatischen Unternehmen gebildet, weitere 6–8 %stammen aus den USA, und von den verbleibenden ursprünglich europäischen Verarbeitungsbetrieben werden mehr als die Hälfte von deutschen Unternehmen vertreten. Zu den großen Verarbeitungsunternehmen auf dem EU-Markt zählen das belgische Unternehmen Umicore mit Niederlassungen in Finnland, Deutschland und Polen, die südkoreanische Gruppe SKTES mit Werken in Frankreich, Ungarn, den Niederlanden und Deutschland sowie das in Europa aktivste südkoreanische Unternehmen SungEel HiTech, das mit einer Gesamtproduktion von rund 200.000 Tonnen pro Jahr den größten Anteil der europäischen Kapazitäten für Schwarzmasse stellt. Bis 2025 wird SungEel HiTech über Werke in Ungarn, Deutschland und Polen verfügen, der Bau des spanischen Werks von SungEel be?ndet sich derzeit noch in der Planungsphase. (<a href="https://www.isi.fraunhofer.de/en/blog/themen/batterie-update/batterie-recycling_europa_kapazitaeten_bedarf_update_2025.html" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">12</a>)</p>
<p><b>Verarbeitungsanlagen in den USA</b></p>
<p>Die USA lagen historisch gesehen weit hinter China und der EU zurück, da bis 2021 fast die gesamte amerikanische „Black Mass” nach Asien, vor allem nach Südkorea, exportiert wurde. Mit der Einführung staatlicher Förderungen und Anreize begann jedoch bereits 2022 ein explosives Wachstum der Investitionen in die Verarbeitungsindustrie. Bereits für 2030 ist eine mindestens fünffache Vergrößerung der Branche geplant.Dank des oben genannten Inflationsgesetzes sowie des parteiübergreifenden Infrastrukturgesetzes, die zusammen Zuschüsse in Höhe von 6,36 Milliarden Dollar bereitstellten, wurden bis 2024 in den USA etwa 20 große Unternehmen und Projekte unterschiedlicher Verarbeitungsstufen gebaut. Nach Angaben des US-Energieministeriums (2024) wurde auf der Grundlage einer Bestandsaufnahme aller Anlagen festgestellt, dass die US-Anlagen im Jahr 2024 in der Lage waren, bis zu ~175.000 Tonnen Schwarzmasse zu produzieren und etwa ~35.000 Tonnen Schwarzmasse tief zu reinigen. Bis 2030 ist eine mindestens fünffache Steigerung geplant.Der regionale Verarbeitungsmarkt der USA besteht aus drei Clustern. Die großen Zentren be?nden sich in der Region der großen Seen und im Mittleren Westen (Ohio, Michigan, New York), im Südosten (South Carolina, Georgia, Kentucky) und im Südwesten (Nevada und Arizona) – dem historischen Zentrum der Rohstoffgewinnung und Hydrometallurgie (Redwood Materials, ABTC).</p>
<p>IIm ersten Cluster, in Rochester, New York, be?ndet sich die größte Anlage Nordamerikas für die Tiefenreinigung von Batterien, Li-Cycle. Die Anlage erhält Schwarzmasse von amerikanischen und europäischen Fabriken, ist Partner von Glencore und produziert Lithiumcarbonat und eine Mischung aus Nickel- und Kobalthydroxiden. Im Südwesten, in Nevada, be?ndet sich Redwood Materials – ein Projekt des ehemaligen Tesla-Ingenieurs JB Straubel. Die Anlage erhält Zuschüsse vom DOE und führt den gesamten Recyclingzyklus durch: Sammlung, Demontage, Verarbeitung, Herstellung von Kathoden- und Anodenmaterialien. Im Südosten, in Georgia, be?ndet sich SungEel HiTech USA, das gleiche südkoreanische Unternehmen, das auch das Werk in Ungarn gebaut hat. Das Werk konzentriert sich auf die Herstellung von Schwarzmasse für den Export nach Korea.Die Hauptantriebskräfte für die rasante Entwicklung des Recyclingsektors in den USA sind staatliche Regulierung und starke staatliche Anreize, insbesondere die Verp?ichtung der Hersteller, recycelte Materialien in amerikanischen Elektrofahrzeugen zu verwenden, um Steuerabzüge von bis zu 7500 Dollar zu erhalten, sowie Steuergutschriften für Unternehmen im Austausch für die Verwendung von recycelten Materialien.</p>
<p><b>Ergebnisse und Prognosen </b></p>
<p>Der Markt für die Wiederverwertung von Batterien erlebt ein rasantes Wachstum, und heute ist China der unangefochtene Marktführer in diesem Bereich. Asiatische Unternehmen haben nicht nur enorme Kapazitäten aufgebaut, sondern auch geschlossene Technologiezyklen geschaffen – von der Sammlung von Batterien bis zur Herstellung von Kathodenmaterialien. Europa hingegen ist auf halbem Weg stecken geblieben: Die Hauptproduktion beschränkt sich auf die Vorbehandlung, und der größte Teil der schwarzen Masse wird zur Verarbeitung nach Asien geschickt. Die Vereinigten Staaten holen ihre Konkurrenten mit einer Welle von Investitionen und Steueranreizen rasch ein, doch auch dort bleibt die Tiefenreinigung und Racination von Metallen eine Schwachstelle – ein Bereich, in dem der Osten derzeit noch die Nase vorn hat.Die nächsten Jahre werden eine Zeit des Ausgleichs der Kräfte auf der Weltkarte, dem Batterieverwertung sein.China wird wie bisher seine Führungsposition behalten, aber sein Anteil wird allmählich sinken. Der massive Ausbau der Kapazitäten in Nordamerika und Europa ist bereits geplant, und nach Schätzungen der IEA werden die USA bis 2030 etwa 10 % der weltweiten Kapazitäten zur Metallgewinnung und Europa etwa 5 % ausmachen.Für Europa wird dies ein schwieriges Unterfangen: Ohne entschlossene Maßnahmen zur Sicherung der Rohstoffversorgung – strenge Einstufung von Schwarzschlamm als gefährlicher Abfall, Vorrang für die interne Verarbeitung und Förderung der Produktion von Kathodenmaterialien – läuft der Kontinent Gefahr, endgültig in der Rolle eines Exporteurs von Mehrwert zu verharren. Wenn die Empfehlungen des Ifri umgesetzt werden, ist ein reales Wachstum des Segments der Tiefverarbeitung bereits nach 2026–2027 möglich.Die USA hingegen gehen den Weg der aktiven Industrialisierung: Steuervergünstigungen und Infrastruktur zuschüsse schaffen Anreize für einen raschen Ausbau der Kapazitäten von zur Verarbeitung und Herstellung von Lithiumsalzen, MHP und Kathodenvorläufern. Selbst wenn sich die politische Lage in Zukunft ändern sollte, wird die geschaffene technologische und investive Basis es Nordamerika ermöglichen, seine stabile Position als zweitgrößtes Zentrum der weltweiten Verarbeitung nach Asien zu behaupten.</p>
<p>Einnahmen aus Abfall: Wie der Markt für das Recycling von Elektrofahrzeugbatterien bis 2040 95 Milliarden Dollar generieren wird &#8211; <a href="https://ise-ag.swiss/index.php/de/aktuelles?view=article&amp;id=212:einnahmen-aus-abfall-wie-der-markt-fuer-das-recycling-von-elektrofahrzeugbatterien-bis-2040-95-milliarden-dollar-generieren-wird&amp;catid=9" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">[zum Artikel]</a></p>
<p><a href="https://ise-ag.swiss/index.php/de/" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">ISE AG</a> &#8211; Oktober 2025</div>
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		<title>US-Mineraldiplomatie: Washington sucht im Osten einen Ersatz für China</title>
		<link>https://www.news-research.net/2025/11/us-mineraldiplomatie-washington-sucht-im-osten-einen-ersatz-fr-china/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Firma Institut für Seltene Erden und Metalle]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Nov 2025 14:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Energie- / Umwelttechnik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>  US-Mineraldiplomatie: Washington sucht im Osten einen Ersatz für China Strategische Metalle sind das neue Öl des 21. Jahrhunderts. Anders als Öl fließen seltene Metalle jedoch nicht durch Pipelines – [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.news-research.net/2025/11/us-mineraldiplomatie-washington-sucht-im-osten-einen-ersatz-fr-china/" data-wpel-link="internal">US-Mineraldiplomatie: Washington sucht im Osten einen Ersatz für China</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.news-research.net" data-wpel-link="internal">News-Research</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="pb-text"> </p>
<p><b>US-Mineraldiplomatie: Washington sucht im Osten einen Ersatz für China</b></p>
<p>Strategische Metalle sind das neue Öl des 21. Jahrhunderts. Anders als Öl fließen seltene Metalle jedoch nicht durch Pipelines – sie werden abgebaut, verarbeitet und durch Exportverbote geschützt.<br />
Heute entwickelt sich der Kampf um diese Metalle zu einer neuen Form globaler Machtpolitik.</p>
<p>Die Vereinigten Staaten sind derzeit bei rund 80 % ihrer strategischen Metalle auf ausländische Lieferanten angewiesen. Von den fünfzig Elementen, die offiziell als für die nationale Industrie und Verteidigung kritisch eingestuft sind, werden dreißig vollständig importiert. Für ein Land, das technologische Führungsansprüche erhebt, klingt das fast paradox. <a href="https://www.congress.gov/crs-product/R48005" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">1</a></p>
<p>Warum also fördert und verarbeitet eine Supermacht mit eigenen Vorkommen ihre Rohstoffe nicht selbst? Die Antwort ist einfach: Es ist teuer, umweltschädlich und politisch riskant.</p>
<p>Seit den 1990er-Jahren ist die gesamte Infrastruktur zur Verarbeitung seltener und strategischer Metalle in den USA verschwunden. Vor drei Jahrzehnten waren amerikanische Unternehmen noch an der Trennung von Seltenerd-Konzentraten und der Herstellung von Magneten beteiligt. Doch der Markt wurde bald von Exporten aus China überflutet – dem unangefochtenen Führer bei den Reserven und der Verarbeitung seltener Metalle. <a href="https://pubs.usgs.gov/periodicals/mcs2025/mcs2025.pdf" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">2</a></p>
<p>China belieferte die Welt bereitwillig mit strategischen Metallen zu niedrigen Preisen, und die Vereinigten Staaten, zufrieden mit dieser Lage, schlossen ihre eigenen umweltbelastenden Produktionsstätten – sie lagerten die „schmutzige Arbeit“ an Peking aus. Dieses Gleichgewicht hielt viele Jahre, bis der Aufstieg der digitalen Ära und grüner Technologien eine sprunghaft steigende Nachfrage nach Halbleitern und anderen Hightech-Materialien auslöste. Vor diesem Hintergrund erklärte Präsident Donald Trump am 30. September 2020 per Dekret die Abhängigkeit der USA von kritischen Mineralien aus feindlich gesinnten Staaten zur Bedrohung der nationalen Sicherheit. <a href="https://www.presidency.ucsb.edu/documents/executive-order-13953-addressing-the-threat-the-domestic-supply-chain-from-reliance%20" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">3</a></p>
<p><i>Ein starker Anstieg der Nachfrage nach Dysprosium seit 2020 wurde durch die wachsende Produktion von Permanentmagneten für Windturbinen und Elektromotoren ausgelöst (Quelle: <a href="https://ise-metal-quotes.com/price-logged-in.php" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">https://ise-metal-quotes.com/price-logged-in.php</a>).</i></p>
<p>Der Konflikt erreichte im September 2025 seinen Höhepunkt, als China den Export von Seltenerdelementen vollständig untersagte – mit der schlichten Begründung: „Wir brauchen sie selbst.“ <a href="https://www.reuters.com/world/china/china-tightens-rare-earth-export-controls-2025-10-09%20" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">4</a></p>
<p>Die Reaktion folgte umgehend. Präsident Donald Trump begab sich auf eine diplomatische Reise durch Asien und den Pazifik, um neue Allianzen entlang der Lieferkette kritischer Rohstoffe zu schmieden – von rohstoffreichen Staaten wie Malaysia und Vietnam bis zu Industrienationen wie Japan und Australien.</p>
<p>Sein Ziel: die strategische Präsenz der USA in Südostasien durch eine neue Form der Zusammenarbeit zu stärken, die Analysten bereits als „Mineraldiplomatie“ bezeichnen.</p>
<p>Um die Abhängigkeit von durch Peking kontrollierten Lieferketten zu verringern, umwirbt Washington potenzielle Partner mit Investitionszusagen, gemeinsamen Projekten und gesicherten Lieferverträgen.</p>
<p>Die laufende Reise hat bereits zur Unterzeichnung mehrerer Rahmenabkommen über Handel und kritische Mineralien mit Kambodscha, Thailand, Malaysia, Vietnam und Japan geführt.</p>
<p>In Kuala Lumpur, während des ASEAN-Gipfels, unterzeichneten die USA und Malaysia ein Abkommen zur Entwicklung von Lieferketten für mineralische Rohstoffe und Seltenerdelemente. Ähnliche Dokumente wurden mit Kambodscha und Thailand abgeschlossen. <a href="https://www.reuters.com/world/china/us-sign-trade-deals-with-cambodia-malaysia-trump-says-2025-10-26" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">5</a></p>
<p>Doch die Euphorie währte nicht lange: Bereits einen Tag später dementierte Malaysias Handelsminister Berichte, wonach Quoten und Verbote für den Export unverarbeiteter seltener Metalle in die USA aufgehoben worden seien. Was genau in den Memoranden steht und wie sie Washington helfen sollen, die chinesischen Exportbeschränkungen zu umgehen, bleibt unklar. <a href="https://www.reuters.com/world/asia-pacific/malaysias-ban-raw-rare-earths-exports-remains-despite-us-deal-trade-minister-2025-10-29" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">6</a></p>
<p>Viele Analysten befürchten, dass eine derart harte „Mineraldiplomatie“, die darauf abzielt, die Abhängigkeit von China bis 2030 auf 25 % zu senken, nach hinten losgehen könnte. Denn südostasiatische Länder, für die China weiterhin der wichtigste Handelspartner ist, könnten den amerikanischen Druck als Eingriff in das regionale Gleichgewicht empfinden – und sich, entgegen Washingtons Absichten, noch stärker an Peking annähern. <a href="https://www.cfr.org/article/china-united-states-and-critical-chokepoint-minerals" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">7</a></p>
<p>Japan nahm auf der Reise eine Sonderstellung ein. Premierministerin Sanae Takaichi, die gerade ihr Amt angetreten hatte, schlug Trump ein „neues goldenes Zeitalter der Beziehungen“ vor. Der erste Schritt dahin war ein strategisches Rahmenabkommen über kritische Mineralien und Seltenerdelemente. <a href="https://www.reuters.com/world/asia-pacific/trump-takaichi-agree-rare-earth-critical-minerals-supply-2025-10-28" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">8</a></p>
<p>Auf den ersten Blick erscheint ein Bündnis mit Japan ungewöhnlich: Das Land selbst ist zu 80–90 % von chinesischen Lieferungen seltener Erden abhängig. Doch gerade deshalb hat das Abkommen symbolische und strategische Bedeutung – es schafft eine Art „Mini-Allianz für seltene Metalle“. <a href="https://www.weforum.org/stories/2023/10/japan-rare-earth-minerals%20" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">9</a></p>
<p>Das Dokument sieht die Schaffung eines gemeinsamen Investitionsfonds im Wert von bis zu 5 Milliarden US-Dollar vor, der der Erkundung und Entwicklung von Seltenerd- und Lithiumvorkommen in Drittländern wie Australien, Vietnam und Malaysia dienen soll. <a href="https://www.mining.com/web/us-in-talks-to-set-up-5-billion-fund-for-critical-mineral-deals%20" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">10</a></p>
<p>Beide Seiten einigten sich zudem auf den Aufbau neuer Anlagen zur Trennung und Reinigung von Seltenerdelementen in Japan und den Vereinigten Staaten. Das Abkommen sieht die Aufhebung von Exportbeschränkungen zwischen den Ländern sowie eine enge Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung (F&amp;E) vor – insbesondere in der Verarbeitung schwerer Seltenerdelemente und der Herstellung magnetischer Legierungen für Hightech-Industrien.<a href="https://www.reuters.com/world/china/trump-talk-trade-security-with-japans-new-leader-takaichi-2025-10-27%20" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">11</a> <a href="https://www.thenationalnews.com/business/2025/10/28/us-and-japan-agree-on-critical-minerals-and-rare-earths-supply-pact%20" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">12</a></p>
<p>Ein gemeinsamer Investitionsplan und eine Lieferlandkarte sollen innerhalb von sechs Monaten verabschiedet werden. Die japanische JOGMEC (Japan Oil, Gas and Metals National Corporation) und die amerikanische Export-Import Bank wurden mit der Finanzierung der Projekte beauftragt, die den Bergbau in Australien, Malaysia und Vietnam unterstützen sollen. <a href="https://www.mofa.go.jp/files/100926026.pdf" class="bbcode_url" target="_blank" rel="noopener nofollow" data-wpel-link="external">13</a></p>
<p>Das Hauptziel besteht darin, die Abhängigkeit von chinesischen Konzentraten zu umgehen und alternative Logistikwege für die Versorgung mit kritischen Materialien aufzubauen.</p>
<p>Trumps Reihe von Abkommen löst das Problem zwar nicht sofort, schafft jedoch eine neue Architektur für den globalen Markt kritischer Mineralien. Wenn es den USA und ihren Partnern gelingt, alternative Lieferketten aufzubauen, könnte die Abhängigkeit von China tatsächlich verringert werden. Doch der Erfolg hängt davon ab, wie bereit Südostasien ist, amerikanische Führungsansprüche zu akzeptieren – ohne die eigenen wirtschaftlichen Beziehungen zu Peking zu gefährden.</p>
<p>ISE AG &#8211; November 2025</p></div>
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<p>Das Institut f&uuml;r seltene Erden Elemente und strategische Metalle ermittelt seit 2011 Preise f&uuml;r alle seltenen Erden Elemente, deren Oxide, Basismetalle, Minormetalle, exotische Metalle und stabile Isotope. Aus dieser Datenbank erstellen wir f&uuml;r Sie Bewertungen und Bank-Audits f&uuml;r alle Metalle und Elemente dieser Gruppen. Wir analysieren Metalle auf h&ouml;chsten technischen Niveau und vermitteln den Transport, die Lagerung und Versicherung von hochreinen Metallen. Seit 2018 betreiben wir eine Handelsplattform f&uuml;r seltene Erden und hochreine Metalle. Wir unterst&uuml;tzen bei der Monetarisierung von werthaltigen Metallen.</p>
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