Das eigene Zuhause empfinden viele Menschen als persönliche Wohlfühloase. Gleichzeitig wissen sie, dass ihr kleines Glück schnell bedroht sein kann – zum Beispiel durch Naturgefahren. Eine übliche Wohngebäudepolice zahlt zwar bei Sturm- und Hagelschäden, nicht jedoch bei Ereignissen wie Überflutungen, Erdbeben oder Lawinen. Dafür ist eine zusätzliche Elementarschadendeckung nötig. Nach eigener Aussage verfügen 71 Prozent der Immobilienbesitzerinnen und -besitzer in Deutschland über einen solchen Schutz in der Wohngebäudeversicherung. Das belegt eine aktuelle Studie im Auftrag der DEVK, für die Civey 5.000 Menschen online befragt hat. Tatsächlich waren laut dem Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) 2024 sogar nur 57 Prozent der Gebäudepolicen entsprechend abgesichert.
Pflichtversicherung im Koalitionsvertrag vereinbart
Fehleinschätzungen vermeiden und im Schadenfall Existenznot verhindern könnte eine Pflichtversicherung gegen Elementarschäden, wie sie die Regierung im Koalitionsvertrag vereinbart hat. Doch nach ersten Diskussionen ist es still geworden um das Gesetzesvorhaben. Die Antwort auf eine kleine Anfrage der Grünen-Fraktion an die Bundesregierung fiel vage aus: Man arbeite an dem Gesetz, das Opt-out-Modell werde geprüft.
Elementarschutz automatisch angeboten
Diese Angebotspflicht im Neugeschäft hat die DEVK schon vor 15 Jahren eingeführt. „Bei uns müssen Kundinnen und Kunden seit 2011 die Elementardeckung bewusst abwählen, wenn sie darauf verzichten möchten“, erklärt Dr. Michael Zons, der im DEVK-Vorstand für das Ressort „Kunde“ zuständig ist. „Damit schützen wir unsere Versicherten vor bösem Erwachen, falls doch was passiert.“ Im Vergleich zur Branche sind bei der DEVK seit Jahren mehr Menschen gegen Elementarschäden abgesichert. Im Dezember 2025 lag die Quote für Wohngebäude bei 67 Prozent. Auch der GDV befürwortet eine Angebotspflicht im Neugeschäft, die Erweiterung der Bestandsverträge zu einem Stichtag sowie das Opt-out-Modell.
Pflichtversicherung mehrheitlich gewünscht
Eine echte Pflichtversicherung würde noch weiter gehen: Dann müsste jedes Wohnhaus in Deutschland gegen weitere Naturgefahren versichert werden – zum Beispiel ähnlich wie bei der Kfz-Haftpflicht mit unterschiedlichen Beiträgen je nach Risiko. Aber was hält die Bevölkerung davon? Das Ergebnis zeigt: 62 Prozent der Befragten sprechen sich für eine solche Pflichtversicherung aus, ein Viertel ist dagegen. Unter Eigentümerinnen und Eigentümern liegt die Zustimmung sogar bei 72 Prozent.
Wohnlage realistisch eingeschätzt?
Doch zurück zur Realität: Mehr als 27 Prozent der Befragten geben an, gar nicht gegen Naturereignisse wie Starkregen versichert zu sein. Als wichtigste Gründe nennen sie, dass es in ihrer Wohnlage nicht nötig sei (41 Prozent) oder sich der Eigentümer darum kümmern solle (32 Prozent). In der Gruppe der Immobilienbesitzenden sagen immerhin 14 Prozent, dass sie keinerlei Versicherungsschutz gegen Elementarschäden hätten. Der Hauptgrund: Die Wohnlage erfordere den Schutz nicht. Das meinen hier 62 Prozent und damit die große Mehrheit. Das ist nachvollziehbar, wenn jemand zum Beispiel eine Wohnung in einem oberen Stockwerk besitzt. Dennoch unterschätzen viele das tatsächliche Risiko.
Gesamtkonzept vom GDV schon vorgelegt
„Eine nachhaltige Lösung braucht ein integriertes Gesamtkonzept“, betont Dr. Michael Zons. „Dazu gehören staatliche Prävention, eine verantwortungsbewusste Bauplanung und eine fundierte Risikobetrachtung. Als DEVK analysieren wir entsprechende Daten, beraten zum Versicherungsschutz und schaffen Anreize für mehr Absicherung.“ Die Umfrage zeigt: Ein verpflichtender Elementarschutz findet breite Unterstützung – jetzt braucht es ein tragfähiges Gesamtkonzept, um diese Aufgabe zu meistern. Der GDV hat dazu im Dezember 2025 schon ein wegweisendes Positionspapier vorgelegt.
Zur Umfrage
Das Meinungsforschungsunternehmen Civey hat vom 22.01. bis 29.01.2026 im Auftrag der DEVK 5.000 Menschen ab 18 Jahren online befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Gesamtbevölkerung sowie Menschen mit Wohneigentum. Der statistische Fehler der Gesamtergebnisse liegt bei 2,5 %.
Informationen zur DEVK-Elementarschadenversicherung finden Sie auf unserer Produktseite.
Das beste Gefühl ist, wenn einfach nichts passiert. Und wenn doch mal was ist, hilft die DEVK schnell und persönlich weiter. Vor 140 Jahren von Eisenbahnern für Eisenbahner gegründet krempeln heute rund 7.500 Menschen im Innen- und Außendienst die Ärmel hoch. Sie kümmern sich um die Anliegen von bundesweit rund 4,2 Millionen Kundinnen und Kunden. Davon sind 577.000 Mitglieder, also Beschäftigte der Verkehrsbranche und deren Angehörige. Insgesamt betreut die DEVK rund 15,3 Millionen Verträge in allen Sparten. Nach der Anzahl der Verträge ist sie Deutschlands viertgrößter Hausrat-, fünftgrößter Pkw- und sechstgrößter Haftpflichtversicherer. Dank ihrer guten Kapitalausstattung ist die DEVK finanzstark, was die „A+“-Ratings der Agenturen Fitch und Standard & Poor’s jeweils mit stabilem Ausblick bestätigen.
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