„Klima- und Naturschutz: Hand in Hand“

.
●                Handbuch zeigt wie beides sich bei der Erstellung von Energie-       und Klimaschutzkonzepten in Kommunen und Regionen verbinden lässt

●                 Gemeinsame Pressemitteilung mit der TU Berlin

„Klima- und Naturschutz: Hand in Hand“ lautet der Titel eines neuen Handbuchs, das Kommunen und Regionen bei der Erstellung von Energie- und Klimaschutzkonzepten unterstützen soll. Das Besondere: In den Empfehlungen werden die Belange des Naturschutzes stets von Beginn an mit Fragen von Energie und Klimaschutz mit- und zusammengedacht. Das Handbuch ist Teil eines Forschungs- und Entwicklungsvorhabens der TU Berlin, das durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) gefördert wurde.

Viele Regionen, Landkreise und Kommunen erstellen Energie- und Klimaschutzkonzepte und realisieren eine Vielzahl von Projekten, die zum Klimaschutz beitragen. Bisher spielen Aspekte des Schutzes von Natur, Landschaft und biologischer Vielfalt dabei allerdings häufig nur eine nachgeordnete Rolle.

„Dabei sind Naturschutz und Klimaschutz gleichermaßen große Herausforderungen unserer Zeit. Sie sind darüber hinaus eng miteinander verflochten und beeinflussen einander gegenseitig. Der Erhalt biologischer Vielfalt ist nicht weniger bedeutsam als die Begrenzung der Emissionen von Treibhausgasen. Um unsere Ziele zu erreichen, müssen wir beides zusammen denken und in der Praxis gerade die Kommunen unterstützen“, sagt BfN-Präsidentin Prof. Dr. Beate Jessel. „Denn ein enges Miteinander von Klima- und Naturschutz bietet zahlreiche Synergien zum beiderseitigen Vorteil.“

Das Handbuch „Klima- und Naturschutz: Hand in Hand“ zeigt Wege auf, wie sich solche Synergien besser nutzen, aber auch verbleibende Konflikte minimieren oder lösen lassen. So wurden zum Beispiel im Rahmen einer Studie im thüringischen Kyffhäuserkreis den beiden Gemeinden Gehofen und Donndorf Handlungsempfehlungen zur schrittweisen Umrüstung der Straßenbeleuchtungen an die Hand gegeben. Beachtet wurden dabei sowohl Aspekte der Energieeinsparung und Emissionsreduktion als auch des Artenschutzes, insbesondere im Zusammenhang mit Wochenstubenquartieren des Großen Mausohrs.

Die Stadt Osnabrück als weitere Modellkommune verfügte bereits über ein Klimaschutzkonzept. Wichtig war Osnabrück die hier tätigen Energieberaterinnen und -berater, Architektinnen und Architekten, Handwerksbetriebe und Wohnungsbaugesellschaften zum Thema Artenschutz und energetische Gebäudesanierung zu sensibilisieren und zu informieren. Osnabrück hat hierfür einen immerwährenden Monatskalender erstellt, der unter anderem zu gebäudebewohnenden Arten wie Turmfalke, Haussperling, Mauersegler, Zwergfledermaus aber auch zu Dach- und Fassadenbegrünung informiert.

Das Handbuch richtet sich an Klimaschutzmanager und -managerinnen, Regionale Planungsstellen, kommunale Umwelt-, Bau- und Planungsämter, Ingenieur- und Planungsbüros oder Umwelt- und Naturschutzverbände sowie weitere Interessierte in Kommunen und Regionen. „Gerade um die Praxistauglichkeit des Handbuchs sicherzustellen, haben wir in seine Erstellung die Städte Offenbach und Osnabrück, den Biosphärenzweckverband Bliesgau und die Naturstiftung David mit dem Projektgebiet ‚Hohe Schrecke‘ einbezogen“, erläutert Prof. Stefan Heiland, Herausgeber des Handbuchs.

Das Handbuch besteht aus zehn Heften, die unabhängig voneinander genutzt werden können. Diese behandeln die Themen Energie- und Klimaschutzkonzepte, Fassadendämmung, Photovoltaik-Dach- und Freiflächenanlagen, Straßenbeleuchtung, Grüne Mobilitätsnetze, Kurzumtriebsplantagen, Landschaftspflegeholz und Landschaftspflegegras. Das abschließende Heft 10 fasst die naturschutzrechtlichen Grundlagen, die beim Klimaschutz zu beachten sind, knapp und verständlich zusammen.

Erstellt wurde das Handbuch am Fachgebiet „Landschaftsplanung und Landschaftsentwicklung“ der TU Berlin im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungs-Vorhabens „Modellhafte Erarbeitung regionaler und örtlicher Energiekonzepte unter den Gesichtspunkten von Naturschutz und Landschaftspflege“. Das Vorhaben wurde vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.

Bezug:

Heiland, S. (Hrsg.) (2019): Klima- und Naturschutz: Hand in Hand. Ein Handbuch für Kommunen, Regionen, Klimaschutzbeauftragte, Energie-, Stadt- und Landschaftsplanungsbüros. Berlin.

Die Hefte stehen kostenfrei zum Download zur Verfügung unter:

https://www.landschaft.tu-berlin.de/menue/aktuelle_informationen/

https://www.bfn.de/themen/planung/landschaftsplanung/veroeffentlichungen.html

Gedruckte Exemplare können bestellt werden bei:
Bundesamt für Naturschutz, Außenstelle Leipzig, Alte Messe 6, 04013 Leipzig

Kontakt:

TU Berlin, Fachgebiet Landschaftsplanung und Landschaftsentwicklung: Dr. Bernd Demuth, E-Mail: bernd.demuth@tu-berlin.de, Prof. Dr. Stefan Heiland, E-Mail: stefan.heiland@tu-berlin.de

Bundesamt für Naturschutz, Referat Presse und Öffentlichkeitsarbeit, E-Mail; presse@bfn.de

Firmenkontakt und Herausgeber der Meldung:

Bundesamt für Naturschutz
Konstantinstr. 110
53179 Bonn
Telefon: +49 (228) 8491-0
Telefax: +49 (228) 8491-9999
http://www.bfn.de

Ansprechpartner:
Ruth Birkhölzer
Pressesprecherin
Telefon: +49 (228) 8491-4444
E-Mail: presse@bfn.de
Für die oben stehende Pressemitteilung ist allein der jeweils angegebene Herausgeber (siehe Firmenkontakt oben) verantwortlich. Dieser ist in der Regel auch Urheber des Pressetextes, sowie der angehängten Bild-, Ton-, Video-, Medien- und Informationsmaterialien. Die United News Network GmbH übernimmt keine Haftung für die Korrektheit oder Vollständigkeit der dargestellten Meldung. Auch bei Übertragungsfehlern oder anderen Störungen haftet sie nur im Fall von Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Nutzung von hier archivierten Informationen zur Eigeninformation und redaktionellen Weiterverarbeitung ist in der Regel kostenfrei. Bitte klären Sie vor einer Weiterverwendung urheberrechtliche Fragen mit dem angegebenen Herausgeber. Eine systematische Speicherung dieser Daten sowie die Verwendung auch von Teilen dieses Datenbankwerks sind nur mit schriftlicher Genehmigung durch die United News Network GmbH gestattet.

counterpixel