HanseWerk: SH Netz investiert im Amt Boostedt-Rickling rund 2,7 Millionen Euro in die Strom- und Gasnetze

Um die Versorgungssicherheit im Amt Boostedt-Rickling weiter zu erhöhen, investiert die HanseWerk-Tochter Schleswig-Holstein Netz AG (SH Netz) in den kommenden Jahren rund 2,7 Millionen Euro in ihre Strom- und Gasnetze. Den aktuellen Netzentwicklungsplan stellte Daniel Schaefer, zuständiger Kommunalbetreuer von SH Netz, Tochterunternehmen von HanseWerk, im Kreis Segeberg, gemeinsam mit Gerhard Petersen und Oliver Kerz, Leiter der Technik-Standorte in Kaltenkirchen / Bad Segeberg und Neumünster, beim diesjährigen Kommunalgespräch in Rickling vor. An der Sitzung im Gasthof „Zur Doppeleiche“ nahmen die Bürgermeister der amtsangehörigen Gemeinden und Mitarbeiter der Amtsverwaltung teil.

Allein in Boostedt investiert SH Netz, Teil der HanseWerk-Gruppe, mehr als 1,5 Millionen Euro in verschiedene Baumaßnahmen. Zu den aktuellen Projekten gehören die Verlegung von Mittel- und Niederspannungskabeln im Bereich Industrie-/Neumünsterstraße für rund 209.000 Euro und die Erschließung des Neubaugebietes 46 mit Strom und Gas für rund 260.000 Euro. Für die Verlegung von rund zwei Kilometern 20-kV-Mittelspannungskabeln im Bereich „Industriegebiet – Stückenredder“ und „Latendorfer Straße – Wasserwerk“ hat SH Netz im Jahr 2023 mehr als eine halbe Million Euro eingeplant.

Bereits in diesem Jahr konnte die HanseWerk-Tochter SH Netz den Austausch von 130 Kabelverteilerschränken sowie den Einbau modernster Powerline-Technologie (PLC) in 22 Ortsnetzstationen und 225 Kabelverteilerschränken in Boostedt für zusammen etwa 450.000 Euro abschließen. Die Kommunikationstechnik dient der Einführung von digitalen Stromzählern (SmartMeter). Durch Ermittlung von Stromverbräuchen in Echtzeit wird es künftig möglich sein, die Stromnetze für den Anschluss von Photovoltaikanlagen oder Batteriespeicher datenbasiert zu dimensionieren. 2023 will SH Netz, Tochterunternehmen von HanseWerk, die Digitalisierung des Stromnetzes auch in Groß Kummerfeld vorantreiben. Für den Einbau der PLC-Technik hat der Netzbetreiber rund 190.000 Euro veranschlagt. Darin enthalten sind die Modernisierung von 12 Ortsnetzstationen und der Austausch von 93 Kabelverteilerschränken.

Im Strombereich stehen im Jahr 2022 noch einige Erschließungsarbeiten an, unter anderem im Baugebiet 47 in Boostedt, im Meisenweg in Rickling und im Rotdornweg in Daldorf. Dafür hat der Netzbetreiber rund 123.000 Euro eingeplant. In der Gemeinde Rickling ist der Austausch von zwei Kilometern Mittelspannungskabeln für rund 283.000 Euro vorgesehen.

SH Netz, Teil der HanseWerk-Gruppe, investiert auch im Gasbereich. Für rund 148.000 Euro wird an der Hauptstraße in Latendorf im nächsten Jahr der Ersatzneubau einer Gasdruckregelanlage entstehen. Zudem verlegt der Netzbetreiber im Bereich Bahnhof-/Dorfstraße für rund 88.000 Euro eine 1.500 Meter lange Niederdruckgasleitung. In der Gemeinde Groß Kummerfeld, Ortsteil Willingrade, werden außerdem die bestehenden Stahl-Gasleitungen auf einer Länge von rund 1,5 Kilometern saniert. Kostenpunkt: rund 289.000 Euro.

Die Schleswig-Holstein Netz AG im Kurzprofil

Die Schleswig-Holstein Netz AG (SH Netz) betreibt für rund 2,8 Millionen direkt oder indirekt angeschlossene Kunden Strom- und Gasleitungen in mehr als 900 Kommunen in Schleswig-Holstein. Über 400 schleswig-holsteinische Kommunen halten Anteile an SH Netz. Sie haben umfangreiche Mitspracherechte und erhalten eine Garantiedividende. Das Unternehmen beschäftigt ca. 1.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an vielen Standorten in Schleswig-Holstein.

SH Netz hat als Partner der Energiewende bereits zehntausende Windräder und Solaranlagen an das Stromnetz angeschlossen. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen Energielösungen, wie Smart-City-Anwendungen und unterstützt den Ausbau der Elektromobilität. SH Netz engagiert sich in Innovationsprojekten für mehr Klimaschutz. Dazu gehören beispielsweise Einspeiseanlagen, mit denen Biogas- oder aus Windstrom produzierter Wasserstoff ins Erdgasnetz aufgenommen werden kann, oder staatlich geförderte Forschungsprojekte.

Bis 2030 wird SH Netz klimaneutral sein: Dazu wird sie ihre 25 Standorte, über 600 Fahrzeuge sowie den Strom- und Gasnetzbetrieb in mehreren Stufen bis 2030 auf Klimaneutralität umstellen. Außerdem unterstützt das Unternehmen seit vielen Jahren den regionalen Spitzen- und Breitensport in Schleswig-Holstein, zum Beispiel das härteste Ruderrennen der Welt auf dem Nord-Ostsee-Kanal.

Über die HanseWerk Gruppe

Rund 3,1 Millionen Kunden in Norddeutschland beziehen Strom, Gas oder Wärme direkt oder indirekt über die, von der HanseWerk-Gruppe und ihren Tochtergesellschaften betriebenen, Energienetze. Darüber hinaus bietet das Unternehmen seinen Partnern und Kunden moderne und effiziente Energielösungen mit Schwerpunkten im Netzbetrieb und dezentrale Energieerzeugung.

Als Partner der Energiewende hat die HanseWerk-Gruppe in den letzten Jahren mehrere zehntausend Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energie an ihre Netze angeschlossen und betreibt parallel dazu etwa 870 Energieumwandlungsanlagen sowie einen Erdgasspeicher. Die HanseWerk-Gruppe ist ein großer Ausbildungsbetrieb im Norden und engagiert sich in vielen Forschungsprojekten zur Energiewende, wie zum Beispiel im norddeutschen Reallabor. Bis 2030 wird die HanseWerk-Gruppe klimaneutral sein: Dazu werden ihre insgesamt 44 Standorte, über 650 Fahrzeuge, der Strom- und Gasnetzbetrieb sowie die Wärme- und Stromerzeugung bis 2030 entsprechend umgestellt.

Über die Beteiligung der elf schleswig-holsteinischen Kreise sowie von über 400 Kommunen sind die Unternehmen der HanseWerk-Gruppe regional sehr stark verwurzelt und unterstützen eine Vielzahl sozialer und kultureller Projekte, wie das Schleswig-Holstein Musik Festival, das Hamburger Straßenmagazin Hinz&Kunzt und den Schleswig-Holstein Netz Cup auf dem Nord-Ostsee-Kanal.

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