USA: Kerninflation erreicht 30-Jahres-Hoch

Im Mittelpunkt des Marktinteresses standen die US-Inflationszahlen für Oktober. Sowohl der Consumer Price Index (CPI) als auch die Kernrate stiegen stärker als erwartet. Die Jahresrate des CPI stieg auf 6,2 Prozent, den höchsten Stand seit November 1990. Im Vormonat lag dieser Wert noch bei 5,4 Prozent. Die Kernrate, die die volatilen Nahrungsmittel- und Energiepreise außen vor lässt, stieg über die vergangenen zwölf Monate um 4,6 Prozent, was ebenfalls einem 30-Jahres-Hoch entspricht. In der Eurozone wurde derweil Daten zur Industrieproduktion im September veröffentlicht: Gegenüber dem Vormonat schrumpfte diese um 0,2 Prozent. Auch für das gesamte dritte Quartal ergab sich ein Rückgang von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Hauptverantwortlich für das schwache Ergebnis war weiterhin die rückläufige KFZ-Produktion. Licht am Ende des Tunnels deutete die ZEW-Umfrage an. Zwar wurde die aktuelle Lage weniger positiv eingeschätzt (12,5 Punkte nach 21,6), allerdings kletterten die Konjunkturerwartungen stärker als erwartet von 22,3 auf 31,7 Punkte.

In diesem Umfeld konnten die globalen Aktienmärkte weiter zulegen. Den größten Zuwachs verzeichnete der europäische Aktienmarkt, dicht gefolgt von den USA und Japan. Die Entwicklung in den Schwellenländern verlief deutlich positiv; sie konnten die Industriestaaten klar hinter sich lassen. Hinsichtlich der Marktkapitalisierung entwickelten sich Small Caps in den USA und in Europa unterdurchschnittlich. Auf Stil-Ebene hatte hingegen in den USA Value die Nase vorn, in Europa hingegen Growth. Auf Sektorebene sah es in den USA wie folgt aus: Relative Stärke bewiesen Titel aus den Sektoren Rohstoffe, Gesundheit und Industrie. Relative Schwäche zeigten die Sektoren zyklischer Konsum, Energie und Versorger. In Europa ergab sich folgendes Bild: Am besten schnitten Aktien aus den Bereichen Rohstoffe, Telekom und Industrie ab. Eine Underperformance zeigten die Sektoren Energie, Finanzen und Versorger.

Im Rentenbereich stiegen die Zinsen wieder leicht und die Anleihekurse fielen. Entsprechend wiesen Staatsanleihen in der Eurozone und in den USA eine negative Wertentwicklung auf. Auch Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating gaben zinsbedingt etwas nach, ebenso Hochzinsanleihen.

Auf der Währungsseite legte der US-Dollar gegenüber dem Euro deutlich um 0,96 Prozent zu. Der japanische Yen zeigte sich 0,52 Prozent stärker. Der Preis für ein Barrel Öl der Sorte Brent tendierte seitwärts und schloss bei 82,17 US-Dollar.

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