Auftaktsieg in der Bundesliga: Union schlägt Hertha mit 3:1

Am ersten Spieltag der neuen Bundesliga-Saison schlägt der 1. FC Union Berlin im ausverkauften Stadion An der Alten Försterei Hertha BSC mit 3:1. In einem intensiven Spiel konnte Jordan Siebatcheu die Unioner in Minute 31. in Führung bringen. Sheraldo Becker und Robin Knoche erhöhten nach der Halbzeit auf 3:0. Herthas Dodi Lukebakio gelang fünf Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit der Anschlusstreffer zum 3:1.

1. FC Union Berlin: Rönnow – Trimmel, Jaeckel, Knoche, Leite, Ryerson (65. Gießelmann) – Haraguchi (78. Pantovic), Khedira, Haberer (71. Schäfer) – Becker (71. Leweling), Siebatcheu (78. Behrens)

Hertha BSC: Christensen – Kenny, Uremović, Kempf, Plattenhardt – Prince-Boateng (56. Ejuke), Šunjić (80. Darida), Serdar – Lukebakio, Selke (57. Kanga), Maolida (56. Jovetic)

Zuschauer: 22.012

Tore: 1:0 Siebatcheu (31.), 2:0 Becker (50.), 3:0 Knoche (54.), 3:1 Lukebakio (85.)

Union spielbestimmend – Siebatcheu mit Führungstreffer

Die Gastgeber begannen das Spiel direkt mit einem Feuerwerk an Offensiv-Chancen. Das Spiel war kaum 32 Sekunden alt, als Unions Janik Haberer auf der linken Seite durchbrechen und dann Rani Khedira zentral am Strafraumrand bedienen konnte. Seinen Abschluss konnte die Hertha-Defensive noch blocken, allerdings nicht endgültig klären. So blieben die Unioner gefährlich, insbesondere durch Flanken von der rechten Seite. Jene waren aber allesamt zu unpräzise, sodass nichts Zählbares dabei heraussprang. In den Minuten danach beruhigte sich das Geschehen auf dem Platz ein wenig, die Angriffsbemühungen der Gäste mit vielen langen Bällen konnte die Abwehr der Eisernen meist früh in der eigenen Spielhälfte stoppen. Die bis dato beste Möglichkeit der Partie hatte dann in Minute 27 Julian Ryerson. Einen langen Diagonalball von Robin Knoche konnte er sich bei der Annahme am linken Strafraumeck perfekt vorlegen, seinen Abschluss in die lange Ecke wusste Hertha-Schlussmann Oliver Christensen aber per Flugeinlage zu parieren. Nur wenig später, in Spielminute 31 war Christensen dann aber machtlos. Sheraldo Becker konnte sich auf der linken Außenbahn durchsetzen und eine für Jordan Siebatcheu perfekt getimte Flanke in den Fünfmeterraum bringen. Dort ließ Siebatcheu per Kopfball ins lange Eck dem Schlussmann der Charlottenburger keine Chance. Die Hertha verzeichnete ihren ersten nennenswerten Abschluss nach 36 Minuten. Marvin Plattenhardts direkter Freistoß aus 18 Metern Torentfernung war aber kein Problem für Union-Torwart Frederik Rönnow, der den Ball locker fangen konnte. Julian Ryerson indes hatte nach seiner Chance zuvor noch nicht genug und versuchte es in Minute 38 erneut. Siebatcheu leitete den Ball zu ihm auf die linke Seite weiter, vom Strafraumeck nahm Ryerson den Ball direkt und zwang Christensen erneut zu einer starken Parade. Bis zur Halbzeit passierte im Anschluss nichts mehr, 1:0 hieß es somit nach 45 Minuten.

Union baut Führung aus – Hertha mit Ehrentreffer

Auch Halbzeit Zwei begann intensiv. Siebatcheu prüfte Christensen per Kopf aus kurzer Distanz, dieser konnte allerdings parieren. Sheraldo Becker und Janik Haberer versuchten es kurz darauf mit Schüssen aus der zweiten Reihe, waren aber ebenfalls nicht erfolgreich. Das sollte sich in Minute 50 ändern. Haberer konnte die gesamte Hertha-Defensive mit einem gut getimten Heber ausspielen und Becker somit in perfekte Abschlussposition frei vor das Tor der Gäste bringen. Der Union-Angreifer erreichte den Ball gerade noch vor Christensen und erzielte mit einem ganz langen Bein das 2:0. Die Freude der Unioner war kaum beruhigt, da gab es in Minute 54 wieder Grund zum Jubeln. Einen Eckball von der rechten Seite durch Kapitän Christopher Trimmel köpfte Robin Knoche platziert in die untere linke Ecke. Auch diesmal blieb Hertha-Schlussmann Christensen chancenlos. Nach kurzer Überprüfung durch den VAR fand das Tor auch seine Gültigkeit. Wie in Halbzeit eins verlor die Partie nach den Chancen und Toren zu Beginn ein wenig an Fahrt. Erst nach 80 Spielminuten verzeichnete die Hertha ihren nächsten Torabschluss. Dodi Lukebakio konnte den Platz auf der rechten Seite nutzen, um in die Mitte zu ziehen, sein Schuss geriet aber zu unplatziert und ging letztlich hinterm dem Union-Tor ins Tornetz. Die Eisernen konzentrierten sich in dieser Spielphase auf das Verteidigen des eigenen Tores und setzten im Angriff auf schnelle Gegenstöße. Das Verteidigen ging zum Leidwesen des Spielstandes aber einmal schief. Plötzlich hatte wieder Lukebakio viel Platz mit dem Ball, diesmal war sein Schuss aber besser platziert und landete für Ronnöw unhaltbar im Tor (85.). Auch die drei Minuten Nachspielzeit brachten keine nennenswerten Aktionen mehr ein, sodass Schiedsrichter Clemens Fritz die Begegnung beim Stand von 3:1 beendete.

Stimmen nach dem Spiel

Union-Kapitän Christopher Trimmel zeigte sich nach dem Spiel erfreut. “Wir haben verdient gewonnen. Wir haben es in der Defensive sehr gut gemacht, wenig zugelassen und vorne viele Chancen kreiert. Wir sind happy, dass alles so gut funktioniert hat. Trotzdem wissen wir, dass es der erste Spieltag ist und wir weiter hart arbeiten müssen.”

Robin Knoche ärgerte sich trotz des Sieges über den verwehrten Torjubel: “Klar, ist es wichtig, dass das Tor zählt, aber gerade in einem Derby hätte man gern vor der Kurve gefeiert. Wir hätten insgesamt auch mehr Tore machen können, wenn wir manchmal ein wenig zielstrebiger gewesen wären. Trotzdem sind wir natürlich sehr glücklich über das Ergebnis.”

“Mit unserem ersten Auftritt in Chemnitz waren wir nicht ganz zufrieden, jedoch haben wir heute bewiesen wozu wir fähig sind. Wir haben kompakt gespielt und unsere Ketten haben gut miteinander harmoniert. Heute haben uns drei Punkte geholt, die uns helfen unserem Ziel näher zu kommen”, so Union-Trainer Urs Fischer nach der Partie.

Ausblick

Am morgigen Sonntag, dem 07.08.2022 und am Montag geht es für die Spieler, die heute nicht im Einsatz waren, wieder auf den Trainingsplatz. Am Dienstag, dem 09.08.2022 empfängt die Mannschaft des 1. FC Union Berlin um 16:15 Uhr Hannover 96 zum Testspiel im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark. Informationen zum Vorverkauf folgen in Kürze.

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