Intraoperativer Einsatz von CytoSorb erhöht Überlebenschancen von Hochrisikopatienten mit bakterieller Herzklappenentzündung

  • Neue Studienergebnisse der Universitäten Duisburg-Essen und Nürnberg auf der Jahrestagung der European Association for Cardio-Thoracic Surgery (EACTS) vorgestellt
  • Klinische Akzeptanz von CytoSorb® nimmt weiter zu 

Die Hämoadsorption mit CytoSorb® könnte eine sichere und wirksame Zusatztherapie während der Herzchirurgie sein. Zu diesem Schluss kommen Mediziner der Universitäten Duisburg-Essen und Nürnberg nach Auswertung neuester Daten aus einer Studie zum Einsatz von CytoSorb® während der Operation von Patienten mit akuter infektiöser Endokarditis mit bestätigter Staphylococcus. Aureus-Bakteriämie.

Auf der Jahrestagung der European Association for Cardio-Thoracic Surgery (EACTS)   präsentierte Professor Matthias Thielmann  von der Abteilung für Thorax und Kardiovaskularchirurgie im Westdeutschen Herz- und Gefäßzentrum der Universität Duisburg-Essen die Ergebnisse einer Vergleichsstudie mit 130 Hochrisikopatienten, die sich zwischen 2015 und 2022 einer Herzklappenoperationen an zwei  deutschen Herzzentren unterzogen hatten. Die Autoren der Studie stellten dabei fest, dass

  • die Sterblichkeit nach herzchirurgischen Eingriffen bei infektiöser Endokarditis (insbesondere durch Staphylococcus aureus verursacht) nach wie vor hoch ist;
  • die Hämoadsorption während der Operation zu einer verbesserten Hämodynamik der Patienten nach dem operativen Eingriff führt und
  • das Überleben von Patienten, die mit einer intraoperativen adjunktiven Hämoadsorption behandelt wurden, verbessert.

Die Inzidenz der infektiösen Endokarditis, also der Infektion einer Herzklappe, nimmt weltweit zu. Die Staphylokokken-Aureus-Endokarditis (SAE) macht etwa ein Viertel bis ein Drittel aller Fälle aus und ist die aggressivste Form der Klappeninfektion. Sie kann zu einer Vielzahl von Schwierigkeiten führen. Darunter beispielsweise eine rasche Zerstörung der Klappe, Herzversagen, Zytokinsturm, septischer Schock, septische Embolie und das höchste Sterberisiko unter allen Arten von infektiöser Endokarditis, selbst bei chirurgischem Ersatz der Herzklappe.

CytoSorb® wird bei dieser Patientengruppe während einer Operation am offenen Herzen eingesetzt, um den Zytokinsturm zu kontrollieren, die Entzündung und die Staphylokokken-Toxine zu reduzieren und den Schock umzukehren.

Professor Daniel Wendt, Vice President – Medical Affairs Cardiovascular bei CytoSorbents, würdigte die Auswahl dieser Studie zur Präsentation im wissenschaftlichen Hauptprogramm  der EACTS und unterstrich die Bedeutung der Resultate: „Wie diese Ergebnisse deutlich zeigen, kann CytoSorb® einige der größten Herausforderungen bei der Behandlung dieser Hochrisikopatienten mit Endokarditis angehen."

Im Ergebnis der EACTS erklärte Professor Wendt, dass die klinische Akzeptanz von CytoSorb® deutlich zunehme. Immer mehr Herzchirurgen würden die bedeutenden Vorteile der Hämoadsorption bei ihren schwierigsten Fällen erkennen. „Wir erwarten, dass sich diese Dynamik in Zukunft noch verstärken wird, da weitere Daten aus mehreren von Prüfärzten initiierten Studien sowie aus unseren eigenen, vom Unternehmen gesponserten Studien vorliegen. Als Herzchirurg hatte ich viele Jahre lang selbst die Gelegenheit, CytoSorb® bei meinen schwierigsten Fällen einzusetzen und konnte mich aus erster Hand vom Nutzen überzeugen. In meiner jetzigen Funktion ist es meine Kernaufgabe, unsere Schlüsseltechnologie zu einem neuen Standard in der Herzchirurgie zu machen."

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Über die CytoSorbents Europe GmbH

CytoSorbents Corporation ist ein führendes Unternehmen in der Behandlung lebensbedrohlicher Zustände in der Intensivmedizin und Herzchirurgie durch Blutreinigung. Das Hauptprodukt CytoSorb® ist in der Europäischen Union zugelassen und wird weltweit in mehr als 75 Ländern vertrieben. Es handelt sich dabei um einen extrakorporalen Zytokinadsorber, der den "Zytokinsturm" oder das "Zytokinfreisetzungssyndrom" reduziert, das bei häufigen kritischen Erkrankungen auftritt und zu massiven Entzündungen, Organversagen und Tod des Patienten führen kann. Bei diesen Erkrankungen kann das Sterberisiko extrem hoch sein, und es gibt nur wenige oder gar keine wirksamen Behandlungsmethoden. CytoSorb wird auch während und nach kardiothorakalen Operationen eingesetzt, um Entzündungsmediatoren zu entfernen, die zu postoperativen Komplikationen, einschließlich multiplem Organversagen, führen können. Bis zum 31. Dezember 2021 wurden mehr als 162.000 kumulative CytoSorb-Geräte eingesetzt. CytoSorb wurde ursprünglich in der Europäischen Union unter CE-Kennzeichnung als erster Zytokinadsorber eingeführt. Weitere CE-Kennzeichnungserweiterungen wurden für die Entfernung von Bilirubin und Myoglobin bei klinischen Erkrankungen wie Lebererkrankungen bzw. Traumata sowie für Ticagrelor und Rivaroxaban bei kardiothorakalen Operationen erteilt. CytoSorb hat auch die FDA-Notfallzulassung in den Vereinigten Staaten für die Verwendung bei erwachsenen kritisch kranken COVID-19-Patienten mit drohendem oder bestätigtem Atemversagen erhalten. Das DrugSorb™-ATR-System zur Entfernung von Antithrombotika, das auf der gleichen Polymertechnologie wie CytoSorb basiert, erhielt ebenfalls die FDA-Durchbruchzulassung für die Entfernung von Ticagrelor sowie die FDA-Durchbruchzulassung für die Entfernung der direkten oralen Antikoagulantien (DOAC) Apixaban und Rivaroxaban in einem kardiopulmonalen Bypass-Kreislauf während dringender kardiothorakaler Eingriffe. Das Unternehmen leitet derzeit zwei von der FDA genehmigte Zulassungsstudien ein, um die Marktzulassung von DrugSorb-ATR in den USA zu unterstützen. Bei der ersten handelt es sich um die randomisierte, kontrollierte STAR-T-Studie (Safe and Timely Antithrombotic Removal-Ticagrelor) mit 120 Patienten in 20 Zentren, in der untersucht wird, ob die intraoperative Anwendung von DrugSorb-ATR das perioperative Blutungsrisiko bei Patienten, die Ticagrelor erhalten und sich einer Herz-Thorax-Operation unterziehen, verringern kann. Bei der zweiten Studie handelt es sich um die randomisierte, kontrollierte STAR D-Studie (Safe and Timely Antithrombotic Removal-Direct Oral Anticoagulants) mit 120 Patienten in 25 Zentren, in der die intraoperative Verwendung von DrugSorb-ATR zur Verringerung des perioperativen Blutungsrisikos bei Patienten untersucht wird, die sich einer Herz-Thorax-Operation unterziehen und direkte orale Antikoagulanzien, einschließlich Apixaban und Rivaroxaban, einnehmen.

Die Reinigungstechnologien von CytoSorbents basieren auf biokompatiblen, hochporösen Polymerkügelchen, die toxische Substanzen aus Blut und anderen Körperflüssigkeiten durch Poreneinschluss und Oberflächenadsorption aktiv entfernen können. Die Technologien des Unternehmens haben nicht verwässernde Zuschüsse, Verträge und andere Finanzierungen in Höhe von mehr als 39,5 Millionen US-Dollar von der DARPA, dem U.S. Department of Health and Human Services (HHS), den National Institutes of Health (NIH), dem National Heart, Lung, and Blood Institute (NHLBI), der U.S. Army, der U.S. Air Force, dem U.S. Special OperationsCommand (SOCOM), dem Air Force Material Command (USAF/AFMC) und anderen erhalten. Das Unternehmen verfügt über zahlreiche vermarktete und in der Entwicklung befindliche Produkte, die auf dieser einzigartigen Blutreinigungstechnologie basieren und durch zahlreiche erteilte US-amerikanische und internationale Patente und eingetragene Marken geschützt sind, sowie über mehrere anhängige Patentanmeldungen, darunter ECOS-300CY®, CytoSorb-XL™, HemoDefend-RBC™, HemoDefend-BGA™, VetResQ®, K+ontrol™, DrugSorb™, DrugSorb™-ATR, ContrastSorb und andere.

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