Berlinale 2024: Goldener Ehrenbär für Martin Scorsese

Die 74. Internationalen Filmfestspiele Berlin verleihen dem US-amerikanischen Regisseur, Produzenten und Drehbuchautoren Martin Scorsese den Goldenen Ehrenbärenfür sein Lebenswerk. Die Preisverleihung findet am 20. Februar 2024 im Berlinale Palast statt.

„Für jeden, der Film als die Kunst betrachtet, eine Geschichte so zu gestalten, dass sie sowohl ganz persönlich als auch universell ist, ist Martin Scorsese ein unübertroffenes Vorbild. Seine Filme haben uns als Zuschauer*innen und Menschen begleitet, seine Figuren haben in uns gelebt und sind in uns gewachsen. Sein Blick auf die Geschichte und die Menschheit hat uns geholfen, zu verstehen und zu hinterfragen, wer wir sind, woher wir kommen. Killers of the Flower Moon, sein jüngster Film, ist eine seiner größten Errungenschaften. Wie Scorsese selbst so wortgewandt sagte, ist der Film eine ‚Anerkennung des Ausmaßes an Terror, den die Osage-Gemeinschaft erlitten hat, und so auch eine Art Trost spenden könnte‘. Es ist uns eine große Freude, einmal mehr einen guten Freund des Festivals begrüßen zu dürfen und ihm unseren wichtigsten Ehrenpreis zu verleihen“, so das Berlinale-Leitungsduo Mariëtte Rissenbeek und Carlo Chatrian.

Der Oscar-Preisträger zählt seit den 1970er-Jahren zu den stilprägendsten Filmemacher*innen des Kinos weltweit. Allein die Regie-Arbeiten des Italo-Amerikaners mit sizilianischen Wurzeln umfassen mehr als 70 Filme. Zahlreiche seiner Werke haben Filmgeschichte geschrieben, die Vielseitigkeit seines Schaffens ist einzigartig. Zu den bekanntesten Filmen gehören Taxi Driver (1975, Goldene Palme Cannes 1976), Wie ein wilder Stier (1980, Berlinale Wettbewerb – außer Konkurrenz 1981), Die Zeit nach Mitternacht (1985, Beste Regie in Cannes 1986), Die Farbe des Geldes (1986), Good Fellas (1990), Kap der Angst (1991, Berlinale Wettbewerb 1992), Zeit der Unschuld (1993), Casino (1995), Gangs of New York (2002, Berlinale Wettbewerb – außer Konkurrenz 2003 und Retrospektive 2010), Aviator (2004), Departed – Unter Feinden (2006), Shine a Light (2008, Eröffnungsfilm Berlinale), Shutter Island (2010, Berlinale Wettbewerb – außer Konkurrenz), Hugo Cabret (2011), The Wolf of Wall Street (2013), Silence (2016) und The Irishman (2019). Eine weitere Präsentation auf der Berlinale war Scorseses work in progress Untitled New York Review of Books Documentary (2014), der später bei HBO als The 50 Year Argument gezeigt wurde.

Sein jüngster Film von Apple Original Films, Killers of the Flower Moon, ist vom renommierten US-Filmverband National Board of Review vor Kurzem zum besten Film des Jahres 2023 gewählt worden und wurde vom American Film Institute zu einem der zehn besten Filme des Jahres ernannt. In der „New York Times“, im „New Yorker“ sowie dem New York Film Critics Circle stand der Film auf Platz 1 der besten Filme des Jahres 2023.

Martin Scorsese setzt sich zudem sehr engagiert für das historische Filmerbe ein. Mit The Film Foundation unterstützt er die Restaurierung und den Verleih von Filmklassikern.

Die Berlinale verbindet mit Scorsese die Präsentation zahlreicher seiner Filme – darunter der spektakuläre Konzertfilm Shine a Light über die Rolling Stones, der 2008 die Berlinale eröffnete. Hinzu kommt, dass einige Berlinale Classics von The Film Foundation unterstützt wurden und die weltweit erste Ausstellung über den Regisseur von Januar bis Mai 2013 von der Deutschen Kinemathek gezeigt wurde.

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