Führung ist keine Einzelrolle – sie ist Teil eines Verbunds
Bereits vor Beginn der Veranstaltung wurde spürbar: Führung heißt auch Austausch mit anderen Leitungskräften und Vernetzung. Ein WIR-Gefühl lag in der Luft, das sicher auch der offenen und anregenden Location anzurechnen ist. Die Atmosphäre war warm, die Gespräche lebhaft und die Gäste beim Einstieg ins Inhaltliche entsprechend gut eingestimmt.
Der Tag begann mit einem strategischen Rück- und Ausblick: Dieser sollte einerseits wertschätzend auf das blicken, was wir 2025 in unserem Träger gemeinsam geleistet und geschafft haben– von zahlreichen gelungenen Veranstaltungen über Meilensteine in der Inklusionsförderung bis hin zum zukünftigen Weiterbestehen der Kontakt- und Beratungsstelle. Andererseits standen natürlich Themen für 2026 und darüber hinaus auf dem Plan und auch die Frage: Was braucht eine gute Leitung, um ihr Team souverän durch die Aufgaben und Herausforderungen eines Jahres zu führen?
Führung braucht Räume für Reflexion, Austausch und Unterstützung
Eine Antwort auf diese Frage bot eines der Schwerpunktthemen des Tages: die mentale Gesundheit von Führungskräften. Denn in einer komplexen und fluiden Arbeitswelt sind Belastungen Realität – und umso wichtiger ist Resilienz. Der Impuls von Coach, Therapeut und Kommunikationstrainer Matthias Cohn holte viele Zuhörende mit den richtigen Fragen ab. Er zeigte auf, wie wichtig es ist, zu differenzieren: Wo habe ich Handlungsspielraum? Was kann ich hingegen nicht ändern? Und wie verhalte ich mich zu beidem? Am Ende des Austauschs war klar: Resilienz ist trainierbar – durch Selbstreflexion, Verantwortung und Netzwerkorientierung. Psychische Gesundheit ist ein Führungsthema und die Impulse schlugen sich bereits in den Pausen in zahlreichen Gesprächen nieder.
Führung heißt, Orientierung zu geben. Und Orientierung entsteht durch Klarheit
Ein besonderer Programmpunkt war der Austausch mit Stefan Evers, Bürgermeister im Senat Kai Wegner und Berliner Senator für Finanzen. In seiner Keynote zur finanzpolitischen Perspektive auf die Sozialpolitik wurde deutlich, vor welchen Herausforderungen Land und Träger stehen – wachsende Bedarfe, begrenzte Mittel, notwendige Reformen. Evers‘ Einordnung des Status Quo und der sich in den kommenden Jahren abzeichnenden Entwicklungen und Herausforderungen war ehrlich, klar und lösungsorientiert.
Im anschließenden moderierten Gespräch diskutierten Geschäftsführerin Katrin Weidemeier und Geschäftsführer Dr. Martin Kaufmann sowie unser Führungskräftepublikum offen und konstruktiv mit Stefan Evers über Handlungsspielräume, Verantwortung und die Rolle freier Träger in bewegten Zeiten. Der Dialog zeigte: Soziale Arbeit braucht politische Rahmensetzung – und Politik braucht starke, verlässliche Partner*innen aus der Praxis. Sich darauf verlassen zu können, befördert sowohl Standfestigkeit als auch Flexibilität, macht stark für absehbare Aufgaben und auch für überraschende Wendungen.
Was bleibt?
Der Führungskräfte-Fachtag war kein bloßes Tagesevent, sondern ein weiterer Schritt in unserer Organisationsentwicklung – um als Arbeitgeber auch weiterhin sowohl Stabilität als auch Entwicklung zu ermöglichen. Um in Kontakt und im Austausch zu bleiben und gemeinsam voranzubringen, was uns wichtig ist. Denn je komplexer die Welt wird, desto wichtiger wird das WIR.
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