Aus Interoperabilitätskonzept wird Versorgungsrealität

Das interoperable Netzwerk der Initiative Health Harbor Hamburg (H³) ist in den Produktivbetrieb gestartet und leitet damit eine neue Phase der krankenhausübergreifenden Vernetzung in Hamburg ein. UNITY verantwortet als Generalunternehmer im Auftrag der Krankenhäuser den Aufbau der zentralen Infrastruktur und das Projektmanagement in diesem Leuchtturmprojekt. Als Subunternehmer von UNITY stellt das Unternehmen Founda die technologische Plattform für den sicheren Datenaustausch bereit. Das Projekt wird von der Hamburger Sozialbehörde und dem Bundesamt für Soziale Sicherung im Rahmen des Krankenhausstrukturfonds gefördert.

Mit dem Go-live wird nach intensiver Konzeption, Entwicklung und Integration aus einem erfolgreich erprobten Vernetzungskonzept Versorgungsrealität: Die Ansprache und Einbindung der Patientinnen und Patienten auf der Plattform wird nun flächendeckend in den Behandlungsprozess der produktiv angebundenen Kliniken integriert. Mit Einwilligung der Patientinnen und Patienten können so relevante medizinische Informationen einrichtungsübergreifend digital verfügbar gemacht werden.

Vernetzung, die bei den Patientinnen und Patienten ankommt

Der Fokus des Netzwerks liegt zunächst auf dem Austausch großer Bilddaten, wie MRT- und CT-Aufnahmen, zwischen den beteiligten Krankenhäusern. Begleitend dazu können Befunde oder Entlassungsberichte etc. abgerufen werden. Die medizinischen Daten verbleiben dabei dezentral in den jeweiligen Krankenhäusern.

Relevante Informationen sind damit dort verfügbar, wo sie für die weitere Behandlung benötigt werden. So werden Doppeluntersuchungen vermieden, administrative Aufwände reduziert und Behandlungsabläufe beschleunigt.

„Mit einer starken Projektorganisation und großem Engagement aller Beteiligten ist es uns gelungen, die technischen, organisatorischen und prozessualen Anforderungen von 20 Krankenhäusern zusammenzuführen und in eine gemeinsame Lösung zu übersetzen. Denn echte Interoperabilität entsteht erst, wenn die Vernetzung dort ankommt, wo sie Wirkung entfaltet: in der Versorgung.“, sagt Patrizia Gieske, Projektleiterin, UNITY.

Unterschiedliche Systeme – ein gemeinsames Netzwerk

Eine besondere Herausforderung von H³ liegt in den heterogenen IT-Landschaften der beteiligten Krankenhäuser. Statt diese zu vereinheitlichen, verbindet H³ bestehende Systeme über eine gemeinsame Infrastruktur mit modernen Standards. So können unterschiedliche technische Voraussetzungen berücksichtigt und gleichzeitig die Grundlagen für einen sicheren und standardisierten Datenaustausch geschaffen werden.

UNITY verbindet dabei die technologische Umsetzung mit den organisatorischen und prozessualen Anforderungen eines Vernetzungsprojekts dieser Größenordnung. Gemeinsam mit Founda und den beteiligten Kliniken entsteht so eine skalierbare Infrastruktur für die vernetzte Versorgung in Hamburg.

„H³ zeigt sehr konkret, was Interoperabilität in der Praxis bedeutet: Nicht alle Beteiligten müssen technologisch am gleichen Ausgangspunkt stehen. Entscheidend ist eine flexible und skalierbare Architektur, die unterschiedliche Voraussetzungen zusammenführt und sicheren Datenaustausch ermöglicht – als Basis für ein Gesundheitsnetzwerk, das mit seinen Teilnehmern und Anwendungsfällen wachsen kann.“, sagt Christoph Füßer, Business Development, Founda.

20 Hamburger Krankenhäuser bis Ende des Jahres vernetzt

Mit dem Produktivstart ist ein wichtiger Meilenstein erreicht – abgeschlossen ist die Vernetzung damit noch nicht. Die weiteren beteiligten Kliniken werden schrittweise angebunden und sollen bis Ende des Jahres in den Produktivbetrieb übergehen.

Damit wächst H³ sukzessive zu einem Netzwerk, das die 20 beteiligten Hamburger Krankenhäuser verbindet und perspektivisch um weitere Anwendungsfälle und Teilnehmer erweitert werden kann.

H³ zeigt damit, wie aus Interoperabilität konkrete Versorgungsrealität werden kann: durch eine zukunftsfähige Architektur, die Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure und eine konsequente Umsetzung über System- und Organisationsgrenzen hinweg.

Über die UNITY AG

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