Zukunft geht nur zusammen

Wie attraktiv sind unsere Gemeinden für Freizeitsportler? Wie kann die Struktur der Sportvereine im Kreis langfristig gesichert werden? Wie sieht eine gute Sportstättenversorgung aus? Um diese Fragen und viele andere mehr geht es in der Sportentwicklungsplanung, die der Vogelsbergkreis auf den Weg gebracht hat. Um sie beantworten zu können, muss allerdings zunächst einmal der Ist-Zustand erfasst werden. Das hat das Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung (ikps) getan, die Ergebnisse stellten jetzt Dr. Stefan Eckl und seine Kollegin Dr. Julia Thurn vor Vertreter des Sportkreises im Lauterbacher Landratsamt vor. „Die Grundlagen sind geschaffen, nun müssen wir schauen, wie wir diese Erkenntnisse umsetzen“, gab Landrat Manfred Görig (SPD) die Zielrichtung vor.

Durchgeführt hat das Stuttgarter Institut alleine drei Umfragen: unter den Sportvereinen, in Schulen und Kindergärten sowie unter 8000 zufällig ausgewählten Bürgern. Heraus kamen im Grunde genommen keine großen Überraschungen. Im Vogelsberg gibt es zahlreiche Klein- und Kleinstvereine im Sportbereich. Sie, aber auch die größeren Vereine haben Probleme, neue Mitglieder und Ehrenamtliche zu gewinnen, sie an den Verein zu binden, sie müssen sich gegenüber konkurrierenden Vereinen oder aber gewerblichen Anbietern behaupten. Was die Sportstätten angeht, gibt es ganz unterschiedliche Bewertungen – und zwar abhängig von der Jahreszeit. Die Anzahl der Sportanlagen wird im Sommer überwiegend positiv bewertet. Im Winter hingegen bewertet rund die Hälfte der Vereine die Anzahl der Sportstätten nur noch mit ausreichend/mangelhaft.

Die meisten Schulen sind mit den Sportanlagen mehr als zufrieden: Fast drei Viertel bezeichnen die Situation als gut oder sehr gut. Die Hallenkapazitäten reichen aus, bemängelt wird allerdings, dass die Zeit in den Bädern nicht ausreicht. 

Die Bürgerbefragung ergab: Der Vogelsberger bewegt sich gerne, die Studie spricht von einem „hohen Grad an sportlicher Aktivität“. Hoch im Kurs stehen Gymnastik und Fitnesstraining, Laufsport und Radsport. Die meisten sportlichen Aktivitäten werden im privaten Rahmen organisiert, bei den Institutionen ist der Sportverein (noch) die Nummer eins. Heraus kam auch, dass die Oberhessen flexibel sind: Laut Studie gibt es eine „große Bereitschaft, Sportanlagen in Nachbargemeinden“ zu nutzen. Wenn sich die Freizeitsportler etwas wünschen könnten, dann stehen Bäder, Freiflächen, Radwege und Laufwege ganz oben auf der Liste.

Eine weitere wichtige Erkenntnis der Befragung: Sowohl bei den Bürgern als auch bei den Vereinen gibt es eine hohe Akzeptanz für Zusammenschlüsse von Sportklubs.

Kooperation wird das Schlüsselwort der Zukunft sein, machte denn auch Landrat Manfred Görig vor Vertretern der Sportvereine deutlich. „Wir müssen über interkommunale Zusammenarbeit diskutieren.“ Kreis und Gemeinden müssten gemeinsam an einem Strang ziehen, „einer alleine wird die Aufgaben nicht lösen können“. Aufgaben, wie die Unterhaltung der Sporthallen und Sportstätten. „Unsere Sporthallen sind viele Jahre alt, wir haben Sanierungsbedarf“, machte der Landrat deutlich. Das gilt auch für die Sportstätten.

Und was mögliche Neubauten – etwa die Schaffung eines Kunstrasenplatzes – angeht, auch da rief der Landrat zur Zusammenarbeit auf. „Wenn wir den Bau eines Kunstrasenplatzes fördern, dann wird der nicht nur für eine Gemeinde sein, sondern für eine Region.“

Konkret in die Diskussion einsteigen werden die Vertreter des Sportkreises und der Sportförderung übrigens gleich im neuen Jahr. Schon am 10. Januar findet das nächste Treffen in Sachen Sportentwicklungsplanung im Lauterbacher Landratsamt statt.

 

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