Blutvergiftung durch Meningokokken – Impfungen können Leben retten

Der Welt-Sepsis-Tag am 13. September zeigt jährlich, wie wichtig Aufklärung über die potenziell tödliche Krankheit ist. Ein Grund für die hohe Sterberate bei einer Sepsis (Blutvergiftung) ist, dass die Krankheit häufig nicht früh genug erkannt und somit erst spät behandelt wird. Die Ursachen sind unterschiedlich. Vor einigen Auslösern, wie den seltenen, aber lebensbedrohlichen Meningokokken, können Impfungen bestmöglich schützen.

Meningokokken-Bakterien, die durch eine Tröpfcheninfektion (z. B. beim Sprechen, Husten oder Niesen) übertragen werden, sind ein möglicher Auslöser für eine Sepsis. Die Symptome können anfänglich sehr unspezifisch sein und sich beispielsweise in Kopfschmerzen, Fieber, Schüttelfrost und Schwindel äußern.[1] In diesem Stadium ist eine Diagnose sehr schwierig.

Schwere Folgeschäden möglich

Wenn die Krankheit unerkannt fortschreitet, kann es bei einer Meningokokken-Sepsis zu Hauteinblutungen, Blutdruckabfall und Organversagen kommen.2 Schwerwiegende Folgen wie Haut- und Gewebezerstörung sowie Vernarbungen sind möglich, in Extremfällen können sogar Amputationen notwendig sein.2 Meningokokken-Erkrankungen sind zwar selten (2019 gab es 256 Fälle in Deutschland [3]), sie können jedoch innerhalb weniger Stunden lebensbedrohlich werden. Besonders gefährdet sind Babys und Kleinkinder, da ihr Immunsystem noch nicht vollständig ausgebildet ist.[2]

Drei mögliche Impfungen gegen Meningokokken

Zum Glück gibt es für den bestmöglichen Schutz gegen Meningokokken-Erkrankungen Impfungen. Neben der standardmäßig empfohlenen Impfung gegen Gruppe C stehen in Deutschland zwei zusätzlich mögliche Impfungen zur Verfügung: gegen Gruppe B sowie gegen die Gruppen A, C, W und Y in Kombination.

Eltern sollten ihren Kinder- und Jugendarzt frühzeitig auf die unterschiedlichen Meningokokken-Impfungen ansprechen.

Über „Meningitis bewegt.“

Die von GSK initiierte Aufklärungskampagne „Meningitis bewegt.“ schafft seit 2016 Awareness für Meningokokken-Erkrankungen und den bestmöglichen Schutz durch Impfungen in Deutschland. Mit den Bildern der kleinen Isabella – einem Mädchen, das mit sieben Monaten an einer Meningokokken-Sepsis erkrankte und Folgeschäden davontrug – konnten noch mehr Eltern erreicht werden. Dieser Ansatz wurde gemeinsam mit Forschern, Ärzten, Betroffenen und Eltern entwickelt.

Weitere Infos unter www.meningitis-bewegt.de.

[1] RKI: „Ratgeber Meningokokken”. Verfügbar unter: https://bit.ly/34RsKkm. Juni 2020.
[2] Deutsches Grünes Kreuz: „Häufige Fragen und Antworten zu Meningokokken-Erkrankungen". Verfügbar unter: https://bit.ly/2Cyj2Y6. Juni 2020.
[3] RKI: SurvStat@RKI 2.0, https://survstat.rki.de, Stand: Epidemiologisches Jahrbuch 2019, Invasive Meningokokken-Erkrankungen mit Angabe der Serogruppe gemäß Referenzdefinition; Meldepflicht gemäß IfSG; 2019; März 2020

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