MEDICLIN stellt politische Forderungen für die Rehabilitation auf

„Die Corona-Pandemie hat in aller Deutlichkeit gezeigt, dass eine funktionierende Gesundheitsversorgung für die Gesellschaft und Wirtschaft essentiell ist“, erläutert Dr. Joachim Ramming, Vorstandsvorsitzender der MEDICLIN. „Die Pandemie hat auch bestätigt, dass private Träger ein Grundpfeiler unserer Gesundheitsversorgung sind − sowohl im akut-stationären Bereich, z. B. in der intensivmedizinischen Versorgung, als auch in der Rehabilitation, z.B. als Anbieter der Post-Covid-Reha.“

MEDICLIN-Vorstand Dr. York Dhein ergänzt für die Rehabilitation: „Ich sehe die Politik in der Pflicht, sich für Trägervielfalt und fairen Wettbewerb einzusetzen. Außerdem brauchen wir stabile Rahmenbedingungen für eine leistungsfähige und bezahlbare Gesundheitsversorgung, die nicht von partei- oder verbandspolitischen Stimmungen abhängig sind.“

Im Hinblick auf die Bundestagswahl am 26. September 2021 stellt sich der Klinikverbund MEDICLIN deshalb hinter die gesundheitspolitischen Positionen des Bundesverbandes Deutscher Privatkliniken e. V. (BDPK).

Für den Reha-Bereich fordert MEDICLIN konkret:

1. Reha-Einrichtungen als Ausbildungsträger zuzulassen

Anfang 2020 wurde die Pflegeausbildung mit dem Pflegeberufegesetz neu geregelt. Reha-Einrichtungen wurden darin nicht als Ausbildungsträger genannt. „Die Reha-Kliniken wurden schlicht vergessen. Gerade die Pflege in der Rehabilitation ist in den akutnahen Indikationen wie Neurologie mit der Akutpflege zu vergleichen. Zudem können die Auszubildenden in der Reha Patient*innen über einen deutlich längeren Zeitraum begleiten“, argumentiert Dhein. Reha-Einrichtungen als Ausbildungsträger zuzulassen, sei ein unerlässlicher Schritt, um dem Fachkräftemangel in der Pflege entgegenzuwirken.

2. Qualität vor Preis − Wunsch- und Wahlrecht leben

Eine Anfang 2021 vom BDPK beauftragte und veröffentlichte Umfrage zeigt, dass Bürgerinnen und Bürger ihr Wunsch- und Wahlrecht – also das Recht auf freie Wahl der behandelnden Einrichtung – sehr schätzen. Wichtige Entscheidungskriterien sind dabei hauptsächlich die medizinische Qualität und Spezialisierung der Einrichtung – nicht ihre Entfernung oder Größe.

MEDICLIN fordert, dass sich die Strukturen unserer Gesundheitsversorgung nach diesen Patientenbedürfnissen richten. Dhein betont: „Solange die gewünschte Reha-Einrichtung medizinisch geeignet ist und einen Versorgungs- oder Belegungsvertrag mit dem jeweiligen Kostenträger hat, muss es unseren Patientinnen und Patienten möglich sein, die Reha-Einrichtung ihrer Wahl ohne Mehrkosten zu besuchen.“

3. In die digitale Zukunft von Reha-Kliniken zu investieren

Am 29. Oktober 2020 ist das Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) in Kraft getreten. Akut-Kliniken erhalten mehrere Milliarden Euro, damit sie in moderne Notfallkapazitäten, Digitalisierung und IT-Sicherheit investieren können. „Wieder wurde die Rehabilitation vergessen. Damit die Faxgeräte bald Vergangenheit sind, muss die digitale Entwicklung und Sicherheit auch im Reha-Bereich gewährleistet werden. Dafür benötigt die Reha ähnliche finanzielle Mittel“, fordert Ramming. MEDICLIN stellt sich daher hinter die Forderung des BDPK, zwei Prozent des Umsatzes als finanzielle Unterstützung für Digitalisierungsprojekte von Reha-Häusern zur Verfügung zu stellen.

4. Besseren Zugang zu Reha-Leistungen zu schaffen

In der Corona-Pandemie wurde der Weg vom Krankenhaus in die Reha erleichtert. Dhein erklärt: „Die sogenannte Anschlussrehabilitation – also eine Reha, die im Anschluss an eine stationäre Krankenhausbehandlung stattfindet – kann normalerweise erst beginnen, wenn der Antrag durch die Krankenkasse geprüft und genehmigt ist. In der Pandemie wurde dieser Genehmigungsvorbehalt ausgesetzt. Das hat sich bewährt. Also weg mit der unnötigen Bürokratie: Der Genehmigungsvorbehalt für die Anschlussrehabilitation muss abgeschafft werden.“

„Der Reha-Bereich wird immer wieder von der Politik vergessen, doch er übernimmt eine unverzichtbare Aufgabe in der Gesundheitsversorgung“, sagt Dhein. Ramming hebt hervor: „Reha-Einrichtungen fördern die Teilhabe am öffentlichen und beruflichen Leben. Damit helfen sie, Pflegebedürftigkeit und Erwerbsminderung zu verhindern.“

Über MEDICLIN

Zu MEDICLIN gehören deutschlandweit 35 Kliniken, sieben Pflegeeinrichtungen und zehn Medizinische Versorgungszentren. MEDICLIN verfügt über rund 8.350 Betten/ Pflegeplätze und beschäftigt rund 10.200 Mitarbeiter*innen.

In einem starken Netzwerk bietet MEDICLIN den Patient*innen die integrative Versorgung vom ersten Arztbesuch über die Operation und die anschließende Rehabilitation bis hin zur ambulanten Nachsorge. Ärzt*innen, Therapeut*innen und Pflegekräfte arbeiten dabei sorgfältig abgestimmt zusammen. Die Pflege und Betreuung pflegebedürftiger Menschen gestaltet MEDICLIN nach deren individuellen Bedürfnissen und persönlichem Bedarf.

MEDICLIN – ein Unternehmen der Asklepios-Gruppe.

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