Auf der Suche nach dem Prohliser Schloss

Der jungen Generation im heutigen Prohlis ist die Tatsache, dass es hier einst ein Schloss gab, weitgehend unbekannt. Es sind die älteren Besucherinnen und Besucher des Palitzsch-Museums, die von sich aus auf das 1888 im Dorf errichtete Gebäude zu sprechen kommen. Doch was ist von diesem prunkvollen Anwesen, das nach einem Brand 1980 fünf Jahre später abgerissen wurde, noch unter der Erde? Es ist anzunehmen, dass einige Trümmerreste in der Umgebung verteilt wurden und die Grundmauern noch intakt sind.

Im Rahmen eines museumspädagogischen Projektes sollen die zugeschütteten Strukturen des Schlosses unter der fachlichen Anleitung von ehrenamtlichen Denkmalpflegern in den kommenden Jahren freigelegt werden. Das Projekt steht Allen offen: Schulklassen können einen Termin im Museum buchen und dabei mehr über die Geschichte des Dorfes Prohlis und seiner Umgebung erfahren. Beim Graben sollen sich die Schülerinnen und Schüler um ein behutsames Freilegen und um zielgerichtete Zusammenarbeit bemühen. Alles Gegenständliche soll auf seine Bedeutung geprüft und – wenn möglich – geordnet und erhalten werden. Auch Einzelpersonen oder kleine Gruppen haben die Möglichkeit, während der Öffnungszeiten des Projektes mit Schaufel, Spatel und Pinsel auf die Suche zu gehen.

All dies ist nur durch die Bereitschaft und Unterstützung Vieler möglich: Als Wichtigster ist hier der Nachfahre der einstigen Schlossbewohner, Freiherr Moritz von Crailsheim, zu nennen, der schnell seine Zustimmung für das Unternehmen gab. Auch Stadt und Land signalisierten ihr Wohlwollen: Unter Vermittlung des Landtagsabgeordneten Christian Piwarz konnte ein geeigneter Lagercontainer beschafft und mit Mitteln des Stadtbezirksamtes Prohlis ertüchtigt werden. Für die fachliche Beratung stehen das Landesamt für Archäologie und das Amt für Kultur- und Denkmalschutz und das Städtische Hochbauamt bereit.  Als Partner vor Ort werden der Heimatverein Prohlis, die JugendKunstschule Dresden und der am Grundstück ansässige Celina-Döner-Imbiss das Projekt begleiten. Die Firma Nestler liefert Schuttcontainer. Alle Geräte, Werkzeuge und Hilfsmittel wurden dankenswerter Weise von der Hornbach-Filiale an der Dohnaer Straße zur Verfügung gestellt.

Am 17. September um 17.00 Uhr beginnt das Projekt im Rahmen des 30. Prohliser Herbstfestes auf dem Gelände der Georg-Palitzsch-Straße 4. Anwesend sein werden Freiherr Moritz von Crailsheim und seine Mutter. Unter Mitwirkung des Schirmherrn des Festes, Christian Piwarz (MdL), Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch, dem Leiter des Stadtbezirksamtes Prohlis und Leuben, Jörg Lämmerhirt, und der Vorsitzenden des Heimatvereins Prohlis e. V. und Stadträtin Petra Nikolov soll die Grasnarbe geöffnet werden.

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