Zwei neue Gesichter im Kinderzolli

Der Zoo Basel freut sich über zwei neue Bewohner: Am vergangenen Mittwoch wurde ein Zwergzebu geboren. Mutter Amedi (2) und das Jungtier sind wohlauf und können bereits im Kinderzoo besucht werden. Ebenfalls im Oktober kam eine Lamastute eines Privathalters in den Zolli. Sowohl bei den Zwergzebus als auch in der Lamagruppe ist die Farbenvielfalt – wie bei Haustieren üblich – gross.

Am Mittwoch, 25. Oktober 2023, kam im Kinderzolli ein Zebumännchen zur Welt. Mutter Amedi (2), die seit Juni 2021 im Zoo Basel lebt, kümmert sich fürsorglich um ihr Kalb. Die beiden sind, nach einer kurzzeitigen Abtrennung für die Geburt, wieder mit der Zebugruppe vereint. Das Zoo-Publikum kann das Stierkalb auf der Aussenanlage beobachten. Neu im Kinderzolli ist auch eine eineinhalbjährige Lamastute.

Zebu-Geburt auf der Aussenanlage
Die Tierpflegerinnen und Tierpfleger bemerkten am Morgen des 25. Oktobers, dass Amedi kurz vor der Geburt stand. Trotzdem liessen sie die Kuh wie gewohnt mit der Gruppe auf die Aussenanlage, um die Routine beizubehalten und sie nicht zu verunsichern. Sie wurde dabei immer wieder von den Tierpflegenden überwacht. Als sich Amedi von den anderen Tieren absonderte, wurde sie in das Gehege der Pfauenziegen gelassen, damit sie in Ruhe und ungestört von der Gruppe ihr Junges gebären konnte. Dass auf der Anlage der Pfauenziegen etwas Aussergewöhnliches los war, bemerkten auch aufmerksame Besucherinnen und Besucher und meldeten dies umgehend den Tierpflegenden vor Ort. Diese konnten das Publikum beruhigen: Eine Zebukuh ist normalerweise in der Lage, alleine ein Jungtier zur Welt zu bringen. Wichtig ist, dass sie sich wohl fühlt und Ruhe hat. Die Tierpflegenden schauen von Zeit zu Zeit nach dem Rechten und greifen nur ein, wenn es Anzeichen für ein Problem gibt – was glücklicherweise nicht der Fall war. Amedi meisterte ihre Aufgabe vorbildlich. In den ersten drei bis vier Stunden nach der Geburt leckte sie das Kalb beinahe übereifrig sauber und wird seither regelmässig beim Säugen beobachtet. Am nächsten Tag konnten Mutter und Kalb bereits mit der Gruppe auf die Aussenanlage. Auffallend sind die unterschiedlichen Fellfarben: Mutter Amedi ist weiss gescheckt, das Kalb hingegen einheitlich braun wie Vater Baijan (20). Die Zwergzebu-Gruppe besteht nun aus dem Stier Baijan, den beiden Kühen Amedi und Cirumi (4) und dem neugeborenen Stierkalb.

Bunter Gruppenzuwachs auch bei den Lamas
Am 21. Oktober 2023 kam überdies eine neue Lamastute, am 30. April 2022 geboren, von einem Privathalter in den Kinderzolli. Wie üblich, wenn neue Tiere von ausserhalb in den Zoo Basel kommen, wurde die Stute im Stall, von den anderen Tieren getrennt, untergebracht. Die routinemässige Quarantäne dient dazu, den Gesundheitszustand aller Neuzugänge zu überprüfen. Untersuchungen der Kotproben ergaben, dass sie Darm-Parasiten mitgebracht hat, gegen die sie entwurmt werden musste, bevor sie mit der Gruppe zusammengelassen werden kann. Die anderen Lamas konnten sie jedoch bereits beschnuppern und haben Sichtkontakt mit ihr, damit sie sich aneinander gewöhnen können. Am 30. Oktober 2023 konnte die Quarantäne aufgehoben werden. Die neue Stute wird nun schrittweise in die bestehende Gruppe integriert, was einiges an Fingerspitzengefühl erfordert.

Typische Farbenvielfalt bei Haustieren
Ein typisches Merkmal von Haustieren sind die verschiedenen Farbvarianten ihres Fells. Das ist sowohl bei den Zwergzebus als auch bei den Lamas augenfällig. Es gibt einheitlich braune oder weisse Tiere, aber auch gescheckte oder gestreifte Individuen. Die Wildformen sind viel unauffälliger gefärbt, sodass sie mehr mit ihrer Umgebung verschmelzen. Das neue Lama zeichnet sich durch eine aussergewöhnliche Fellzeichnung aus. Hellbraune, runde Flecken auf weissem Grund verleihen ihm ein besonders anmutiges Aussehen.

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