Hilferufe aus Afghanistan dürfen nicht ignoriert werden!

Gemeinsam mit zahlreichen weiteren Verbänden und Organisationen hat terre des hommes heute eindringlich an die Bundesregierung appelliert, all die Menschen in Afghanistan nicht im Stich zu lassen, deren Leben durch die Machtübernahme der Taliban akut in Gefahr ist.

»Tausende Frauenrechtsverteidiger*innen, Menschenrechtsaktivist*innen, Journalist*innen und Mitarbeiter*innen unserer lokalen Partnerorganisationen sitzen immer noch in Afghanistan fest«, so Joshua Hofert, Leiter des Programm-Referates bei terre des hommes. »Sie haben große Angst. Es ist völlig unklar, wie sich die Taliban ihnen gegenüber verhalten werden. Sie bangen um ihr Leben und wollen sich und ihre Familien in Sicherheit bringen.«

Aufgrund der Sicherheitslage musste die Menschenrechtsarbeit in den Projekten von terre des hommes in Afghanistan zurzeit unterbrochen werden. Gemeinsam mit den Partnerorganisationen, die derzeit humanitäre Hilfe leisten können, bleiben wir bei den Kindern und Jugendlichen in Afghanistan. In den letzten Wochen sind zahlreiche Hilferufe eingegangen: »Die Mitarbeitenden unserer Partnerorganisationen haben sich für Mädchen und Frauen eingesetzt, sie vor Zwangsheirat geschützt und ihnen Bildung, Ausbildung und Einkommen ermöglicht«, so Hofert weiter. »Einige sind deshalb bereits von den Taliban bedroht worden. Wir müssen ihnen jetzt zur Seite stehen.«

terre des hommes und die unterzeichnenden Organisationen fordern von der Bundesregierung eine unbürokratische und realistische Erhöhung der Aufnahmeoptionen für besonders gefährdete Personen und ihre Familien, einen deutlich engagierten und ehrlichen Einsatz der Bundesregierung für ihre sichere Ausreise, für Bundes- und Landesaufnahmeprogramme und für einen schnellen Familiennachzug. Die Perspektiven für bereits in Deutschland lebende Afghan*innen, die auf absehbare Zeit nicht nach Afghanistan zurückkehren können, müssen ebenfalls deutlich verbessert werden.

Statement: »Gefährdete Afghaninnen und Afghanen weiter aufnehmen – Bundes- und Landesaufnahmeprogramme sind nötig!« (PDF)

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